Zuschauer begeistert – Schwenninger Team kommt gestärkt aus der Kabine – Aufholjagd untermauert gute Moral

29.10.2018

Das dritte Heimspiel der wiha Panthers Schwenningen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd werden die Verantwortlichen, Spieler und Fans so schnell nicht vergessen – das 68:66 dürfte im Saisonrückblick in jedem Fall seinen Platz einnehmen.

Glücklicher Trainer: „So, als aller erstes brauche ich jetzt ausnahmsweise ein Bier“, strahlte Allen Velcic bei der Pressekonferenz. Auch sein Gäste-Kollege Eric Detlev nahm gerne einen Schluck Fürstenberg Pils. „Ja, ich brauche jetzt erst einmal einen Schluck, nach so einer bitteren Niederlage.“ Der Würzburger Trainer lobte bei seiner Analyse sein junges Team, die Schwenninger für ihre Moral und das Publikum: „Die Schwenninger Fans sind bisher die besten in der 2. Bundesliga. Eine tolle Stimmung, die Atmosphäre hat mir gefallen“, hatte die volle Deutenberghalle einen maßgeblichen Anteil an der Aufholjagd.

Zuschauer: 700, 800, 900 die Besucherzahlen bei den Panthers steigen stetig an. „Ich muss mich bei den Fans bedanken, dass sie uns heute so angefeuert haben. Es war kein einfaches Spiel und ich muss meine Jungs loben, wie wir zurückgekommen sind“, bedankte sich Kapitän Kosta Karamatskos am Mikrofon von Hallensprecher Holger Rohde beim Anhang. Der wurde in den letzten drei Minuten von Rohde lautstark angepeitscht und von den Sitzen gerissen. Das Trommlertrio um „Manolo“ Georgios Karaiskos und die Vuvuzela-Gruppe vom Fitnesspartner CleverFit mit Fabian Burghardt sorgte für 40 Minuten Lärm und Betrieb. „Der hat mehr geschwitzt am Spielfeldrand als ich“, konnte sich Velcic indes das Schmunzeln zu Rohde nicht verkneifen. „Wir haben tolle Zuschauer. Ich freue mich dass immer mehr den Weg zu uns finden. Dieses Spiel heute war der Beweis, warum Basketball eine so spannende Sportart mit Action und Dramatik sein kann. Natürlich hätte ich lieber klar gewonnen. Aber wir haben noch gewonnen, nur dies zählt. Und als es echt eng war, haben uns unsere Zuschauer nach vorne getragen, zurück ins Spiel gebracht.“ Für die kommenden Spiele sind sich Velcic und Rohde indes sicher: „Wir knacken noch vor dem Weihnachtsspiel die 1000er-Marke. Wenn nicht gegen Schlusslicht Erfurt, dann im Topspiel gegen Frankfurt Skyliners – beides übrigens am 11. und 18. November jeweils um 17.30 Uhr oder im Derby am 1. Dezember gegen Ulm. Die beiden Sonntagstermine sind für jüngere Kinder auch Familien freundlich“, verweist Rohde.

Kampfgeist: Es geht nicht mit schnellem Spiel, mit Dominanz, manchmal muss Kampf her. „Wir haben nie aufgegeben. Der Trainer blieb in der Pause ruhig und sagte uns, wir können dieses Spiel noch drehen und gewinnen“, so Bill Borekambi. Er war mit 28 Punkten der beste Werfer des Abends, sein Dunking war für die Galerie. Leon Friederici machte zwar „nur“ neun Punkte, jedoch drei Sekunden vor Ende als „Man of the Match“ mit dem Siegwurf zum 68:66 die wichtigsten des Abends. Und Topscorer Rasheed Moore? 21 Punkte und 13 Rebounds – sein Double Double erspielte er sich in der zweiten Halbzeit. Dazu traf er die entscheidenden Punkte vom 58:61 zum 62:61 mit der erstmaligen Führung.

Schlussphase: Mehr Dramatik geht nicht. Hannes Osterwalder verwirft 40 Sekunden vor Ende zwei Freiwürfe, die Chance von 62:61 auf 64:61 wegzuziehen. Dann trifft Moore mit zwei Freiwürfen zum 66:63. Als zehn Sekunden vor dem Ende der Würzburger Dreier zum 66:66 durch den Korb segelt, droht eine Verlängerung. Friederici setzt dem nach Zuspiel Borekambi’s ein glückliches Ende und die Halle drohte zu explodieren.

Überraschungen: Ohne Zweifel, mit 5:1-Siegen (10:2-Punkte) als Aufsteiger zu starten, ist bemerkenswert. „Wir können wirklich erhobenen Hauptes sagen, dass wir in der 2. Bundesliga angekommen sind“, sagt Velcic nicht ohne stolz. Hinter den ungeschlagenen Bayer 04 Giants Leverkusen und Skyliners Frankfurt II (beide 6:0-Siege/12:0-Punkte) festigte Schwenningen den dritten Platz.

Weitere Überraschungen produzierte der sechste Spieltag in Köln und Coburg. Der nächste Panthers-Gegner FC Bayern München II verlor bei den sieglosen RheinStars Köln mit 74:81. Schlusslicht Löwen Erfurt holte ebenfalls den ersten Sieg mit 77:76 im Kellerduell in Coburg – mit Röhndorf zusammen haben die letzten vier der Tabelle jetzt jeweils 2:10-Punkte.

 

FOTO: Alen Velcic (links) und Hallensprecher Holger Rohde freuen sich über den Last-Minute-Sieg gegen Würzburg.

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