Panthers mit dem längeren Atem – Die Schwenninger nehmen Hürde beim Vorletzen Dragons Rhöndorf mit 73:65

16.12.2018

BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd

13. Spieltag: Dragons Rhöndorf – wiha Panthers Schwenningen 65:73 (14:15, 20:13, 22:23, 9:22).

 

Spannung geht immer bei den Panthers – erneut war es eine heiße Schlussphase, mit der die Schwarzwälder aus dem „Dragondome“ in Bad Honnef vor 400 Zuschauern die Punkte mit nach Hause nehmen konnten.

 

Die Entscheidung in einem über 40 Minuten spannenden, ausgeglichenen und wieder nervenaufreibenden Spiel fiel acht Sekunden vor der Sirene: Anell Alexis behielt bei einem Freiwurf die Nerven und verwandelte zum 65:68. Kurze Zeit später legte der überragende Bill Borekambi einen Korbleger nach und drei Sekunden vor Abpfiff noch ein Drei-Punkte-Spiel oben drauf. Der 8:0-Run in der Endphase sorgte für einen Sieg mit 8 Körben Vorsprung. Der war 2:19 Minuten vor Ende nun gar nicht zu erwarten. Zu diesem Zeitpunkt stand die Partie 65:65, ehe die Defense der Panthers die Tür verschloss und keinen einzigen Rhöndorfer Treffer mehr zuließ.

35 Minuten war das Spiel auf des Messers Schneide. Jedoch der Reihe nach mit Blick auf den Anfang: Schwenningen begann sehr gut. Der US-Amerikaner Rasheed Moore legte in den ersten fünf Minuten bereits sechs Körbe, Anell Alexis versenkte einen Dreier – 6:9. Moore erwischte im weiteren Verlauf einen Sahnetag, kam auf 26 Punkte und verpasste wie Borekambi (25/jeweils neun Rebounds) nur hauchdünn ein Double-Double. Dank zweier Freiwürfe von Leon Friederici und einem Treffer von Sergey Tsvetkov stand es in der 7. Minute 8:15. Plötzlich riss jedoch der Faden – viele Fehlpässe, Rhöndorfer Blocks und eine starke „On-Ball-Defense“ der Hausherren kippte das Geschehen. Bis zum Ende der ersten zehn Minuten sorgte ein 6:0-Lauf für ein knappes 14:15.

 

Was sich angedeutet hatte, setzte sich im zweiten Viertel fort: Rhöndorf verteidigte konzentriert und hatte in Zygimantas Riauka seinen am Ende besten Mann mit einem Double-Double (12-5-10) sowie einen konsequent punktenden Amerikaner Kwan Waller (20 Punkte). Zwar gingen die Panthers erst auf 16:20 weg (13.), doch dann nagelte Waller in der 15. Minute einen Dreier zum 23:22 ins Netz. Zweimal noch ging Schwenningen bis zum 25:26 in Führung. Doch ein Dreier von Philipp Gruber zum 28:26 und zwei weiterer offene Würfe durch Waller und Julian Jasinski brachten die Dragons in einer starken Phase auf 34:28 weg (19.). Vier Dreier der immer selbstbewussteren und frechen Rhöndorfer in diesem Viertel, das mit 20:13 für die Panthers klar verloren ging und ein verärgerter Alen Velcic, der roch, dass für die zweite Halbzeit Änderungen in der Spielweise her mussten.

 

Gesagt getan, der Panthers-Coach stellte um: Jedoch zunächst ohne Erfolg. In der 23. Minute nahm er eine Auszeit, weil die Dragons inzwischen auf 42:32 mit zehn Punkten und ihrer höchsten Führung im Spielverlauf weggezogen waren. Diese richtungsweisende Phase kehrte jedoch wiederum die Qualität im Panthers-Team hervor. Binnen 120 Sekunden folgten 12:2-Punkte, ein 9:0-Lauf, sieben Punkte mit Dreier von Moore – 44:44 in der 25. Minute. So ging es bis zum 51:51 (28.) hin und her. Beide Teams auf Augenhöhe, Rhöndorf mit viel Herz, Schwenningen oftmals zu überhastet und ungenau. Mit der Sirene in der 30. Minute nutzten die Dragons dies wieder zu einer 56:51-Führung. Der dritte Abschnitt ging mit 22:23 dennoch knapp an die Gäste.

 

Die hatten sich für den letzten Durchgang nun alles zusammengekratzt, was an Einsatzwille, Konzentration und Konsequenz auf das Parkett zu bringen war, um die Partie zu drehen. Und wie: Moore lässt in vier Minuten drei Dreier durch den Ring krachen – 62:60. Die Velcic-Five ist dran, Moore ist längst heißgelaufen und auch Routinier Darius Pakamanis haut einen heraus: Wieder ein Dreier, 63:65 in der 35. Minute. Erstmals seit 18 Minuten lagen die Gäste wieder in Führung. In der „Crunch-Time“ hatten sie dann den längeren Atem. Abu Abaker nutzte ein Fastbreak zum 65:67 (37.) und den Rest besorgten Alexis und Borekambi abgezockt und eiskalt zum neunten Saisonsieg.

 

Stimmen zum Spiel:

Thomas Adelt (Trainer Dragons Rhöndorf): „Für uns war es am Ende eine ganz bittere Niederlage. Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht und über einen langen Zeitraum geführt. Die Presse die wir gegen die Panthers gespielt haben hat phasenweise sehr gut funktioniert.“

 

Alen Velcic (Trainer Panthers): „Es war heute ein ganz, ganz wichtiger Sieg für uns mit Blickrichtung Play Offs. Diesen sind wir einen großen Schritt näher gekommen. Im letzten Viertel haben wir eine starke Aufholjagd gezeigt. In dieser Phase gingen endlich auch die Dreier rein. Bill Borekambi und Rasheed Moore haben ein starkes Spiel gemacht. Die Mannschaft hat Moral gezeigt, nie aufgegeben und sich am Ende noch einmal gesteigert. In dieser Phase der Saison zählt in erster Linie, dass wir gewonnen haben.“

Bill Borekambi (Panthers-Forward): „Der Sieg war wichtig, wir haben ihn uns aber mit Wille letztlich verdient. Mit meiner eigenen Leistung heute bin ich sehr zufrieden. Jetzt noch nächste Woche Elchingen im Derby und dann ein paar Tage ausspannen.“

Rasheed Moore (Panthers-Topscorer): “Das Spiel hat uns einige Mühe gekostet. Ich finde jedoch, wir haben uns am Ende gesteigert und verdient gewonnen. ich bin froh, dass ich endlich wieder gut getroffen habe und vor allem dass die Dreier wieder fliegen.”

 

Statistik:

Rasheed Moore (26 Punkte/2 Assists/9 Rebounds/37 Minuten Spielzeit), Bill Borekambi (25/4/9/36), Seid Hajric (9/2/1/9), Abu Abaker (7/1/0/30), Darius Pakamanis (5/2/3/19), Anell Alexis (4/2/1/18), Leon Friederici (2/4/1/25), Sergey Tsvetkov (2/1/3/12), Hannes Osterwalder (0/1/1/14).

Dreier (Panthers zuerst genannt): 7:5, Freiwürfe: 86 (12 von 14):78 (14 von 18) Prozent, Fouls: 17:22, Rebounds: 30:44, Steals: 12:6, Turnovers: 11:20.

 

Foto (Michael Kienzler):

Rasheed Moore (im Bild) und Bill Borekambi zeigten sich nach zuletzt magerer Punkteausbeute wieder in Bestform.

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