Zum Tabellennachbarn an die Ostsee

03.01.2020

Die wiha Panthers Schwenningen starten ins neue Kalenderjahr mit der längsten Auswärtsfahrt in der Vereinsgeschichte. Für die Partie am Sonntag (16:00 Uhr) bei den Rostock Seawolves müssen die Schwenninger Basketballer über 900 Kilometer zurücklegen und einmal quer durch die Republik reisen.

 

Der Basketball Super Slam vor der Rekordkulisse von 4060 Zuschauern in der Helios Arena bildete einen grandiosen Jahresabschluss für die wiha Panthers. Durch den umjubelten 72:65-Heimsieg über die Tigers Tübingen haben die Schwarzwälder wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden und den Anschluss ans Mittelfeld in der BARMER 2. Basketball Bundesliga hergestellt. Zum Start in die Rückrunde bekommt es die Mannschaft von Alen Velcic mit den Rostock Seawolves zu tun, die als Tabellenzwölfter nur einen Sieg mehr als die Panthers auf der Habenseite stehen haben.

 

Für die längste Auswärtsreise im deutschen Profibasketball sind die Wecker am Samstag sehr früh gestellt. Bereits um 3 Uhr morgens fährt der Bus von Villingen-Schwenningen in Richtung Stuttgart, wo um 6:40 Uhr der Flieger nach Berlin abhebt. Von der Hauptstadt aus wird mit zwei Bussen in Richtung Ostsee aufgebrochen, um dann am Samstag bereits in der StadtHalle Rostock trainieren zu können.

 

Die Rostock Seawolves waren mit großen Ambitionen in die Saison gegangen, legten aber einen Fehlstart mit nur einem Sieg aus den ersten sieben Spielen hin. Nachdem man sich von Chase Adams getrennt und mit Tony Hicks den Aufbauspieler aus der Vorsaison zurückgeholt hatte, schienen die Hansestädter wieder in die Erfolgsspur gefunden zu haben. Auf Siege in Schwenningen und Karlsruhe folgte ein umjubelter Heimsieg im Nord-Duell über Bremerhaven. Doch nach zuletzt drei Niederlagen in Folge mussten die Seawolves sich wieder ins hintere Mittelfeld des Tableaus einreihen. Rostock verfügt in der Offensive über viele Optionen. Unter den Körben räumt Kalidou Diouf auf und ist aktueller Topscorer der Seawolves mit durchschnittlich 13,9 Punkten. Mit Grant Sitton, Mauricio Marin und Michael Jost hat Rostock gleich drei starke Schützen in der Rotation, die über 40% ihrer Distanzwürfe verwandeln. Ob der jüngst von Bundesligist Braunschweig zu den Seawolves gewechselte Forward Henry Pwono bereits spielberechtigt ist, entscheidet sich erst kurzfristig.

 

Im Hinspiel setzte sich Rostock dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einem schwachen Schlussabschnitt der wiha Panthers durch. „Das Heimspiel gegen Rostock haben wir innerhalb von fünf Minuten im letzten Viertel verloren, weil wir schlecht verteidigt haben“, erinnert sich Panthers-Trainer Alen Velcic zurück. „Ich bin überzeugt davon, dass uns auch in Rostock eine enge Partie erwarten wird. Wie so oft in dieser Liga wird die Tagesform entscheidend sein.“

 

In der StadtHalle Rostock werden am Sonntag etwa 2500 Zuschauer erwartet. Alle Fans der wiha Panthers Schwenningen, denen die Reise an die Ostsee zu weit ist, um das Team vor Ort unterstützen zu können, dürfen sich auf die Live-Übertragung bei Airtango freuen.

 

TEXT: Manuel Schust

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