Zum Donau-Neckar-Schwabenderby nach Ulm!

09.02.2019

2. Basketball Bundesliga ProB Süd, 20. Spieltag: Orange Academy Ulm – wiha Panthers Schwenningen (Sonntag, 17 Uhr, Kuhberghalle). Drittletzter Spieltag der Hauptrunde, die Panthers biegen auf die Zielgeraden ein und wollen im Donau-Neckar-Schwabenderby weiterhin ihren zweiten Platz verteidigen. Die Aufgabe beim BBL-Farmteam von ratiopharm Ulm wird allerdings ein ganz schwerer Gang.

 

Ausgansglage: Derzeit ist im Kampf um die Play Offs von Rang zwei bis zehn noch alles völlig offen. Klar ist nur dass Bayer Leverkusen Erster im Süden ist. Und dass die Dragons Rhöndorf sowie RheinStars Köln in die Play Downs müssen. Ansonsten ist noch alles möglich. Mittendrin die Panthers mit 12:7-Siegen. Sie stehen vor den Gießen 46ers und Frankfurt Skyliners Juniors (beide 11:8). Dahinter kommen Elchingen (10:9) sowie fünf weitere Teams, darunter die Ulmer Youngster (9:10). Diese känpfen noch um den best möglichen Platz nach der Hauptrunde. Da Schwenningen die direkten Vergleiche gegen Frankfurt und Elchingen gewonnen hat, scheint Platz vier bereits sicher, doch Coach Alen Velcic möchte in jedem Fall Zweiter bleiben.

 

Favoritenrolle: Obwohl der Zweite beim Sechsten spielt, von einer Favoritenrolle möchte Panthers-Trainer Alen Velcic nichts wissen. „Ulm hat einige Spiele knapp verloren und hätten sie diese gewonnen, dann wären sie Zweiter“, sieht er eine Partie auf Augenhöhe. „Für mich ist Ulm eines der Top3-Teams der Liga. In der Vorrunde waren sie spielerisch unser bester Gegner. Daher werden sie alles daran setzen, um daheim gegen uns zu gewinnen, um noch Vierter oder Fünfter zu werden, was rechnerisch möglich ist.“ Personell wird bei den Gastgebern nur Kosta Karamatskos (noch) fehlen. “Wir fahren mit elf Akteuren nach Ulm, auch Boyko Pangarov wird mitreisen”, möchte sogar Pointguard Abu Abaker wieder auf dem Feld stehen. “Meine Knöchelverletzung ist soweit wieder in Ordnung, dass ich getaped an den Start gehen kann”, beißt der vor seiner Trainingsverletzung am 1. Februar bärenstarke Aufbauspieler.

 

Form des Gegners: In der Tat hat Velcic Recht. Nach vier knappen Niederlagen und einer kleinen Talsohle im Dezember vor der Weihnachtspause legte Ulm im neuen Jahr zu und gewann zuletzt drei von vier Partien, darunter unerwartet klar mit 81:59 in Erfurt. „Die Höhe hat mich schon etwas überrascht, aber sie haben einfach eine starke Mannschaft.

 

Stärken: Die Orange Academy besticht vor allem durch eine starke Defense. Wie Schwenningen. Nicht umsonst ist es ein Duell der besten Abwehrreihen der Liga. Wo die Ulmer Probleme haben ist wie bei den Panthers die Offense. Orange wirft im Schnitt 71.2 Punkte pro Spiel – niedrigster Wert aller Angriffe in der Südstaffel. Da die Panthers mit 73,4 nur besser sind als die Kellerkinder Rhöndorf und Köln ist durchaus mit einem Low-Score-Game zu rechnen.

 

Zielgerichtet: Daher geht es Panthers-Trainer Alen Velcic locker an. „Es ist immer ein Ziel schon in der ersten Halbzeit mehr zu treffen. Im Training machen die Jungs ja jedes Mal viele Würfe“, weiß er um die Anlaufschwierigkeiten gegen Leverkusen oder auch zunächst in Frankfurt. Doch seine Spieler sind konzentriert im Spiel in der eigenen Hälfte. Unser Augenmerk geht natürlich auf das Topspiel in Gießen eine Woche später und die letzte Heimpartie gegen den FC Bayern München II. Ich sehe die Begegnung in Ulm ohne Druck bei einem Team, welches in seiner eigenen Halle stark ist. Wir wollen natürlich versuchen an die Auswärtsleistung in Frankfurt anzuknüpfen und Ulm aus dem Spiel zu nehmen. Wenn uns dies in der Defense gelingt, ist ein wertvoller Sieg möglich. Aber wir sind keine Mannschaft die durch hohe Wurfquoten herausragt“, so der Trainer durchaus demütig. „Klar ist, dass wenn wir in jedem Spiel ein paar Dreier mehr treffen würden, dann wären es ganz schnell 10 zehn bis fünfzehn Punkte mehr jedesmal.“ Immerhin hat er dennoch mit Rasheed Moore (21.6) und Bill Borekambi (16.4) zwei Top10-Werfer auf dem Feld. Im Quervergleich platzieren sich Moore und Hannes Osterwalder inzwischen auch in den Top10 der Blocker.

 

Ulmer Werfer: Die besten Schützen beim Ulmer Talentschuppen sind David Krämer (17.0), sowie Marius Stoll als Top5-Assistent und Moritz Kirnner, der ein starker Blocker ist. Spannende Defense-Duell für Osterwalder oder Darius Pakamanis mit ihren Gegnern sind zu erwarten. Vom Alter her kommt die Orange Academy auf einen Schnitt eines U21-Teams mit vielen Akteuren zwischen 16 und 20. Krämer (22), Power Forward Till Pape (21) sind schon die beiden Ältesten – mit Ausnaheme von Ex-Bundesligaspieler und Routinier Nils Mittmann. Der 39-Jährige Haudegen führt das Team des gleichaltrigen Trainers Daniel Jansson auf dem Feld an. „Es macht aber wirklich Spaß mit den jungen Burschen zusammenzuspielen“, ist er selbst noch ein echter Leistungtsträger und Antreiber. Selbst der US-Amerikaner und Shooting Guard Eric David ist ein Youngster. Da die Ulmer im Gegensatz zum letzten Schwenninger Gegner Leverkusen deutlich kleinere Leute auf dem Feld ins Rennen schickt, müssen sich die Gäste auf eine andere Spielweise einstellen.

 

Hinspiel: Dort gewannen die Panthers einen Herzschlag-Krimi durch einen Dreier von Sergey Tsvetkov Sekunden vor dem Ende nach einem Rückstand von bis zu 21 Punkten glücklich mit 75:74. Bill Borekambi war mit 22 Punkten bester Werfer. Und sammelte zudem wie Osterwalder sowie Seid Hajric jeweils sieben Rebounds.

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