Wiha Panthers verlieren Verlängerungskrimi in Jena

23.01.2021

In einem hochdramatischen und spannenden Spiel müssen sich die wiha Panthers am Ende knapp in der Verlängerung mit 95:93 in Jena geschlagen geben.

 

Science City Jena – wiha Panthers Schwenningen 95:93 (20:24, 17:18, 25:20, 24:24, 9:7)

 

Nichts für schwache Nerven: Das Auswärtsspiel der wiha Panthers beim Meisterschaftskandidaten Science City Jena war von Spannung und Dramatik geprägt. Obwohl die Schwenninger in der regulären Spielzeit und in der Verlängerung kurz vor Schluss führen, jubelten am Ende die Thüringer.

 

Den besseren Start in die Partie erwischten die Gastgeber. Die ersten drei Wurfversuche von Jena waren erfolgreich und sorgten für einen 7:0-Start. Doch die wiha Panthers blieben dran und zeigten sich vor allem aus der Distanz treffsicher. Vier der ersten fünf Dreipunkteversuche der Schwenninger waren erfolgreich und sorgten für die 20:24-Führung Ende des 1. Viertels.

 

Die zweiten zehn Minuten waren von mehreren Führungswechseln geprägt. Nachdem Jena sich dank zwei aufeinander folgender Dreier von Marcus Tyus etwas abgesetzt hatte (31:26), beging Jenas Aufbauspieler Kasey Hill sein drittes Foul. Trainer Frank Menz nahm seinen Playmaker aus dem Spiel und musste mit ansehen, wie die Panthers sich die Führung zurückeroberten. Nach einem Dreier von Chris Frazier erzielte der überragende Courtney Stockard (am Ende Topscorer mit 31 Punkten) innerhalb von zwei Angriffen sechs Zähler. In die Pause gingen die Gäste mit einer verdienten 5-Punkte-Führung (37:42).

 

Nach dem Seitenwechsel kämpfte sich Jena wieder heran und glich die Partie beim Stand von 49:49 aus. Doch Schwenningen fand immer wieder die passende Antwort und konnte sich auf Treffer aus der Distanz von Grant Teichmann, Courtney Stockard und Felix Edwardsson verlassen. Dank ihrer guten Freiwurfquote erzielte Jena viele einfache Punkte und glich die Partie zum Ende des 3. Viertels wieder aus (62:62).

 

Im Schlussviertel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit vielen Führungswechseln. Nachdem Felix Edwardsson die Panthers durch zwei verwandelte Freiwürfe mit 76:81 dreieinhalb Minuten vor Ende in Führung gebracht hatte, wuchs der Druck auf Jena. Zamal Nixon und Kasey Hill zeigten ihre individuelle Klasse und glichen das Spiel wieder aus. Panthers-Trainer Alen Velcic nahm bereits drei Minuten vor Spielende seine letzte Auszeit, um seine Mannschaft nochmal neu einzustimmen. Erneut gingen die Panthers zunächst in Front. Doch Jenas Stephan Haukohl versenkte einen wichtigen Dreier zur 86:84 Führung. Nate Britt zeigte anschließend Nervenstärke und versenkte zwei Freiwürfe zum Ausgleich. Durch gute Verteidigung hatten die Schwenninger die Chance, sich mit dem letzten Wurf den Sieg zu sichern. Doch Britts Wurf verfehlte sein Ziel.

 

In der Verlängerung begannen beide Teams zunächst nervös. Felix Edwardsson, der am Ende mit 19 Punkten seine Saisonbestleistung zweigte, brachte die Schwarzwälder durch Freiwürfe und einen Dreier in Führung. Doch Julius Wolf verwandelte einen wichtigen Dreier für Jena zum Ausgleich. Anschießend brachte Marcus Tyus die Thüringer durch zwei wichtige Körbe auf die Siegstraße. Zwar verkürzte Chris Frazier nochmal auf 95:93. Doch Courtney Stockards Dreipunktewurf verfehlte sein Ziel und die Doppelstädter mussten sich schließlich geschlagen geben.

 

Für die wiha Panthers spielten: Courtney Stockard (31 Punkte), Felix Edwardsson (19), Nate Britt (14), Chris Frazier (9), Rytis Pipiras (6), Robin Jorch (5), Grant Teichmann (3), Ivan Mikulic (3), Jonas Niedermanner (3) und Kevin Bryant.

 

Panthers-Assistenztrainer Aleksandar Nadjfeji resümierte nach Spielende: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht und hatten die Chance, in Jena gewinnen zu können. Aber mit 38% Trefferquote aus der Nahdistanz ist es schwierig, ein Spiel gewinnen zu können. Wir müssen aus diesem Spiel lernen und es das nächste Mal besser machen. Es sind die kleinen Dinge, bei denen wir uns noch verbessern müssen.“

 

Am kommenden Samstag (30.1.) steht für die wiha Panthers Schwenningen das nächste Spiel an. Dann trifft die Mannschaft von Trainer Alen Velcic in Trier auf einen Tabellennachbar und direkten Konkurrenten im Kampf um die Playoff-Ränge.

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: Michael Kienzler

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