Trotz Niederlage im Soll

16.03.2021

Eine komplett verschlafene erste Halbzeit, eine phlegmatische Angriffsleistung und schwächelnde Leistungsträger sorgten dafür, dass die wiha Panthers am Samstagabend in Paderborn eine 74:81-Pleite hinnehmen mussten. Trotz des ernüchternden Auftritts befinden sich die Doppelstädter weiterhin in einer guten Ausgangsposition, um erstmals die Playoffs in der zweithöchsten Spielklasse Deutschlands zu erreichen.

 

Die Maspernhalle in Paderborn bleibt kein gutes Pflaster für die Schwenninger Basketballer. Nachdem die Panthers bereits im Vorjahr eine hohe 75:96-Niederlage kassierten, zeigte die Mannschaft von Alen Velcic auch in dieser Spielzeit bei den Uni Baskets eine ihrer schlechtesten Saisonleistungen. „Wir sind selbstgefällig aufgetreten, waren zu phlegmatisch und haben einfach nicht den Willen gezeigt, dieses Spiel unbedingt gewinnen zu wollen“, brachte es der enttäuschte Panthers-Trainer Alen Velcic im Anschluss an die Partie auf den Punkt.

 

Vor allem in der 1. Halbzeit zeigten sich die Schwenninger von ihrer schlechtesten Seite. Die zuletzt so stabil agierende Defensive wirkte in den ersten zwanzig Minuten häufig desorientiert und unorganisiert. Besonders die Verteidigung der Distanzwürfe der Paderborner war miserabel. „Es ist uns in der ersten Halbzeit überhaupt nicht gelungen, das umzusetzen, was wir uns eigentlich vorgenommen haben“, kommentierte Velcic. Immer wieder gelang es den Ostwestfalen, freie Würfe von jenseits der 6,75 Meter herauszuspielen und von dort hochprozentig abzuschließen. Allein im Auftaktviertel netzten die Uni Baskets fünf Distanzwürfe ein und gewannen mit jedem verwandelten Wurf mehr Selbstvertrauen. Gerade gegen ein so wurfstarkes Team wie Paderborn, das ligaweit die zweitbeste Trefferquote aus der Distanz aufweist, dauerte es zu lange, bis defensiv ein besserer Zugriff gelang. So aber spielten sich die Uni Baskets schon früh einen komfortablen Vorsprung heraus und gingen mit einer 13-Punkte-Führung (44:31) in die Halbzeit.

 

Erst nach dem Seitenwechsel kamen die Schwenninger langsam in Tritt und zeigten sich vor allem offensiv verbessert. Nachdem in Durchgang eins vor allem Rytis Pipiras die Offensive der Schwarzwälder getragen hatte, übernahmen nun auch Chris Frazier und Courtney Stockard mehr Verantwortung im Angriff. Trotz verschlafener erster Halbzeit blieben die Panthers dran. Bereits Ende des dritten Viertels verkürzten die Schwenninger den Rückstand auf zwischenzeitlich sechs Zähler (60:54).

 

Ihre große Chance sollten die Neckarstädter in den Schlussminuten der Begegnung erhalten. Im 4. Viertel gelang es den Panthers von der 33. bis zur 38. Minute keinen Feldkorb der Uni Baskets zuzulassen. Paderborn verlor folglich völlig den Rhythmus und kam nur noch durch Freiwürfe zu Punkten. Auch hier ließen die Uni Baskets einige Punkte liegen und zeigten sich zunehmend verwundbar. Defensiv waren die Panthers in den Schlussminuten endlich auf dem Intensitätslevel, das die Mannschaft zu einer der besten Defensivteams der Liga gemacht hat. Doch weiterhin stotterte die Offensive vor sich hin. Der an diesem Spieltag unglücklich agierende Nate Britt und Panthers-Topscorer Courtney Stockard versuchten das Heft in die Hand zu nehmen. Doch die beiden Amerikaner verstrickten sich zu oft in Einzelaktionen. „Wir haben in dieser Phase einfach zu viele schlechte Aktionen im Angriff gezeigt und unsere freien Würfe nicht getroffen“, kommentierte Alen Velcic nach dem Spiel. „Wenn wir hier zwei, drei bessere Entscheidungen in der Offensive getroffen hätten, wäre das Spiel vermutlich anders ausgegangen!“

 

So blieb es aber bei der insgesamt verdienten 74:81-Niederlage der Schwenninger in Paderborn. Trotz des leichten Rückschlags bei den Uni Baskets befinden sich die Panthers weiterhin auf Kurs in Richtung Playoffs. „Mit zwei Siegen aus den vergangenen drei Spielen sind wir weiter voll im Soll“, betont Alen Velcic. „Es fehlen uns jetzt noch ein bis zwei Siege, um die Playoff-Teilnahme sicherzustellen.“

 

Da neben den Panthers auch Trier und Quakenbrück am Wochenende Niederlagen hinnehmen mussten, sind die Schwenninger in der Tabelle nur einen Platz zurückgefallen. Aktuell belegt das Team aus der Doppelstadt mit dreizehn Saisonsiegen Rang sechs. Bei den ausstehenden vier Partien treffen die Panthers dreimal auf Gegner, die in der Tabelle hinter ihnen stehen.

 

Am kommenden Samstag (19:00 Uhr) kann das Team ausgeruht nach Rottenburg zum Schwaben-Derby gegen Tübingen fahren. Die Tigers müssen unter der Woche zwei Partien nachholen und sehen sich deutlich größeren Belastungen ausgesetzt, Die Universitätsstädter haben am Montagabend gegen die Eisbären Bremerhaven eine 87:79-Niederlage kassiert und treffen am Mittwoch auf Nürnberg.

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: Michael Kienzler

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