Panthers weiter im Siegermodus

15.10.2018

RheinStars Köln – wiha Panthers Schwenningen 65:72 (13:15, 12:16, 11:20, 29:21). Die unglaubliche Erfolgsgeschichte der Panthers nimmt kein Ende: Das Team von Trainer Alen Velcic nahm die Hürde in der Domstadt und rangiert gemeinsam mit dem deutschen Rekordmeister Bayer 04 Leverkusen weiter ganz oben an der Tabellenspitze.

Wieder hatte Trainer Alen Velcic einen genauen Matchplan, der bereits bei der Vorbereitung begann: „Wir waren 8,5 Stunden Anreise mit dem Bus lange unterwegs. Mit war wichtig, dass wir am Vortag schon in Köln waren. Training, ein schöner Stadtbummel, ausgeruht ins Spiel gehen, es hat sich alles bezahlt gemacht. Ganz klar: Wären wir direkt aus dem Bus in die Halle – wir hätten dieses Spiel ganz klar verloren. Ohne Wenn und Aber.“ Klare Worte. Die Kleinigkeiten entscheiden solche Partien gegen einen Gegner, der nach drei Niederlagen mit dem Rücken zur Wand stand. Die Panthers waren von Beginn an fokussiert und setzten die junge Kölner Mannschaft mit ihrer aggressiven Defense mächtig unter Druck.

 

1. Viertel: Über eine schnelle 4:0-Führung von Rasheed Moore zogen die Gäste bis zur 7. Minute auf 13:4 weg. Köln traf fast drei Minuten lang keinen Korb. Durch einen 7:0-Run kamen die Hausherren jedoch wieder zurück ins Geschehen. Bis zum 15:13 der Panthers nach den ersten zehn Minuten blieb es eng.

 

2. Viertel: Angefeuert vom lautstarken Publikum kamen die RheinStars durch zwei Freiwürfe des US-Amerikaners Tucker Hamyond, der mit 19 Punkten bester Werfer seines Teams war, zum 15:15, Kosta Karamatskos antwortete direkt mit einem Dreier. In der 13. Minute hatten die Hausherren die Partie mit 19:18 allerdings erstmals gedreht – es sollte die einzige Führung in den gesamten 40 Minuten bleiben. Schwenningen behielt die Ruhe und war schnell wieder Herr der Lage. Ein Zwischenspurt mit 9:0 zum 27:19 brachte die Panthers in die Spur. Sergej Tsvetkov trumpfte in dieser Phase mit fünf Punkten auf. Er traf nur 17 Sekunden nach seiner Einwechslung, warf in 48 Sekunden fünf Punkte in Serie. Ein herrlicher Dunking von Hannes Osterwalder zum 20:31 in der 19. Minute brachte die Gäste langsam auf die Siegerstraße, obwohl Köln noch zum 25:31 verkürzte. Die bärenstarken Schwenninger Defense ließ in der ersten Halbzeit wenig zu.

 

3. Viertel: Nach dem Seitenwechsel war es zwischen Minute 21 und 30 die vorentscheidende Phase, in der die Gäste wegzogen. Über ein 42:29 (24.) mit 48:30 (27.) zur höchsten Führung mit 18 Punkten. Das Manko in dieser Phase: Keine offenen Treffer und zu der schlechten Dreierquote kamen noch unzählige Fehlversuche bei den Freiwürfen. Dennoch baute die Velic-Fünf mit einem 20:11 die Führung auf 51:36 aus.

 

4. Viertel: Die Schwenninger ließen sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. Aufmerksam und im richtigen Moment selber treffend konterten die Panthers den Ansturm der Kölner. Bei denen machte Yasin Kolo ein Double-Double mit zehn Punkten und zehn Rebounds. An dieser Ausbeute schrammte Rasheed Moore mit seinen starken 21 Körben und neun Rebounds nur knapp vorbei. Die Gastgeber kämpften und trafen indes mehrere Dreier in Serie. Aus einem 57:39 (32.) schmolz das Ergebnis bedrohlich auf nur noch fünf Punkte zusammen (63:58/35.), nachdem Haymond wieder einen Dreier versenkte. In der Schlussphase behielten die Velcic-Schützlinge mit kleiner Rotation die Nerven – und plötzlich gingen die vielen Freiwürfe auch wieder in den Kölner Korb: Rasheed Moore und Bill Borekambi brachten die Panthers mit ruhiger Hand auf 58:66 weg (38.) und zur Krönung sorgte dann Moore 59 Sekunden vor der Schlusssirene mit einem Aley Oop-Dunk zum 58:70 für betretene Gesichter auf Kölner Seite. Den Schlusspunkt durften tapfere Kölner durch einen Buzzer-Dreier von Thomas Michel zum Endstand setzen, die über das gesamte Spiel gesehen gegen konsequente Schwenninger letztlich chancenlos waren.

 

Stimmen:

Alen Velcic (Panthers-Trainer): „Unser Sieg war absolut verdient. Entscheidend war, dass wir nach 8,5 Stunden Fahrt schon am Vortag anreisten, um ausgeruht in die Partie zu gehen. Das war nicht einfach, weil die Halle eine laute Hölle war. Es waren sicher 700-800 Fans und der Kölner Fan-Club hat mächtig Radau gemacht. Aber wir lagen ständig in Führung. Leider haben wir es nicht geschafft, über die 20 Punkte wegzuziehen, weil unsere Freiwurfquote und die Dreierquote katastrophal schlecht waren.“

Matt Dodsen (RheinStars-Trainer): „Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir den ersten Saisonsieg nicht geschafft haben. Wir haben uns viel vorgenommen und alles probiert gegen eine starke Schwenninger Mannschaft. Am Ende war der Gästesieg verdient. Ein Lob an Schwenningen: Wir haben noch nie gegen eine so hart verteidigende Mannschaft gespielt.“

Kosta Karamatskos (Panthers-Kapitän): „Das Ergebnis war knapper als das Spiel war. Wir hätten Köln auch mit +20 schlagen können. Leider haben wir es nicht geschafft, den Deckel oben draufzumachen. Im letzten Viertel hat Köln extrem gut getroffen, wir hatten über 40 Minuten insgesamt eine schlechte Quote. Zum Glück waren die wichtigen am Ende drin. Ein Dank an unseren Physio Vladimnir Reisich, der mich wieder hundert Prozent fit bekommen hat.“

Rasheed Moore (Panthers-Korbjäger): „Ich bin wirklich glücklich, dass wir wieder gewonnen haben. Die ersten drei Viertel haben wir extrem gut verteidigt und waren immer in Führung.“

Holger Rohde (Geschäftsstelleleiter): „Ich bin stolz auf unseren Trainer und die Jungs: Was Alen und die Spieler seit August leisten ist sensationell. Wir wissen welches Potential wir haben. Doch entscheidend ist, was das ganze Team derzeit Woche für Woche daraus macht. Und in Köln zu gewinnen war kein Selbstläufer.“

Stephan Beack (Geschäftsführer RheinStars): „Schwenningen hat eine starke Mannschaft die sehr gut verteidigt. Man hat heute gesehen, dass sie mehr Erfahrung haben als unsere junge Truppe.“

 

Statistik Panthers:

Rasheed Moore (21 Punkte-1 Asists-9 Rebounds), Leon Friederici (16-1-2), Bill Borekambi (14-1-9), Sergej Tsvetkov (9-0-3), Kosta Karamatskos (5-8-3), Seid Hajric (4-1-6), Hannes Osterwalder (2-0-1), Abu Abaker (1-1-0), Darius Pakamanis (0-1-3), Dion Braimoh (0-0-0).

 

Beste Kölner Werfer: Tucker Haymond (19-5-6), Filip Kukic (14-5-3), Yasin Kolo (10-3-10).

Freiwürfe (Panthers zuerst genannt): 59 (16 von 27) Prozent: 64 (14/22)

Dreier: 2:7, Rebounds: 40:42, Turnovers: 12:14, Steals: 9:4, Fouls: 17:22.

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