Zuversichtlich trotz Niederlage

12.01.2021

Mit einer geschlossenen Teamleistung verlangten die wiha Panthers am vergangenen Samstag dem Tabellenführer aus Rostock alles ab. Trotz der unglücklichen 78:85-Niederlage sind die Schwenninger optimistisch für die kommenden Aufgaben in der BARMER 2. Basketball Bundesliga.

 

Am Spielende schrie Rostocks Topscorer Behnam Yakhchali seine Erleichterung über den Sieg in Schwenningen mit geballten Fäusten heraus. Der Iraner, der von vielen Experten als der beste Spieler der Liga bezeichnet wird, hatte 33 Sekunden vor Ende des Spiels trotz starker Verteidigung der Panthers einen wichtigen Dreipunktewurf verwandelt und seine Mannschaft auf die Siegstraße gebracht.

 

Dass die Schwenninger nicht mehr auf Yakhchalis Dreier antworten konnten, lag auch an zweifelhaften Entscheidungen der Schiedsrichter in der Schlussphase. Beim Spielstand von 78:82 zog Panthers-Spielmacher Nate Britt entschlossen zum Korb und wurde zunächst foulverdächtig bedrängt. Trotzdem gelang es dem Amerikaner einen Korbleger zu platzieren, der in bereits sinkender Flugkurve von einem Rostocker Verteidiger weggeschlagen wurde. Den Regeln entsprechend hätte hier auf „Goaltending“ entschieden und den Panthers zwei Punkte gutgeschrieben werden müssen. Stattdessen landete der Rebound bei Rostocks Rain Veideman, der klar im Aus stehend den Ball aufnahm. Das folgende Foul von Jonas Niedermanner werteten die Unparteiischen dann als unsportlich und für die Beschwerden von Trainer Alen Velcic wurde ein technisches Foul verhängt. Aus den resultierenden Freiwürfen konnten die Rostock Seawolves den Auswärtssieg sicherstellen.

 

Auch einen Tag nach der Niederlage merkt man Alen Velcic die Enttäuschung über die Schiedsrichterentscheidungen an: „Wir haben gegen Rostock ein tolles Spiel gemacht und ich haben der Mannschaft auch gleich nach der Partie gesagt, dass ich wirklich stolz auf sie bin. Die Schiedsrichter waren uns im gesamten Spiel nicht wohlgesonnen. Anhand der Foulverteilung von 27:17 erkennt man ein deutliches Ungleichgewicht. In der Schlussphase ist uns dann durch klare Fehlentscheidungen die Chance genommen worden, uns für die gute Leistung zu belohnen.“

 

Trotz der Enttäuschung über den Spielausgang überwiegt bei den Schwenningern aber die Genugtuung darüber, einem Spitzenteam wie Rostock auf Augenhöhe begegnet zu sein. Der Abgang von Topscorer Shaun Willett, von dem sich die Doppelstädter am Neujahrstag aufgrund disziplinarischer Vorkommnisse getrennt hatten, wurde vom Kollektiv aufgefangen. Jonas Niedermanner erzielte mit 12 Punkten und 10 Rebounds das erste Double-Double der Saison. Auch Center Robin Jorch zeigte seine Saisonbestleistung mit 15 Zählern und 7 Rebounds. „Wir haben gut mitgehalten und viele in unserer Mannschaft übernehmen nach dem Abgang von Shaun Willett noch mehr Verantwortung“, kommentierte Shooting Guard Chris Frazier selbstbewusst im Anschluss an die Partie. „Ich setze darauf, dass wir in diesem Monat noch einige Siege holen werden.“

 

„Auch ohne große Basketballkenntnisse wird jeder erkannt haben, dass wir nach dem Abgang von Shaun eine viel bessere Balance im Team haben“, bringt es Alen Velcic auf den Punkt. „Wir ziehen jetzt alle an einem Strang und die Mannschaft beginnt das umzusetzen, was wir uns von ihr erwarten.“

 

Auch für den bei seinem Debüt punktlos gebliebene Courtney Stockard ist der langjährige Panthers-Trainer voller Lob: „Courtney ist für uns basketballerisch und menschlich ein absoluter Gewinn! Er wird noch etwas Eingewöhnungszeit brauchen, für uns dann aber mit Sicherheit ein absoluter Leistungsträger sein. Er hat im Training einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen, braucht aber noch Spielpraxis nachdem er fast ein Jahr kein professionelles Spiel mehr absolviert hat. Drew Brandon brauchte letzte Saison drei Wochen, bis er bei uns voll integriert war. Ich denke, Courtney wird bei uns sogar noch früher zünden.“

 

Für die Panthers geht es am Wochenende zum Auswärtsspiel nach Quakenbrück. Mit den Artland Dragons haben die Schwenninger noch eine Rechnung offen. Beim Hinspiel in der Deutenberghalle verspielten die Mannschaft in der Schlussphase eine Führung und musste sich mit 66:69 geschlagen geben.

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: Michael Kienzler

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