Zweites Raubkatzen-Duell in Tübingen

16.01.2020

 

Nur drei Wochen nach dem Basketball Super Slam in der Helios Arena kommt es am Samstag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga zum Rückrunden-Duell zwischen den Tigers Tübingen und den wiha Panthers Schwenningen. Während man in Schwenningen seit dem gewonnenen Event-Spiel in der großen Arena sportlich in die Spur gefunden hat, stehen die Zeichen in Tübingen auf Neustart.

 

Der 28. Dezember 2019 wird den Schwenninger Fans sicher in bester Erinnerung bleiben. Vor der Rekordkulisse von 4060 Zuschauern feierten die wiha Panthers ein in der Region nie zuvor veranstaltetes Basketball-Fest und bewiesen, dass Basketball in der Doppelstadt längst salonfähig geworden ist. Seit dem 72:65-Sieg über die Tigers geht es auch sportlich steil bergauf für die Schwenninger. Drei der letzten vier Spiele wurden gewonnen und endlich das allseits bescheinigte Potenzial in Siege umgemünzt.

 

Großen Anteil an der Leistungssteigerung des Schwenninger Spiels ist Neuzugang Drew Brandon zuzuschreiben. Trainer Alen Velcic lobte nach dem deutlichen Heimsieg über die Bayer Giants Leverkusen seinen Spielmacher in höchsten Tönen: „Man muss sich im Basketball gar nicht gut auskennen, um sehen zu können, dass Drew Brandon uns auf ein anderes spielerisches Level gehoben hat. Wir sind nun auch im Kopf in der Liga angekommen und bereit als Team durch schwierige Momente zu gehen.“

 

Auch bei den Tigers Tübingen wähnt man sich durch den wichtigen Sieg im Heimspiel gegen Heidelberg wieder auf dem richtigen Weg nach unruhigen Wochen. Zum Jahresende hatten die Neckarstädter sich von ihrem erfahrenen Head Coach Doug Spradley getrennt. Vor der Saison als klarer Playoff-Kandidat und mehr gehandelt, schwächelte der langjährige Bundesligist und ließ in der Hinrunde zu viele Punkte liegen. Der Neustart unter dem vom Assistenzposten zum Cheftrainer beförderte Andrew Hipsher misslang mit Niederlagen gegen Leverkusen und in Kirchheim. Trotz Krise und Trainerwechsel stehen die Universitätsstädter mit derzeit 9 Siegen aus 19 Partien auf Rang 9 und sind punktgleich mit den Achtplatzierten Kirchheimern. Auffällig im Spiel der Tigers ist die ligaweit geringste Quote der Ballverluste. Offensiv ist die Mannschaft breit aufgestellt und hat mit Diante Baldwin, Marvin Smith jr, Enosch Wolf und Kris Davis gleich vier Spieler, die im Schnitt zweistellig punkten können.

 

Im Hinspiel verzweifelten die Tübinger an der intensiven Zonenverteidigung der Panthers, die den Rhythmus des Spiels prägte. Reihenweise verwarfen die Tigers ihre Dreier und bissen sich die Zähne an der disziplinierten Verteidigungsarbeit der Schwarzwälder aus. Es wird spannend zu beobachten sein, ob Schwenningen erneut auf das Mittel der Zonenverteidigung zurückgreifen wird und ob Tübingen dann vor heimischem Publikum bessere Antworten finden kann als zuletzt in Schwenningen.

 

„Seit dem Trainerwechsel spielt Tübingen wieder mit mehr Emotionalität im Team und geht intensiver zu Werke“, schildert Panthers-Trainer Alen Velcic seine Eindrücke vom kommenden Gegner. „Ich erwarte ein Duell auf Augenhöhe, bei dem wir unsere Chancen haben werden, wenn wir ähnlich konzentriert spielen, wie wir es zuletzt gezeigt haben. Wichtig wird sein, nicht wieder in alte Muster und Strukturen zurückzufallen, sondern unser Spiel konsequent umzusetzen.“

 

Beide Mannschaften müssen voraussichtlich auf wichtige Big Man verzichten. Auf Seiten der wiha Panthers wird Yasin Kolo weiter fehlen. Der Ex-Tübinger hatte sich kurz vor Weihnachten einen Bandscheibenvorfall zugezogen und arbeitet derzeit noch in der Reha. Bei den Tigers wird es vermutlich auch noch nicht für ein Comeback von Philipp Neumann reichen. Der Center hatte sich im Hinspiel einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen und war seither ausgefallen. Ansonsten können beide Teams in Bestbesetzung antreten.

 

Die wiha Panthers dürfen sich nach der kürzesten Auswärtsfahrt des Jahres auf die Unterstützung ihrer Fans freuen. Ein Fan-Bus voller treuer Unterstützer fährt am Samstag in Richtung Paul-Horn-Arena, wo sicher einige orangene Fahnen wehen werden.
Alle Schwenninger Fans, die nicht nach Tübingen fahren können, dürfen sich auf die Live-Übertragung bei Airtango freuen, die am Samstag um 19:45 Uhr beginnt.

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: Michael Kienzler

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