Panthers krönen sich zur Nummer 1 am Neckar

19.01.2020

Auch das zweite Neckarderby können die wiha Panthers für sich entscheiden! Vor 1850 Zuschauern in der Tübinger Paul-Horn-Arena gelingt den Schwenninger Basketballern am Samstagabend mit kleiner Rotation eine große Leistung.

 

Der Aufwärtstrend der wiha Panthers wird auch beim langjährigen Bundesligisten aus Tübingen nicht gestoppt. Vor knapp 150 mitgereisten Fans erwischt die Mannschaft von Alen Velcic einen guten Start ins Spiel und zeigt sich vor allem aus der Distanz ungemein treffsicher. Während die Tigers Tübingen in der Anfangsphase vornehmlich ihr Glück aus der Nahdistanz versuchen, feuern die Panthers bevorzugt von jenseits der Dreipunktelinie ab. Leon Friederici beweist schon in den ersten Spielminuten, dass er einen sehr guten Tag erwischt hat und versenkt drei Dreier im ersten Viertel. Am Ende soll er mit 26 Punkten eine Karrierebestleistung hinlegen. Insgesamt fallen im ersten Viertel von sieben Distanzwüfen sechs durch die Reusen. Mit einer 23:30-Führung geht es für die Doppelstädter in die Viertelpause.

 

Im zweiten Durchgang schalten die Gastgeber in der Verteidigung einen Gang hoch und zwingen die Schwenninger zu einigen Ballverlusten. Dennoch gelingt es durch weitere Treffer aus der Distanz den Vorsprung weiterhin zu etablieren (30:38). Erst durch das dritte persönliche Foul von Marko Bacak gerät das Spiel der Gäste ins Stocken. Tübingen kontert mit einem 7:0-Lauf und zwingt Panthers-Trainer Alen Velcic zu einer Auszeit, um seine Mannschaft neu einzustellen. Erneut sind es Dreipunktewürfe, die den Panthers Auftrieb geben. Doch die Tigers sichern sich durch zwei verwandelte Freiwürfe von Justin Strings die knappe Halbzeitführung (46:44).

 

Im zweiten Durchgang wechselt die Führung einige Male. Zwar reduzieren die Panthers nun die Zahl ihrer Ballverluste, vergeben aber an der Freiwurflinie die Chance, sich weiter abzusetzen. Nur 4 von 10 Freiwürfe können erfolgreich eingenetzt werden. Die Tigers setzen sich durch einen erneuten 7:0-Lauf etwas ab (60:56). Doch wieder sind es die Dreipunktewürfe, durch die Schwenningen zurück ins Spiel findet. Nach acht Punkten in Folge gehen die Panthers mit einer knappen Führung in die letzte Viertelpause (62:64).

 

Im Schlussabschnitt schaffen es die Schwenninger auch ohne den mit Foulproblemen konfrontierten Marko Bacak die Führung gegen körperlich überlegene Tübinger zu verteidigen. Erst fünfeinhalb Minuten vor Ende wird der 24-jährige Panthers-Center in die Partie gebracht. Nachdem Justin Strings die Tigers durch einen Korbleger wieder ranbringt (71:72) beginnt die entscheidende Phase des Spiels. Mit Friedericis insgesamt sechsten verwandelten Dreier starten die Panthers eine Schlussattacke, auf die Tübingen schließlich keine Antwort mehr weiß. Mit einem 16:2-Lauf der Gäste endet das Spiel unter dem lautstarken Jubel der mitgereisten Schwenninger Fans.

 

In der Crunchtime beweisen die Schwarzwälder ihre Reife vor allem durch ihr geduldiges Spiel unter der Führung von Point Guard Drew Brandon. Mit dem am Ende deutlichen 73:88-Erfolg in der Paul-Horn-Arena entscheiden die Panthers auch das zweite Derby gegen die Universitätsstädter für sich. Durch den insgesamt vierten Sieg im fünften Spiel etablieren sich die Schwenninger in der Tabelle im Mittelfeld und belegen mit 8 Siegen und 12 Niederlagen nun den 13. Rang im Tableau.

 

Panthers-Trainer Alen Velcic: „Wir haben ein schweres Auswärtsspiel gegen eine sehr gute Mannschaft gewonnen. Im zweiten Viertel hat Tübingen uns durch hohe Aggressivität zu vielen Ballverlusten gezwungen. Doch der Druck war heute auf Tübinger Seite und wir hatten nicht viel zu verlieren. Unser Wechsel auf der Point Guard-Position hat sich absolut ausgezahlt. Wir spielen nun zwar eine kleine Rotation, verlieren in entscheidenden Momenten aber nicht mehr den Kopf und spielen einen guten Basketball, wenn es eng wird. Die hervorragende Dreierquote, die Minimierung der Ballverluste in der zweiten Halbzeit und das gewonnene Reboundduell waren für uns heute entscheidend, um das Spiel zu gewinnen.“

 

Marko Bacak: „Die Teams versuchen mich in den letzten Spielen früh zu attackieren. Bei ein paar Aktionen hätte ich vielleicht auch geschickter agieren müssen. Aber Coach Alen hat gut gewechselt und Bill und Daniel haben mich sehr gut vertreten. So konnte meine Spielzeit auch dementsprechend aufgeteilt werden, damit ich am Ende wieder mitwirken konnte. Die Jungs haben heute alle super gespielt – vor allem Leon und auch Rasheed in der zweiten Halbzeit. Wir sind für unser geduldiges Spiel belohnt worden, haben die Ruhe behalten und in den entscheidenden Phasen unseren besten Basketball gezeigt.“

 

Für die wiha Panthers spielten: Leon Friederici (26 Punkte / 6 Dreier), Rasheed Moore (18 Punkte / 6 Rebounds), Jaren Lewis (14 Punkte / 10 Rebounds / 7 Assists), Marko Bacak (14), Drew Brandon (13 Punkte / 6 Rebounds / 6 Assists), Ivan Mikulic (3), Daniel Loh, Bill Borekambi.

Nicht eingesetzt wurden: Kosta Karamatskos, Filip Kukic, Sergey Tsvetkov.

 

Das nächste Heimspiel der wiha Panthers findet bereits am Freitagabend (24.1., 20:30 Uhr) gegen Phoenix Hagen statt. Tickets sind im Online-Ticketshop oder an der Abendkasse zu erwerben.

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: Michael Kienzler

 

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