Zuversicht nach viel Licht und Schatten

25.11.2020

Bei der 83:90-Niederlage in Heidelberg offenbarten die wiha Panthers am vergangenen Wochenende binnen 40 Minuten zwei völlig unterschiedliche Gesichter: Auf eine desolate erste Halbzeit folgten die spielerisch wohl stärksten 20 Minuten der Saison. Trainer Alen Velcic blickt zuversichtlich auf kommenden Samstag, bei dem es zum vorgezogenen Heimspiel gegen das Topteam Jena geht.

 

Auch noch zwei Tage später merkt man Panthers-Trainer Alen Velcic die Enttäuschung an, wenn er über die völlig desolate erste Halbzeit in Heidelberg spricht. Sein Team habe anfangs überhaupt nicht das umsetzen können, was man sich taktisch überlegt hatte. Ohne große Gegenwehr erzielten die MLP Academics anscheinend mühelos 54 Punkte und führten zur Halbzeit bereits mit 20 Zählern. Die Panthers wirkten in der Offensive zu behäbig und gestattete dem Heidelberger US-Trio Nelson, Geist und Ely immer wieder einfache Wurfmöglichkeiten. „Ich musste in der Halbzeitpause gar nicht laut werden in der Kabine“, berichtet Velcic. „Die Mannschaft wusste ganz genau, dass es so nicht weitergehen konnte und hat nach ein paar taktischen Umstellungen sofort den Schalter umlegen können.“

 

Tatsächlich änderte sich nach dem Seitenwechsel der Rhythmus der Partie schlagartig. Aus einer kompakten Verteidigung heraus kamen die wiha Panthers nun ins Rollen und etablierten ihr ligaweit gefürchtetes schnelles Umschaltspiel. Immer wieder wurden Angriffe nach Ballbesitz rasch eingeleitet und auch die Distanzwürfe fielen nun. Während in der ersten Halbzeit nur ein einziger Dreipunktewurf verwandelt worden war, schnalzte der Ball im dritten Viertel alleine sechsmal durch die Reusen.

 

Sechseinhalb Minuten vor Ende des Spiels war der vormals bis zu 23 Punkten angewachsene Vorsprung der Heidelberger zusammengeschmolzen und die Panthers übernahmen erstmals in der Partie sogar die Führung (75:76). „Wir haben dann durch individuelle Fehler den Ball zwei-, dreimal verloren und Heidelberg wieder ins Spiel finden lassen“, analysiert Velcic. „Aber selbst beim Spielstand von 83:80 waren wir noch in einer guten Situation das Spiel zu gewinnen. Leider haben einige für uns völlig unverständliche Pfiffe der Schiedsrichter dem Spiel dann eine entscheidende Wendung gegeben.“

 

Ärgerlich sei die Niederlage in Heidelberg daher, aber grundsätzlich gehen die Schwenninger optimistisch aus dem vergangenen Wochenende. „Es sind nur Nuancen, die momentan den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen. Wir befinden uns noch im Lernprozess, sind aber auf einem guten Weg und werden bald schon die Früchte unserer Arbeit ernten können“, ist sich der langjährige Panthers-Trainer sicher.

 

Die nächste Chance hierfür erhalten die wiha Panthers bereits am kommenden Samstag (28.11., 18:00 Uhr). Eigentlich hätte der Spielplan für die wiha Panthers nach der unglücklichen Auswärtsniederlage in Heidelberg nun eine vierzehntägige Pause vorgesehen. Doch nachdem Jena durch die Spielabsage der in Quarantäne verweilenden Bremerhavener plötzlich ohne Gegner dastand, haben sich die Thüringer und die Schwarzwälder nach Zustimmung der Liga kurzfristig darauf geeinigt, ihre eigentlich für Ende Januar terminierte Partie vorzuziehen.

 

„Uns ist es in der aktuellen Situation wichtig, möglichst viele Spiele absolvieren zu können“, begründet Panthers-Geschäftsführer Michael Krivanek das vorgezogene Spiel gegen Jena. „Dadurch bleibt die Mannschaft im Spielrhythmus und wir verschaffen uns terminlich zusätzliche Flexibilität angesichts der vielen bereits erfolgten Spielausfälle.“

 

Mit Jena wartet auf die Panthers nun ein Gegner, den Alen Velcic als „sogar etwas stärker als Tabellenführer Bremerhaven“ einordnet. Trotzdem gehen die Schwenninger zuversichtlich in die Partie und hoffen darauf, mit etwas mehr Konstanz im Spiel wieder Siege einfahren zu können.

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: Michael Kienzler

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