Panthers waren den Heimnimbus

18.11.2018

Schwenningen besiegt Frankfurt Skyliners mit 68:48 und klettert auf den zweiten Tabellenplatz

Basketball Bundesliga ProB Süd, 9. Spieltag: wiha Panthers Schwenningen – Frankfurt Sykliners Juniors 68:48 (18:7, 16:18, 21:11, 13:12). Unglaublich aber wahr: Der Aufsteiger aus dem Schwarzwald rockt zusammen mit Tabellenführer Bayer 04 Leverkusen (18:0-Punkte) die Liga und klettert nach dem Sieg im Topspiel auf den zweiten Platz.

 

Die 850 begeisterten Fans in der Deutenberghalle hatten mehrere Gründe, sich zu freuen: Zum einen die Heimstärke. Fünftes Spiel, fünfter Sieg – die eigene Halle ist eine echte Festung. Grund Nummer zwei: Meister Elchingen verlor das Derby gegen Ulm und somit konnten die Jungs von Trainer Alen Velcic beide Kontrahenten mit 7:2-Siegen (14:4-Punkten) in der Tabelle überholen. Die Play Offs sind schon bis Weihnachten vorzeitig zum greifen nahe. „Wir freuen uns riesig, dass wieder so viele Zuschauer an einem Sonntag Spät-Nachmittag gekommen sind und uns toll anfeuern. Es war heute kein schönes Spiel, aber wir haben es am Anfang gut gemacht und am Ende ein Rezept gefunden, dass Frankfurt uns nicht mehr gefährlich werden konnte. Unter dem Strich zählt wieder der nächste Sieg der uns unseren Zielen ein Stück näher bringt,“ so Velcic.

 

Kameraschwenk auf das Spielfeld: Wie kam es zu dem hohen Sieg mit +20 Körben Abstand und der sensationellen Defenseleistung, die in 40 Minuten nur 48 gegnerische Punkte zugelassen hat? Zum einen sicherlich, weil die Hessen ersatzgeschwächt aufliefen. Dreier ihrer besten und wichtigesten Spieler fehlten. Fraport-Trainer Sebastian Gleim erläuterte diese Umstände: „Richard Freudenberg hatte diese Woche international und BBL gespielt und viel Einsatzzeiten bekommen“, so der Coach. Dazu fehlte Center Armin Trtovac und der US-Amerikaner John Roach. „Das Trio hat uns gefehlt und deswegen war mir schon nach drei Minuten klar, dass wir hier heute nichts werden ausrichten können.“

 

Eben nach den ersten 180 Sekunden führten die Panthers nach einem fulminanten Start mit 9:0. Es dauerte sage und schreibe 5:28 Minuten, ehe die Hessen ihre ersten Punkte erzielten. So dominierte die starke Defense der Gastgeber das erste Viertel über ein 14:3 zum 18:7. In den zweiten zehn Minuten bis zur Pause leistete sich Schwenningen zu viele leichte Fehler in den Abschlüssen. Aus einem 21:9 wurde schnell ein 28:11 (14.). Dann hielt der Abstand über ein 30:17 bis zur 20. Minute mit dem 16:18 verlorenen Viertel immerhin bei neun Zählern (34:25). Die Devise für den dritten Durchgang: Die Entscheidung suchen, konzentriert den Abschluss suchen. „Man hat gesehen, dass wir nicht immer eingespielt sind, wenn Spieler verletzt fehlen, aber es hat ganz gut geklappt. Ich bin sehr zufrieden und freue mich, dass wir das Spiel letztlich für uns entscheiden konnten“, so Leon Friederici, der 40 Minuten durchspielte und 14 Punkte sammelte, zudem acht Rebounds und acht Turnovers. Einer stahl ihm aber wieder einmal die Show: US-Boy Rasheed Moore: 31 Körbe in 33 Minuten, 8 Rebounds, 8 Turnovers – zusammen steuerte das Duo den Löwenanteil der Miete bei. Bill Borekambi, der nach seiner Rückenverletzung dosiert knapp 15 Minuten spielte, wurde noch geschont.

 

Sein Team indes konnte auf dem Parkett in der vorentscheidenden Phase zwischen der 23. und 25. Minute erstmals auf bis zu 19 Punkte wegziehen. Moore gelang erst ein Dreier zum 41:28, dann zwei Korbleger und nochmals folgte ein Dreier von Friederici – binnen 110 Sekunden stand es nach einem weiteren 9:0-Lauf wie zu Beginn zum 49:30. Da bremste auch eine Kopfverletzung von Sergej Tsvetkov die Rotation von Velcic nicht aus. Er erlitt von einem Frankfurter Ellenborgen eine Platzwunde am Kopf. Teammanager Nenad Bogdanovic versorgte die Wunde in der Kabine und nach zehn Minuten kam der Bulgare mit Turban wieder zurück auf die Spielerbank.

 

Da hatten die Panthers mit einem 21:11 bis zur 30. Minute mit 55:36 alles im Griff. Velcic mahnte zurecht den Schlendrian an, wurde etwas laut. Und seine Schützlinge waren nach einer Auszeit folgsam – Moore sorgte mit einem krachenden Dunking für das 57:40 (32.). Da die Skyliners früh ihre fünf Mannschaftsfouls voll hatten, gab es nun noch jede Menge Freiwürfe für die Schwenninger. Kurz vor dem Ende hatten sie mit 68:46 und +22 die höchste Führung gegen tapfere Gäste, deren Rasselbande mit ihrem besten Werfer Elijah Clarance (15 Punkte) letztlich gegen die Panthers-Routiniere chancenlos war.

 

Panthers: Rasheed Moore (31 Punkte/8 Rebounds), Bill Borekambi (5/2/1 Assist), Leon Friederici (14/8/8 Turnovers), Kosta Karamatskos (1/4/3 Assists), Sergej Tsvetkov (4/3/1), Seid Hajric (7/8/1), Darius Pakamanis (0/0/0/0), Abu Abaker (3/1/2), Dion Braimoh (3/1/0), Hannes Osterwalder (spielte nicht). Statistik: Dreier: 4:3, Freiwurfquote: 67 Prozent (16/24) zu 56 (5/9), Rebounds: 38:40, Steals: 9:7, Turnovers: 10:15, Fouls: 11:19.

 

FOTO (Michael Kienzler): 

Leon Friederici mit einem akrobatischen Dunking gegen die Frankfurter Skyliners

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