Taktische Meisterleistung beschert den Panthers den Sieg im Duell um Platz 2

28.01.2019

2. Basketball Bundesliga ProB Süd, 18. Spieltag: Frankfurt Skyliners Juniors – wiha Panthers Schwenningen 65:75 (16:13, 11:17, 10:26, 28:19). Big Points für die Panthers in Mainhattan: Das Schwenninger Team holte am Samstag Abend im Topspiel Dritter gegen Zweiter beim Verfolger zwei eminent wertvolle Zähler, festigte den zweiten Tabellenplatz und hat nun den direkten Vergleich gewonnen. Die Chancen, sich damit mehr Heimrecht in eventuellen Achtelfinal- und Viertelfinalspielen zu sichern, ist rapide gestiegen.

 

„Es sind noch vier Spiele, in denen wir uns dies jetzt nicht mehr nehmen lassen wollen, aber natürlich schauen wir nur Woche für Woche, Spiel für Spiel“, so ein glücklicher Trainer Alen Velcic. Der hatte in Frankfurt ein gutes Näschen, ein glückliches Händchen und wurde am Ende vom Gegner für sein cleveres Coaching gelobt. Schwenningen spielte taktisch sehr diszipliniert, jeder Akteur füllte an diesem Tag seine Aufgabe als Teamplayer aus und so gelang die Rehabilitation für die unerwartete Coburg-Heimniederlage überzeugend und eindrucksvoll zum zwölften Saisonsieg des Aufsteigers. Immerhin hatte das BBL-Farm-Team aus Hessen zuvor acht seiner neun Heimspiele gewonnen, nur gegen Leverkusen verloren. Aus dem nötigen Respekt der Panthers im Vorfeld wurde ein akribisches Abarbeiten gegen einen in beinahe bester Besetzung spielenden Gastgeber. Bei dem fehlten nur die vier U18-Spieler die für das Euroleague-Nachwuchsturnier in München, die abgestellt waren. Dort weilte auch Trainer Sebastian Gleim, wodurch die Hausherren von Co-Trainer Dominik Duclervil gecoacht wurden.

 

Auf dem Frankfurter Pakett erwischten im ersten Viertel zunächst die Gäste den besseren Start und lagen über ein 6:11 in der 7. Minute mit 10:13 noch in Führung. Die Junior-Skyliners drehten dies jedoch in eine 16:13-Führung nach zehn Minuten. Durchgang zwei bekam nun noch mehr Intensität. Was bei den Gästen stimmte: Keine unnötigen Fouls und schnell wieder mehr Spielkontrolle. Aus einem 23:25-Rückstand machten die Schwenninger kurz vor der Halbzeit mit einem 17:11 gewonnenen Durchgang eine knappe 30:27-Pausenführung in einem bis dato Low-Score-Game.

 

Dies änderte sich jedoch nach dem Seitenwechsel. Velcic hatte die Schwachstellen der Hessen längst ausgemacht. Die Panthers variierten ihr Spiel anders. Und zogen nun Punkt um Punkt weg. Lief es Rasheed Moore in den ersten zwanzig Minuten mit nur zwei Punkten noch nicht so gut, drehte er nun auf: Zwei Dreier saßen, einer von Sergey Tsvetkov ebenso – prompt gingen die Schwarzwälder mit einem 15:0-Lauf beim 33:48 in der 26. Minute erstmals mit +15 Zählern auf und davon. 22 Sekunden vor Ende des dritten Viertels sorgte der bärenstarke Bill Borekambi mit einem Sprungwurf und dem 35:56 für die höchste Führung im Spielverlauf (+21). Das mit 26:10 gewonnene Quarter brachte die Gäste auf die Siegerstrasse.

 

Ein lockerer Spaziergang wurde es dennoch nicht: Im Schlussabschnitt versuchte Frankfurt alles und kam Punkt für Punkt näher heran. Der Vorsprung schmolz in der 34. Minute bis auf 51:59 bedrohlich zusammen. Doch näher als diese acht Punkte kamen die Juniors nicht mehr heran. Immer wieder setzten Moore, Borekambi und mit einem Dreier Friederici eiskalte und konzentrierte Nadelstiche.

 

Mit jetzt 12:6-Siegen sind die wiha Panthers für das Knallerspiel am kommenden Samstag um 20 Uhr auf dem heimischen Deutenberg gerüstet – dann gastiert der Tabellenführer, Traditionsclub und deutsche Rekordmeister Bayer 04 Giants Leverkusen in der „Hölle“ des Aufsteigers.

 

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Stimmen zum Spiel:

Alen Velcic (Panthers-Trainer): „Zu unserem Spiel kann ich sagen, dass wir unseren Gameplan hundert Prozent umgesetzt haben diesmal. Wir haben absolut verdient gewonnen. Frankfurt hatte in der zweiten Halbzeit keine Chance das Spiel zu gewinnen. Wir haben richtig gut gespielt an beiden Enden: Defensiv wie offensiv. Die ganze Mannschaft hat hervorragend gearbeitet, jeder hat das gemacht was er soll. Wir haben eine Bombendefense gespielt und den Betonmischer ausgepackt. Es war ein wichtiger Sieg im Kampf um den zweiten Platz, den wir mit Bravour vereidigen konnten.“

 

Dominik Duclervil (Skyliners-Coach): „Gegen die Schwenninger Zone hatten wir unsere Probleme. Im letzten Viertel war es leider zu spät. Die Panthers haben gut rotiert und die Räume eng gemacht. Wir hatten viele Ballverluste. Von uns war es nicht gut. Als wir 21 Punkte im Rückstand waren, wurde es zuviel. Schwenningen hatte einfach sehr gute Qualitäten im Eins-gegen-Eins. Die erste Halbzeit hatte das Spiel richtig Play-Off-Charakter, die Panthers hatten aber eine bessere Tempokontrolle.“

 

Rasheed Moore (Panthers-Topscorer): „Heute hatten wir etwas einen Rollentausch. Ich kam in der ersten Halbzeit nicht so zum Abschluss, mit nur zwei Punkten, aber dafür Bill. In der zweiten Halbzeit wurde etwas besser. Es geht aber in erster Linie immer darum, dass die Mannschaft gewinnt. Ich bin trotzdem zufrieden, zwar waren es nur 15 Punkte, dafür holte ich neun Rebounds, die Bill später verwertet hat.“

 

Bill Borekambi (Panthers-Forward): „Mir lief es heute sehr gut. Aber bei uns ist dies normal, wenn es mal einem Spieler wie Rasheed am Anfang noch nicht so läuft. Da habe ich eben als Teamleader die Führungsrolle übernommen und die Punkte gemacht.“

 

Holger Rohde (Geschäftsstellenleiter): „Es war die perfekte Reaktion auf die Coburg-Niederlage. Unsere Jungs sind als Team aufgetreten und Alen hat taktisch rotieren lassen, besser geht es gar nicht. Es war ein Zeichen unserer Mannschaft: Den zweiten Platz wollen wir behalten und mehr als beim direkten Verfolger dann so souverän die zweite Halbzeit zu bestreiten geht nicht. Großes Kompliment!“

 

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Statistik (Punkte/Assists/Rebounds/Spielminuten):

Bill Borekambi (23/3/6/36), Rasheed Moore (15-4-9/34), Sergey Tsvetkov (11/3/4/30), Leon Friederici (9/0/3/15), Anell Alexis (7/0/1/8), Darius Pakamanis (5/1/1/10), Hannes Osterwalder (4/2/6/26), Abu Abaker (1/8/2/36), Seid Hajric (0/0/0/1).

Beste Werfer Frankfurt: CLarance Elijah (24/5/9/33), Dennis Mavin (14/1/4/36), Aaron Kayser (7/0/10/23), Armin Trtovac (8/0/8/24).

Rebounds (Panthers zuerst genannt): 35:38, Steals: 14:8, Turnovers: 14:19, Fouls: 13:14, Freiwürfe: 9:13 (56:76-Prozent), Dreier: 6:6 (43:24-Prozent).

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