Zur Rehabilitierung nach Trier

12.11.2021

Nach der deutlichen 55:99-Heimniederlage haben die wiha Panthers bereits am Samstag (19:30 Uhr) die Gelegenheit, es wieder besser zu machen. Zum Abschluss der Englischen Woche geht es für die Doppelstädter zum Auswärtsspiel bei den Römerstrom Gladiators Trier.

 

Ernste Mienen, leere Blicke und überwiegend betretenes Schweigen beherrschten am Mittwochabend die Schwenninger Deutenberghalle. Die zuvor drei Spiele andauernde Siegesserie der wiha Panthers kam bei der 55:99-Heimniederlage gegen die Artland Dragons zu einem abrupten Ende. Gegen die treffsicheren Niedersachsen fanden die Doppelstädter zu keinem Zeitpunkt einen Zugriff in der Verteidigung. Obendrein stockte auch der Offensivmotor der Panthers gewaltig. Am Ende kassierten die Schwenninger eine – auch in dieser Höhe – verdiente Heimniederlage, bei der die Mannschaft von Trainer Alen Velcic ihre bis dato schlechteste Saisonleistung zeigte.

 

Die 44-Punkte-Klatsche gegen Quakenbrück markierte zugleich die höchste Schwenninger Heimniederlage seit dem Aufstieg in die BARMER 2. Basketball Bundesliga im Jahr 2018. „Unser Auftritt gegen die Artland Dragons war natürlich indiskutabel“, betont Panthers-Trainer Alen Velcic. „Wir haben die Niederlage gemeinsam sehr ausführlich aufgearbeitet und damit abgehakt. Dabei haben wir auch schon die ersten Reaktionen im Training in Punkto Intensität und Konzentration gesehen. Auch wenn das Ergebnis deutlich war, ist es unterm Strich auch nur eine einfache Niederlage – egal ob man mit 44 Punkten oder mit einem verliert. Unser Blick ist nun nach vorne gerichtet auf die nächste Aufgabe.“

 

Viel Zeit zum Hadern über den rabenschwarzen Abend bleibt den Schwarzwäldern ohnehin nicht. Bereits am Samstag treten die wiha Panthers zum Auswärtsspiel bei den Römerstrom Gladiators Trier an. Die Moselstädter haben in der vergangenen Spielzeit als Neuntplatzierter die Playoffs knapp verpasst und wollen dieses Jahr wieder in die Meisterschaftsrunde einziehen. Dafür haben die Gladiators im Sommer die Verträge mit Leistungsträgern wie Brody Clarke und Austin Wiley verlängert. Unter den Körben sind die Trierer in dieser Saison durch die Verpflichtungen von Radoslav Pekovic, Enosch Wolf (früher Tübingen) und Ex-Panther Jonas Niedermanner noch tiefer und größer aufgestellt. Mit Garai Zeeb unterschrieb zudem ein 24-jähriger deutscher Guard bei den Gladiators, der insgesamt 114 Einsätze in der Basketball Bundesliga für Bremerhaven, Frankfurt und Braunschweig vorzuweisen hat.

 

Der Saisonstart ist den Trierern mit vier Siegen in Folge gelungen. Durch Verletzungsprobleme etwas ausgebremst musste die Mannschaft von Marco van den Berg zwischenzeitlich aber vier Niederlagen hintereinander hinnehmen. Am vergangenen Dienstag gelang es dem Team aus der ältesten Stadt Deutschlands, wieder einen Sieg einzufahren. Beim 100:76-Heimerfolg über Ehingen verletzte sich allerdings mit Derrick Gordon der nächste wichtige Spieler und droht länger auszufallen. Neben Gordon werden am Samstag den Trierern auch Austin Wiley, Enosch Wolf und Dan Monteroso verletzungsbedingt fehlen.

 

Die Panthers erwartet in Trier eine sehr Rebound-starke Mannschaft: Mit durchschnittlich 41,4 Rebounds sichern sich die Moselstädter die meisten Abpraller der Liga und erzielen starke 85,7 Punkte pro Spiel (viertbester Wert in der ProA). Allerdings leisten sich die Gladiators mit 17,1 Turnover die ligaweit drittmeisten Ballverluste. Individuell sticht der Kanadier Brody Clark hervor, der mit 20,7 Punkten und 8,9 Rebounds teaminterne Bestwerte auflegt und sich gegenüber der Vorsaison stark verbessert hat.

 

„Wir freuen uns auf das Spiel in Trier“, blickt Panthers-Trainer Alen Velcic zuversichtlich auf die nächste Partie. „Für uns geht es ganz klar um Wiedergutmachung nach dem letzten Spiel. Dafür müssen wir in Trier mit einer anderen Körpersprache und einer ganz anderen Intensität auftreten. Es geht nun darum, dass wir eine ähnliche Reaktion zeigen wie nach dem Bochum-Spiel und an unsere Fähigkeiten glauben. Trier ist derzeit personell angeschlagen, sie haben aber viele sehr gute Spieler in ihren Reihen, die uns das Leben schwermachen können. Daher sind wir absolut gewarnt! Ich gehe fest davon aus, dass wir in Trier wieder ganz anders auftreten und ein gutes Spiel zeigen werden.“

 

Auch aus persönlicher Sicht freut sich Velcic, der in Trier studiert und Basketball gespielt hat, auf die Rückkehr in die Moselstadt: „Ich habe eine schöne Verbindung zu Trier und freue mich sehr darauf, sozusagen das erste Mal als Coach in die Stadt zurückzukehren. In unserem ersten ProA-Jahr ist die Partie dort Corona-bedingt ausgefallen, im zweiten Jahr haben wir vor leeren Rängen spielen müssen. Es wird sicher schön für uns, die größte Arena der Liga mit Zuschauern erleben zu können.“

 

Der zuletzt gegen Quakenbrück verletzungsbedingt aussetzende Malik Kudic wird gegen die Gladiators voraussichtlich wieder einsatzbereit sein. Ob auch Quatarrius Wilson nach seinem Außenbandanriss im Knie bereits in Trier sein Comeback feiern kann, steht noch nicht fest und wird erst am Spieltag entschieden.

 

Wie üblich wird das Spiel LIVE und kostenlos beim Streamingpartner SportDeutschland.tv übertragen. Tip-Off in der Arena Trier ist am Samstag um 19:30 Uhr.

 

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TEXT: Manuel Schust / FOTO: Michael Kienzler

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