Wiha Panthers beziehen eigenes Trainingszentrum

04.04.2022

Die nächste Stufe der Professionalisierung des Basketballs in Villingen-Schwenningen steht unmittelbar bevor. Im August 2022 werden die wiha Panthers ihr eigenes Trainingszentrum beziehen.

 

Parallel zu den Herausforderungen des Ligaalltags in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA stellen die Schwenninger Basketballer die Weichen für die weitere Professionalisierung des Vereins. Nachdem mit dem Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse Deutschlands im Jahr 2019 die Anschaffung von Parkettboden, LED-Banden, Standkörben und die Liveübertragung der Spiele nötig wurden, hat der Basketball-Standort schon bald ein eigenes Trainingszentrum.

 

„Das ist für uns ein großer Schritt in Richtung Professionalisierung“, freut sich Panthers-Trainer Alen Velcic. „Dass wir schon bald jederzeit nach eigener Planung unter besten Bedingungen trainieren können und nicht mehr von der Hallenverfügbarkeit abhängig sind, eröffnet uns sportlich ganz neue Perspektiven. Auf dem Spielniveau, das wir erreicht haben, legen viele Spieler enormen Wert darauf, jederzeit freien Zugang zu einer Basketballhalle zu haben. Das können wir nun endlich anbieten!“ Damit steigt der Basketball-Standort Villingen-Schwenningen in die Reihe ambitionierter Zweitligisten mit eigenem Trainingsdomizil auf und erfüllt gleichzeitig eine Lizenzauflage für die Basketball Bundesliga. Von den aktuellen Zweitligateams verfügen mit Jena, Bremerhaven, Rostock und Quakenbrück nur vier Vereine über ein eigenes Trainingszentrum.

 

Bei der Suche nach einer geeigneten Sporthalle wurden die Verantwortlichen der wiha Panthers in der unmittelbaren Nachbarschaft fündig. Seit 2011 wird in der Gemeinde Königsfeld im Schwarzwald das SoccerCenter VS betrieben. Mit seiner hochwertigen Innenausstattung, der angegliederten Gastronomie und der möglichen Erweiterung der Räumlichkeiten bietet das SoccerCenter VS ideale Grundvoraussetzungen, um den Schwenninger Basketballern als Trainingsdomizil zu dienen. „Seit gut zwanzig Jahren kenne ich den Geschäftsführer Robert Vorih persönlich“, berichtet Panthers-Trainer Alen Velcic. „Ich habe ihn einfach ins Blaue gefragt, ob er sich vorstellen könnte, für unser Basketballteam vor Ort eine permanente Trainingsstätte zu schaffen. Wir haben uns recht schnell darüber verständigen können, dass ein Drittel der bislang als Indoor-Fußballplatz genutzten Fläche zur Basketballhalle umgebaut werden könnte.“

 

Doch dafür sollten die wiha Panthers einen geeigneten Hallenboden anschaffen. In der Schwenninger Geschäftsstelle telefonierten Mitarbeiter sich durch ganz Deutschland auf der Suche nach einem gebrauchten, günstigen und doch hochwertigen Parkettboden. Fündig wurden die Schwarzwälder beim FC Bayern München. Seit Mitte März erfreuen sich die Münchener Basketballer einer brandneuen Spielfläche im Audi Dome. Der bis dahin genutzte Parkettboden, auf dem die Bayern zahlreiche Bundesliga- und Euroleague-Partien absolvierten, wird künftig als Spielfläche im neuen Trainingszentrum der wiha Panthers dienen.

 

„Bayern München hat uns den geschichtsträchtigen Parkettboden zu einem sehr günstigen Preis überlassen und sich auch noch um den Transport gekümmert“, betont Velcic. „Das zeigt, welche Klasse dieser Verein hat! Dass wir unsere Trainings schon bald auf der Spielfläche abhalten können, auf der die besten Basketballer außerhalb der NBA in den letzten Jahren gespielt haben, ist wirklich etwas ganz Besonderes!“

 

Der aus München angelieferte Boden wurde im SoccerCenter VS bereits in der vergangenen Woche verlegt. Bezogen werden soll das neue Trainingszentrum der wiha Panthers dann im August 2022. Bis dahin soll die Trainingshalle auch einen neuen Namen erhalten. „Wir haben schon eine Idee für die Namensgebung, sind aber auch für Vorschläge offen“, berichtet Panthers-Geschäftsführer Michael Krivanek.

 

Bis zur Eröffnung des Trainingskomplexes gilt es für die Doppelstädter jedoch erstmal, die aktuelle Saison 2021/2022 bestmöglich abzuschließen und den Klassenerhalt zu sichern. Da die Artland Dragons als Schwenninger Hauptkonkurrent im Abstiegskampf eine 75:67-Niederlage in Kirchheim kassierten, benötigen die Panthers aus den verbleibenden drei Partien nur noch maximal einen Sieg, um auch in der nächsten Saison wieder in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA spielen zu können.

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: wiha Panthers

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