Quer durch die Republik nach Rostock

26.03.2021

Am 28. Spieltag steht in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA für die wiha Panthers die längste Auswärtsfahrt im deutschen Profibasketball auf dem Programm. Die Schwenninger Basketballer legen hierfür über 900 Kilometer zurück, um am Sonntag (16:00 Uhr) beim Top-Team Rostock Seawolves anzutreten.

 

Der vergangene Spieltag verlief ganz nach dem Geschmack der wiha Panthers. Während man trotz durchwachsener Leistung einen schließlich souveränen 77:66-Sieg im Derby gegen Tübingen feiern konnte, patzte die Konkurrenz. Die Kirchheim Knights musste sich in Hagen knapp geschlagen geben und die Gladiators Trier kassierten als ärgster Verfolger der Top 8 ihre dritte Niederlage in Folge. Mit dem 14. Saisonsieg stehen die Schwenninger Basketballer aktuell auf Rang 6 in der Tabelle und haben das Tor in Richtung Playoff-Teilnahme ganz weit aufgestoßen. „Wir haben in Tübingen nicht gut gespielt, aber am Ende doch einen Weg gefunden, das Spiel für uns zu entscheiden“, resümierte Panthers-Trainer Alen Velcic nach der Partie. „Im Lauf einer langen Saison gibt es solche Spiele und es ist auch eine Qualität, dann trotzdem zu siegen.“

 

Um die Playoff-Teilnahme sicherzustellen fehlen den wiha Panthers nur noch wenige Punkte. Da Trier und Karlsruhe auf den Verfolgerrängen noch einige Nachholspiele zu absolvieren haben, sind die Doppelstädter gut beraten, nicht auf Rechenspiele zu setzen, sondern weiter von Spiel zu Spiel zu denken. Die nächste Aufgabe wartet für die Schwenninger am anderen Ende der Republik bei den Rostock Seawolves.

 

Das im Januar in Villingen-Schwenningen ausgetragene Hinspiel verloren die Panthers unglücklich mit 78:85. Damals dominierte Rostocks iranischer Nationalspieler Behnam Yakhchali in der Schlussphase und sicherte seinem Team den knappen Sieg. Seither haben die Seawolves einige Verletzungsprobleme zu beklagen gehabt. Unter anderem fällt Yakhchali seit Januar verletzt aus. Doch Rostock hat auf die jeweiligen Ausfälle prompt reagiert und mit Trevor Lacy und Tyler Nelson qualitativ hochwertige Nachverpflichtungen präsentiert. Durch die vielen Umstellungen im Kader haben die Seawolves zwischenzeitlich einige Partien verloren. Zuletzt zeigte sich die Mannschaft von Trainer Dirk Bauermann mit sechs Siegen in Folge wieder deutlich stabilisiert und steht derzeit auf Rang 1 im Tableau.

 

Die Hansestädter zählen zu den Topfavoriten auf die Meisterschaft in der ProA und streben mit ihrem starken Kader den Aufstieg in die Basketball Bundesliga an. In der Offensive können die Seawolves sich auf mehrere Akteure verlassen: Neben Yakhchali (19,5 Punkte) und Lacy (17,0) erzielen insgesamt acht weitere Spieler durchschnittlich mindestens 8 Zähler. Vor allem aus der Distanz sind die Rostocker brandgefährlich und weisen mit 39,4% die ligaweit beste Trefferquote auf. Kein anderes Team der Liga passt zudem so gut auf den Ball auf wie die Ostseestädter, die mit durchschnittlich 11,6 Ballverlusten Ligaspitze sind.

 

„Wir sehen das Spiel in Rostock nicht als Wochenendausflug, sondern fahren dort hin, um die Seawolves an ihre Grenzen zu bringen und das Spiel zu gewinnen. Dabei können wir ganz entspannt in die Partie gehen und dort eigentlich befreit aufspielen“, kommentiert Panthers-Trainer Alen Velcic. „Wir haben uns unter der Woche gut auf das Spiel vorbereitet und sind optimistisch, dort ein gutes Spiel zu zeigen.“

 

Für Chris Frazier und Kevin Bryant bedeutet das Spiel in Rostock eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Frazier spielte von 2017 bis 2019 für die Seawolves und stieg 2018 mit den Hansestädtern in die ProA auf. Bryant absolvierte 2019 neun Partien für Rostock.

 

Der Sprungball in der StadtHalle Rostock findet am Sonntag, den 28. März um 16:00 Uhr statt. Erneut wird die Partie LIVE und kostenlos beim Streamingpartner SportDeutschland.tv übertragen.

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: Miclas Haasis

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