Rostock kommt zum Nord-Süd-Duell

22.11.2019

Am Samstag (23.11., 20 Uhr) kommt es am 12. Spieltag der Barmer 2. Basketball Bundesliga ProA zum Nord-Süd-Duell zwischen den wiha Panthers und den Rostock Seawolves. In der Begegnung der am weitesten voneinander entfernten Standorte im deutschen Profibasketball geht es für beide Teams darum, durch einen Sieg den Anschluss an die Playoff-Plätze wahren zu können.

 

Reisen in den hohen Norden sind den wiha Panthers seit der letzten Saison bestens bekannt. Zu den Auswärtsspielen in Wedel und Bremerhaven haben die Schwenninger Basketballer knapp 800 Kilometer zurückgelegt. Wenn Rostock und Schwenningen aufeinandertreffen, müssen sogar 950 Kilometer Distanz bewältigt werden.

 

So weit die beiden Mannschaften geographisch auch auseinanderliegen, aktuell weisen die wiha Panthers und die Rostock Seawolves die identische Bilanz von drei Siegen aus den ersten zehn Spielen auf. Dass man trotzdem nicht unmittelbarer Tabellennachbar ist, sondern Schwenningen momentan auf Platz 10 steht und Rostock nur Rang 15 einnimmt, ist dem direkten Vergleich geschuldet, bei dem die wiha Panthers mit den anderen punktgleichen Teams die Nase vorn haben. Nachdem in der ProA ein Drittel der Spiele absolviert worden sind, deutet sich bereits an, dass sich in dieser Saison zwischen den Playoff-Plätzen und den Abstiegsrängen ein enger Kampf in einem breiten Mittelfeld anbahnt. Umso wichtiger sind die Partien gegen die unmittelbaren Konkurrenten.

 

„Für beide Mannschaften ist das Spiel sehr wichtig“, unterstreicht auch Panthers-Trainer Alen Velcic den Stellenwert der Partie. „Rostock hat eine starke Mannschaft und zuletzt eine bittere Heimniederlage gegen Ehingen hinnehmen müssen. Die Seawolves werden sicher hochmotiviert sein und es uns sicher nicht leicht machen.“

 

Nach dem misslungenen Saisonstart hat man in Rostock schnell reagiert und sich nach nur fünf Einsätzen von Spielmacher Chase Griffin getrennt. Mit Tony Hicks präsentierten die Seawolves schnell einen alten Bekannten. Denn der 25-jährige Amerikaner hat bereits in der vergangenen Saison die Fäden im Aufbau der Rostocker gezogen und dort die Mannschaft bis in die Playoffs geführt. Dort unterlagen die Hansestädter im Viertelfinale dem späteren Meister aus Hamburg. Die Playoffs stellen für die Seawolves wieder das erklärte Saisonziel dar. Doch die an vielen Schlüsselstellen neu zusammengestellte Mannschaft lässt es noch an Konstanz mangeln. Bereits zweimal in dieser Saison verspielte die Mannschaft von Trainer Milan Skobajl einen 17-Punkte Vorsprung. Auch von der letztjährigen Auswärtsstärke ist mit nur einem Sieg aus fünf Begegnungen wenig übriggeblieben.

 

Als konstantester Spieler des Kaders zeichnet sich aktuell Center Kalidou Diouf aus, der durchschnittlich 15,6 Punkte und 6 Rebounds auflegt. In bislang allen Spielen konnte der gebürtige Heidelberger zweistellig punkten. Angeführt wird die Rostocker Mannschaft von Kapitän Martin Bogdanov, der das Spiel organisiert und durchschnittlich die meisten Minuten auf dem Parkett steht.

 

Panthers-Trainer Alen Velcic blickt auf eine gute Trainingswoche zurück, in der die Weichen für die weitere Entwicklung des Kaders neu gestellt wurden. Durch die Verpflichtung von Ivan Mikulic ergeben sich für die wiha Panthers taktisch ganz neue Optionen. Der 28-jährige Kroate wusste bereits in seinen ersten Trainingseinheiten spielerisch und menschlich zu überzeugen. „Man merkt Ivan sofort seine gute basketballerische Grundausbildung an“, zeigt sich Velcic beeindruckt vom Neuzugang. „Er ist ein typischer Balkan-Aufbauspieler, der sehr erfahren ist und genau weiß, was er auf dem Feld machen muss. Dazu ist er ein sehr offener Typ, der gleich auf alle seine neuen Mitspieler zugegangen ist und sich prima eingefügt hat.“

 

Alen Velcic erwartet ein enges Spiel, in dem „Tagesform und auch der Heimvorteil den Unterschied machen können“. Verzichten müssen die Schwenninger auf ihren Kapitän Kosta Karamatskos, der nach seiner Knöchelverletzung noch nicht wieder einsatzfähig ist. Ansonsten steht der komplette Kader zur Verfügung.

 

Tickets für das Spiel sind – wie üblich – über den Online-Ticketshop jederzeit bequem bestellbar oder an der Abendkasse zu erwerben. Wer das Spiel nicht in der Halle verfolgen kann, darf sich auf die Live-Übertragung von Airtango freuen, bei der Matthias Busse und Manuel Schust kommentieren.

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: Michael Kienzler

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