OlWüDa: Tabellenführer ist nun nicht mehr ungeschlagen

18.02.2019

Oberliga Württemberg Damen: BV Villingen-Schwenningen – SG Weinstadt 71 : 56

Soviel sei schon mal im Voraus verraten: der bisherige ungeschlagene Tabellenführer aus Weinstadt hatte nach dem Spiel eine Niederlage auf seiner bisher weißen West. Doch der Reihe nach: aus der Hinspielniederlage bei der SG Weinstadt und der Durchsicht der Statistiken konnte man herauslesen, dass Weinstadt seine Gegner gerne zu Beginn überrennt. D.h. gleich viel Druck machen, viele Schnellangriffe laufen und somit den Gegner dazu zwingen nach dem ersten Viertel einem Rückstand hinterher zu laufen. Trainer Sergey Tsvetkov hatte in den Wochen davor im Training immer wieder spezielle Übungen mit Hinblick auf dieses Spiel durchgenommen und nun war es am Team und an Co-Trainerin Birgit Kälble, dies in die Praxis umzusetzen. Der Trainer selbst war mit den wiha Panthers Schwenningen beim wichtigen Auswärtsspiel und konnte nur in der Ferne auf die Rückmeldung aus Villingen warten. Birgit Kälble setzte zu Beginn auf Spielzüge, die keine Fastbreaks zulassen und auf ein schnelles Team, das den Spieß umdrehen und die Weinstädter unter Druck setzen sollte: Felicia Kälble (Playmaker, sie erzielte bei einer starken Leistung auch noch selbst 18 Puntke), Anja Elbel (19 Punkte und die drei verwandelten Dreier brachen Weinstadt am Ende das Genick) und Michelle Werner (6) als Shooting Guards, dazu Susanne Schmidt (4)) und Anna Adams (sie musste sich ihre 14 Punkte hart erkämpfen und warf 10 Mal von der Freiwurflinie) auf der Centerposition. Die ersten Punkte von Felicia Kälble glich der Gegner noch aus, aber den folgenden 9:0 Lauf sah die Gastgeber vorne, die das erste Viertel auch 19:14 für sich entscheiden konnten. Überhaupt gaben die Baskets diese einmal erzielte Führung nicht wieder aus der Hand und jeder Spielerwechsel gab wieder neue Impulse in der Defense oder Offensive: Imke Weißer (8) zwang die Gegner durch ihre Schnelligkeit und vielen Offensiv-Rebounds in die Rückwärtsbewegung, Natalia Kraft , Hannah Lindner und Birgit Mädge brachten Sicherheit und Ordnung ins Spiel und den Mitspielerinnen die Chance durchzuschnaufen. Christine Schell-Deking (2) stabilisierte die Abwehr und konnte einige schöne Assists verbuchen. So war es nicht verwunderlich, dass man mit einer 11 Punkte-Führung mit 41:30 in die Halbzeitpause ging. Birgit Kälble warnte eindringlich vor einer Trotzreaktion des Gegners, die sicher aufgeheizt in die nächste Spielphase gehen würden. Das gut pfeifende Schiedsrichtergespann unterband aber weitere körperliche Härte und so endete dieser Spielabschnitt zwar punktearm mit 11:10, aber weiter blieben die Gastgeberinnen vorn. Nun sollte das eintreten, was man aus den vergangenen Partien herauslesen konnte: Weinstadt konnte mit einem Rückstand vor dem letzten Viertel nicht umgehen und agierte nervös. Genau in diese intensive Phase des Spiels setzte Anja Elbel ihre gefürchteten Distanzwürfe ins Netz und demoralisierte die Gegner damit. Auch dieses Viertel ging mit 19:16 an die Baskets und so konnte man einen 71:56 Sieg bejubeln und mit den zahlreichen Zuschauern eine La-Ola-Welle zelebrieren. Dem Trainer in der Ferne konnte man so nicht nur die frohe Botschaft vom Sieg senden, sondern auch die Tatsache, dass man damit auch den direkten Vergleich gewonnen hatte, denn das Hinspiel hatte man mit 14 Punkten verloren. Die Reaktion von Sergey Tsvetkov blieb auch nicht aus, dessen erste Reaktion: „wow – unglaublich!“ war, bevor er schrieb: „Ich bin wirklich sehr glücklich, dass ihr Euch für die harte Arbeit in den letzten Trainingswochen so belohnt habt!“
Der Sieg gelang: Anna Adams, Anja Elbel, Felicia Kälble, Natalia Kraft, Hannah Lindner, Birgit Mädge, Christine Schell-Deking, Susanne Schmidt, Imke Weißer, Michelle Werner und Co-Trainerin Birgit Kälble.

Laden Sie sich die Panthers App herunter! Ein muss für jeden Fan.