Raubkatzenduell am Deutenberg – wer hat die schärferen Krallen?

08.11.2018

 

8. Spieltag der 2. Basketball Bundesliga ProB Süd: Wiha Panthers Schwenningen – Löwen Erfurt (Sonntag, 17.30 Uhr). Im vierten Heimspiel der Saison gibt es am Sonntag Nachmittag das Raubkatzen-Duell am Deutenberg: Panthers gegen die Löwen. Wer hat die schärferen Krallen?

Der noch junge Erfurter Trainer Florian Gut (30) hatte mit seinem Team keinen leichten Start in die Saison. Aller Anfang ist schwer: Erfurt legte mit fünf Niederlagen zum Auftakt einen Fehltritt hin und kam erst langsam in Schwung. Doch in den letzten beiden Partien platzte der Knoten: Erst siegten die Löwen im Kellerduell beim BBC Coburg mit 77:76. Danach folgte am vergangenen Wochenende der erste Heimsieg gegen die Gießen 46ers mit 85:83. Zwei knappe Siege die jedoch zeigen, dass bei den Thüringern in engen Spielphasen das Nervenkostüm durchaus stimmt. Mit derzeit 2:5-Siegen und dem 8. Platz stünden die Löwen auf einem Play Off-Platz. „Sie werden selbstbewußt und motiviert in den Schwarzwald reisen“, rechnet Panthers-Coach Alen Velcic mit heftiger Gegenwehr.

Der sehr junge Spielerkader (12 Akteure) mit zahlreichen Youngster der Jahrgänge 2000 (5), 1999/98 (4) ist eigentlich locker eine U20-Mannschaft. „Dies ist auch unsere Philiosphie, am Standort Erfurt mit jungen deutschen Spielern in der ProB etwas aufzubauen. Hier bekommen sie Spielpraxis und können sich entwickeln“, freut sich Gut auf die Zusammenarbeit mit seiner jungen Rasselbande. Sieben Spieler aus dem Gotha I-Team wurden übernommen. Die hat neben den zehn Lokal Playern nur zwei Ausländer im Team: Den US-Amerikaner Robert Franklin (37), der schon letzte Saison beim Vorgänger- und Regionalligameisterteam Gotha II spielte und den Altersschnitt etwas anhebt, sowie den Kroaten Pavle Danolovic (19). In Schwenningen können die Gäste ohne Druck locker und befreit aufspielen. Und sie werden den Panthers versuchen das Leben schwer zu machen. Somit dürften die Hausherren keinen Spaziergang antreten können.

Die Hausherren haben unterdessen mit Personalsorgen zu kämpfen und verloren in München nach desolatem letzten Viertel: „Leider sind nicht alle Spieler fit, was unseren Kader dezimiert“, so Trainer Alen Velcic. „Das Ziel ist dennoch klar: Wir wollen den sechsten Sieg und unser Ziel, die Play Offs, weiter forcieren. Die schlechte Quote in München passiert. Dieses Spiel ist aus den Köpfen abgehakt und ich bin überzeugt meine Spieler werden eine entsprechende Reaktion gegen Erfurt zeigen.“

Forward Bill Borekambi wird mit einer Rückenverletzuung nach dem MRT in dieser Woche zu 99 Prozent allerdings nicht spielen können. Kapitän Kosta Karamatskos schleppt sich seit Wochen mit Oberschenkel-Problemen herum und Hannes Osterwalder zog sich im Training eine Blessur an der Hand zu. „Es wird sicherlich ein spannendes und enges Spiel“, erwarten die Schwenninger angesichts der guten Stimmung im Verein und im Umfeld der Stadt, die Basketball gerade immer mehr als Actionsport entdeckt, wieder zwischen 700 und 800 Fans in der Halle. „Wenn man es mit dem Vorjahr vergleicht, als trotz der Erfolge am Anfang nur 300 bis 400 Leute kamen, haben wir jetzt in diesem wunderschönen Herbst in unserer Region geradezu sensationelle Zahlen. Die Schlechtwetterphase und Fußballpause kommt erst noch“, rechnet Geschäftsstellenleiter Holger Rohde spätestens ab Dezember sogar mit vierstelligen Besucherzahlen.

 

FOTO: Bill Borekambi plagen heftige Rückenschmerzen. Er wird seinem Team gegen Erfurt nicht zur Verfügung stehen.

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