Wiha Panthers starten mit Auftaktsieg in die ProA-Saison

22.09.2019

Wiha Panthers Schwenningen – VfL Kirchheim Knights 82:76 (22:13, 14:21, 22:26, 24:16).
Den Wiha Panthers Schwenningen ist zur Premiere in der 2. Basketball Bundesliga ProA ein starker 82:76-Auftaktsieg gegen die Kirchheim Knights gelungen. In einem lange Zeit offenen, umkämpften Spiel gelingt es der Mannschaft von Alen Velcic im Schlussviertel in der Verteidigung die Intensität zu erhöhen und so die siegbringende Führung zu etablieren.

Knapp 900 Zuschauer hatten sich am Samstagabend in einer mit neuem Parkettboden, LED-Banden und Standkorbanlagen rundum erneuerten Deutenberghalle eingefunden, um den Saisonstart der wiha Panthers zu erleben. Und das Publikum wurde nicht enttäuscht, sondern erlebte ein bis in die Schlussphase spannendes Spiel, bei dem die Gastgeber im Schlussabschnitt die besseren Entscheidungen trafen.

 

Die Binsenweisheit, dass Basketball ein Spiel der Läufe ist, ist vermutlich genauso alt wie die Sportart selbst. Gerade zu Saisonbeginn, wo die taktischen Abstimmungen noch nicht so gefestigt sind, schleichen sich gelegentliche Schwächephasen ein, die vom jeweiligen Gegner eiskalt ausgenutzt werden. Auch die Zuschauer in der Deutenberghalle erlebten eine Partie, in der das Pendel mit insgesamt sieben Führungswechseln häufig hin und herschlug.

 

Den besseren Start ins Spiel erwischten die Gäste aus Kirchheim. Nachdem Panthers-Neuzugang Sean Lloyd nach wenigen Sekunden die ersten Zähler der Saison erzielt hatte, zeigten sich die Knights treffsicher von der Dreipunktelinie. Nach drei getroffenen Dreiern der Gäste, vier Minuten ohne eigene Zähler und einem 2:9-Rückstand, nahmen die Panthers die erste Auszeit. Trainer Alen Velcic richtete seine Mannschaft neu aus brachte mit Yasin Kolo einen zweiten Big Man in die Partie, der gemeinsam mit Marko Bacak unter den Körben für mehr Stabilität sorgte.  Mit einem 10:0-Lauf drehten die Panthers nun die Partie zur 12:9-Führung und bauten diese unter anderem mit einem Dreier von Kolo weiter aus.

 

Zu Beginn des zweiten Viertels hatten die Schwenninger die Führung auf 12 Punkte ausgebaut (25:13). Doch dann kam ein deutlicher Bruch ins Spiel der Hausherren und der Vorsprung schmolz zusehends. Besonders der für seinen exzellenten Distanzwurf bekannte Erik Durham stellte die Verteidigung der Panthers vor Probleme. Mit zwei getroffenen Dreiern und vier verwandelten Freiwürfen erzielte der 25-jährige Amerikaner 10 Punkte im 2. Viertel und war maßgeblich daran beteiligt, dass die Partie beim Stand von 34:34 wieder ausgeglichen war. Dank eines letzten Treffers von Panthers-Spielgestalter David Dennis gingen die Akteure mit einem 36:34 in die Halbzeitpause.

 

In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel deutlich physischer und umkämpfter. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen und die Führung wechselte hin und her. Der in der ersten Halbzeit noch unter seinen Möglichkeiten spielende Rasheed Moore fügte sich nun besser ins Spiel ein und versenkte einen wichtigen Dreier. Doch Kirchheim antwortet prompt aus der Distanz und erkämpfte sich die Führung zurück. Dank einiger Unkonzentriertheiten der Gäste an der Freiwurflinie wuchs der Vorsprung jedoch nicht zu deutlich an. Der früh mit Foulproblemen belastete Leon Friederici bewies eine ruhige Hand beim Freiwurf und sicherte den 58:60-Anschluss.

 

Zu Beginn des Schlussviertels war die Spannung in der Deutenberghalle deutlich zu spüren. Die Fans wurden immer lauter und auch die Spieler auf dem Parkett mobilisierten noch einmal alle Kräfte für den Schlussspurt. Die Panthers erwischten den besseren Start in den letzten Abschnitt und konnten die knappe Führung bis zum 71:68 behaupten. Kevin Wohlrath hielt die Knights durch wichtige Treffer im Spiel. Bei den wiha Panthers bewies David Dennis in der entscheidenden Phase Führungsqualitäten. Jaren Lewis und Marko Bacak sorgten für weitere Punkte unter den Körben. Und Leon Friederici übernahm in der Crunchtime die Verantwortung. Auch als Knights-Forward Mitch Hahn zwei bärenstarke Dreier aus großer Distanz versenkte, ließen sich die Panthers nicht mehr von der Siegerstraße abbringen und sicherten sich Punkte von Lewis und Freiwürfen von Moore den Heimsieg.

 

Statistik: (Spielzeit/Punkte/Assists/Rebounds)

 

Jaren Lewis (25/14/3/2), David Dennis (29/16/3/2), Sergey Tsvetkov (5/3/1/0), Sean Lloyd (27/6/0/1), Noah Kamdem (2/0/0/0), Kosta Karamatskos (11/2/2/2), Rasheed Moore (24/12/0/3), Leon Friederici (17/10/1/1), Yasin Kolo (26/8/1/8), Marco Bacak (35/11/3/4).

 

Nicht zum Einsatz kam: Filip Kukic, nicht im Kader waren: Junior Searcy und Bill Borekambi (beide verletzt).

 

Dreier: 6:13 (30:48-Prozent), Rebounds: 28:33, Steals: 12:7, Fouls: 19:24, Freiwürfe: 20/24 (83 Prozent/Schwenningen), 13/21 (62 Prozent Kirchheim).

 

TEXT: Manuel Schust / Foto: Michael Kienzler

 

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