Rumpftruppe verliert nach großem Kampf

07.01.2022

Die wiha Panthers haben das erste Heimspiel des Jahres 2022 nach großem Kampf unglücklich mit 55:74 gegen Medipolis SC Jena verloren. Ohne Spielmacher David Cohn kämpften sich die Schwenninger nach Fehlstart in die Partie zurück, mussten sich aber am Ende geschlagen geben.

 

Wiha Panthers Schwenningen – Medipolis SC Jena 55:74 (9:24, 27:23, 12:8, 7:19)

 

Weiterhin will das Verletzungspech bei den wiha Panthers nicht aufhören! Nachdem Chris Frazier (Schulterverletzung), Till Isemann und Lennard Larysz (gesundheitliche Gründe) bereits seit einigen Wochen nicht eingesetzt werden können, hat sich nun auch Panthers-Point Guard David Cohn in die Riege der Verletzten eigereiht. Der 26-jährige Spielmacher musste beim Heimspiel gegen Jena aufgrund einer Fersenverletzung aussetzen.

 

Mit nur acht einsatzfähigen Spielern zeigten die Doppelstädter ein kämpferisch ansprechendes Spiel, konnten sich am Ende aber nicht für die zwischenzeitliche Aufholjagd belohnen.

 

Panthers-Trainer Alen Velcic schickte durch den Ausfall von David Cohn eine veränderte Startformation aufs Parkett der Deutenberghalle. Mit Neuzugang Waverly Austin, Leon Hoppe, Adrian Bergmann, Raiquan Clark und Quatarrius Wilson entschied sich der Head Coach für eine große Lineup. In den ersten Minuten der Partie wurde bereits deutlich, dass Raiquan Clark, dem die Rolle des ballführenden Spielers in der Abwesenheit Cohns zugedacht war, sich zu viele Ballverluste leistete. Allein viermal verlor der Topscorer der Schwenninger das Spielgerät in den ersten zehn Minuten. Hieraus und aus der löchrigen Verteidigung der Doppelstädter resultierten viele einfache Zähler für die Gäste, die sich zudem sehr treffsicher aus der Distanz zeigten. Mit einem deutlichen 9:24 ging es in die erste Viertelpause.

 

In den zweiten zehn Minuten stabilisierten sich die wiha Panthers zunehmend offensiv und verkürzten den Rückstand durch Punkte von Adrian Bergmann und Grant Sitton (17:30). Jena fand wieder aus der Distanz in die Spur und netzte durch Brauner und Wolf ein. Grant Sitton verwandelte zwei Dreipunktewürfe in Folge und verhalf den Schwenningern zu einem 10:0-Lauf (28:34). Doch die Gäste aus Thüringen konnten sich in dieser Phase auf Stephan Haukohl verlassen und blieben bis zum Ertönen der Halbzeitsirene zweistellig vorne (36:47).

 

Nach dem Seitenwechsel änderte sich der Rhythmus des Spiels. Angeführt von Kelvin Okundaye, der sein bislang bestes Spiel im Panthers-Trikot machte und den Ausfall von David Cohn halbwegs kompensieren konnte, kämpften sich die wiha Panthers zurück in die Partie. Vor allem defensiv gelang es den Doppelstädtern nun die entscheidenden Impulse zu setzen. Jena tat sich zunehmend schwerer und erzielte im gesamten 3. Viertel lediglich acht Zähler. So stark die Verteidigung der Panthers aber auch war, offensiv tat sich das Team weiter schwer und verkürzte den Rückstand nur langsam (48:55).

 

Im Schlussviertel war es dann aber endlich so weit: Die Mannschaft hatte sich Stück für Stück in einem kampfbetonten Spiel wieder in Schlagdistanz gebracht. Auch die 336 Zuschauern in der Deutenberghalle sorgten für eine gute Stimmung und unterstützten die Schwenninger lautstark. Waverly Austin versenkte sechseinhalb Minuten vor Spielende zwei Freiwürfe und brachte sein Team beim Heimdebüt auf zwei Punkte ran (54:56). Doch während bei Medipolis SC Jena nun die individuelle Stärke einzelner Spieler zum Tragen kam, leisteten sich müde Schwenninger Spieler zu viele kleine Fehler. Ex-Bundesligaspieler Brandon Thomas versenkte ganz wichtige Würfe für die Thüringer. Jena beendete die Partie mit einem 18:1-Lauf und kam so zu einem nicht unverdienten Sieg. Das 55:74-Endergebnis gibt den Verlauf der Partie allerdings nicht gut wieder.

 

Für die wiha Panthers spielten: Grant Sitton (14 Punkte), Waverly Austin (9), Raiquan Clark (9), Kelvin Okundaye (6), Leon Hoppe (6), Quatarrius Wilson (5), Adrian Bergmann (4) und Malik Kudic (2).

 

Bereits am kommenden Dienstag (14.1., 19:30 Uhr) kommt es zum erneuten Aufeinandertreffen beider Teams. Dann reisen die wiha Panthers nach Thüringen und wollen in der Sparkassen-Arena Jena Revanche nehmen.

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: Michael Kienzler

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