Sieg erst nach dem SECHSTEN Spielabschnitt eingefahren

28.01.2019

Oberliga Württemberg Frauen: TSV Malmsheim – BV Villingen-Schwenningen 83. 89 n.V.

So nervenaufreibend hatte sich weder der Trainer, noch das Team die Begegnung gegen die Mannschaft vom TSV Malmsheim vorgestellt. Doch der Reihe nach: gleich ein Korb von Michelle Werner in der 1. Minute läutete eine gute Phase der Baskets ein, so dass man sich mit 1:9 einen kleinen Vorsprung herausgearbeitet hatte. Zwar musste man einige erfolgreiche Abschlüsse der gut aufspielenden gegnerischen Aufbauspielerin hinnehmen, aber trotzdem befand man sich mit 7:17 auf einem guten Weg, bevor es zu einem leichten Einbruch kam, so dass man beim Stande von 15:17 in die erste Viertelpause ging. Trainer Sergey Tsvetkov stellte sein Team in der Defense neu ein, doch der Faden war erst einmal gerissen und erst beim Stande von 31:21 kam man mit einem 7:0 Lauf wieder auf 31:28 heran, was gleichzeitig den Halbzeitstand bedeutete. Trainer Tsvektov forderte sein Team auf, sein Können abzurufen, mit intensivem Spiel den Gegner zu entmutigen und genau diese Vorgabe setzten die Gäste um und kamen mit einem 8:0 Lauf aus der Kabine. Statt dem hart erarbeiteten Vorsprung rannten die Gastgeberinnen nun einem Rückstand hinterher und konnten aber mit 43:50 vor dem vierten Viertel noch in Schlagdistanz bleiben, da ihnen einige unkontrollierte Nachwürfe gelangen. Nun wurde es spannend, denn kein Team konnte sich absetzen und so kam es zu einem Nervenspiel von der Freiwurflinie in den letzten Minuten der regulären Spielzeit. Die Baskets ließen einige Chancen liegen und mit diesem Hintergrund ging in der 40ten Minute beim Stande von 66:64 Susanne Schmidt an die Freiwurflinie. Die gute Freiwurfschützin netzte beide Versuche ein und der letzte Angriff von Malmsheim wurde abgefangen, also 66:66, was im Basketball gleichbedeutend ist mit 5 Minuten Overtime. Zu diesem Zeitpunkt waren beide Teams wegen persönlicher Fouls nicht mehr vollständig und beide Centerspielerinnen der Baskets mit 4 Fouls stark gefährdet, was die Sache nicht einfacher machte. Wieder legte Malmsheim den Grundstein für einen Sieg und führte in der 45. Minute mit 78:74, doch Anna Adams war es, sie wurde am Ende mit 32 Punkten uneingeschränkte Top-Scorerin der Partie, die mit zwei verwandelten Sprungwürfen zum 78:78 ausgleichen konnte. Also erneut 5 Minuten Overtime. Nun stand das Spiel kurz vor dem Abbruch, da ein Schiedsrichter mehrfach vom Publikum extrem beleidigt wurde, aber die Hallenaufsicht konnte den Mann überzeugen, die Halle zu verlassen und das Spiel ging weiter. Das Geschenk der zweiten Verlängerung wollten die Baskets nun nicht ungenutzt verstreichen lassen und spielten nochmals Mannverteidigung über das komplette Spielfeld, was umgehend Wirkung bei den nachlassenden Gastgeberinnen zeigte. Zwei, drei Ballgewinne durch Felicia Kälble (starke 26 Punkte steuerte sie am Ende zum Spiel bei), Anja Elbel (12 Punkte) traf ihren zweiten Dreipunktewurf und der letzte verzweifelte Dreier der Gegner in der 50. Minute, beim Stande von 89:80, war nur noch Kosmetik, denn mit 83:89 entführten die Baskets die Punkte nach der zweiten Overtime. Trainer Sergey Tsvetkov war ob des Sieges zufrieden, aber über die Art und Weise nicht unbedingt glücklich und bescheinigte seinen Damen: „Ihr habt Charakter gezeigt und bis zum Ende nicht aufgegeben, aber das ist nicht die Spielweise, die ich mir vorstelle, ihr habt deutlich mehr Potential!“
Mit dabei in Malmsheim waren: Anna Adams, Naja Elbel, Felicia Kälble, Birgit Mädge, Christine Schell-Deking, Susanne Schmidt, Imke Weißer und Michelle Werner.

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