Panthers gewinnen Derby-Krimi in Verlängerung

11.01.2020

Die wiha Panthers Schwenningen gewinnen das Neckarderby bei den MLP Academics Heidelberg nach einem Overtime-Krimi mit 79:83. Mit nur 8 Spielern im Kader zeigen die Schwarzwälder eine starke Leistung und holen sich durch eine couragierte Leistung und Nervenstärke den zweiten Auswärtssieg der Saison.

 

Das war nichts für schwache Nerven: In einem spannenden, bis zur letzten Sekunde der Verlängerung umkämpften Spiel, holen sich die wiha Panthers den am Ende verdienten Auswärtssieg in Heidelberg. Wie schon beim Heimspiel gegen Schalke 04 sollte Topscorer Rasheed Moore am Ende einen wichtigen Dreier treffen, der die Schwarzwälder auf die Siegerstraße brachte.

 

Mit nur acht Spielern reisten die Schwenninger Basketballer zum Neckarderby bei den MLP Academics Heidelberg an. In der Halle des Olympiastützpunktes Heidelberg fehlten den Gästen mit Kapitän Kosta Karamatskos, Sergey Tsvetkov, Yasin Kolo und dem kurzfristig erkrankten Daniel Loh gleich vier Spieler in der Rotation. Schwenningen erwischte den besseren Start in die Partie und sorgte durch einen erfolgreichen Dreier von Marko Bacak für die ersten Punkte. Bei beiden Mannschaften stockte zunächst der Motor in der Offensive. Es vergingen über zweieinhalb Minuten, ehe auch die Heidelberger ihre ersten Zähler erzielen konnten. Bei den Panthers zeigte Drew Brandon schon im ersten Spielabschnitt seine Vielseitigkeit und punktete per Dreier, Dunk und setzte seine Mitspieler gut in Szene. Mit dem niedrigen Ergebnis von 12:13 ging es in die erste Viertelpause.

 

Auch im 2. Viertel gab Schwenningen den Ton an und bestimmte das Tempo des Spiels. Leon Friederici übernahm in der Offensive zusammen mit Rasheed Moore zunächst das Zepter und sorgte dafür, dass die Panthers die Führung zunächst ausbauen konnten (18:22). Doch durch einen erfolgreichen Dreier von Heidelbergs Stephon Jelks gewannen die Gastgeber wieder die Oberhand (23:22). Bis zur Halbzeit  verteidigten die Panthers die Dreipunktelinie weiterhin gut und gingen mit der verdienten 26:30-Führung in die Halbzeit.

 

Im zweiten Durchgang bewies Heidelbergs Neuzugang DaVonté Lacy, warum er vor zwei Jahren bei Ehingen Topscorer der Liga gewesen war und brachte sein neues Team wieder in Führung (37:34). Doch die Panthers hielten die Konzentration weiter hoch und fanden mit einem 10:0-Lauf die richtige Antwort (37:44). Für die bis dato höchste Führung sorgte Jaren Lewis mit einem krachenden Dunk. Auch weitere offensive Anstürme der Gastgeber wusste die Mannschaft von Alen Velcic gut zu kontern und ging mit einer 5-Punkte-Führung in den Schlussabschnitt (49:54).

 

Hier spielten bei den Academics nun die beiden Deutschen Armin Trtovac und Niklas Würzner groß auf und brachten Heidelberg wieder in Führung (59:57). Viele Panthers-Fans fühlten sich an vergangene Spiele erinnert, in denen die Schwenninger durch kurze Phasen der Unkonzentriertheit mögliche Siege verspielt hatten. Auch wenn einige Minuten ohne Korberfolg verstrichen, ließen sich die Männer aus der Doppelstadt an diesem Abend nicht unterkriegen. Trotz der kaum vorhandenen Wechselmöglichkeiten kämpften sich die wiha Panthers stets beherzt zurück in die Partie. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit hielten die Schwarzwälder alle Trümpfe in der Hand. Leon Friederici, Jaren Lewis und Drew Brandon punkten an der Freiwurflinie. Doch Heidelbergs Neuverpflichtung DaVonté Lacy gleicht das Spiel in der Schlussminute durch einen erfolgreichen Distanzwurf aus (70:70) und rettete sein neues Team in die Verlängerung.

 

Auch in der Overtime legen die Panthers vor. Aber Heidelberg lässt sich noch immer nicht abschütteln. Zunächst vergibt Rasheed Moore zwei Freiwürfe, trifft dann aber einen wichtigen Dreier, der den Panthers eine Führung von 5 Punkten einbringt. Den Deckel drauf macht dann Leon Friederici mit einem schönen Floater. Zwar verkürzt Nixon nochmal durch ein And-1-Spiel, aber Marko Bacak tütet den 79:83-Sieg endgültig durch seine verwandelten Freiwürfe ein.

 

„Ich möchte mich für den Support von unserer Fans aus Schwenningen bedanken“, kommentierte nach dem Spiel ein überglücklicher Alen Velcic. „Es war ein Fight von beiden Teams auf höchstem Niveau und spannend für die Zuschauer. Wir haben heute ehrlich gekämpft und uns nach den vielen knappen Niederlagen den Sieg absolut verdient!“

 

Für die wiha Panthers spielten: Rasheed Moore (23 Punkte), Drew Brandon (16 Punkte/ 9 Assists/ 8 Rebounds), Leon Friederici (16), Marko Bacak (15/9 Rebounds), Jaren Lewis (12/8 Rebounds), Bill Borekambi (2), Ivan Mikulic, Filip Kukic.

 

Schon am morgigen Sonntag um 17:30 Uhr steht für die Schwenninger Basketballer das nächste Spiel an. In der heimischen Deutenberghalle empfangen die Panthers mit den Bayer Giants Leverkusen den deutschen Rekordmeister zum Aufsteiger-Duell. „Wir haben das Spiel in Leverkusen durch eine Schwächephase im Schlussviertel hergeschenkt“, erinnert sich Alen Velcic zurück an die erste Begegnung gegen die Werksmannschaft. „Wenn wir ähnlich konstant wie zuletzt spielen und couragiert auftreten, sollten wir eine gute Chance haben, vor unseren Fans es besser zu machen als in der Hinrunde.“

 

Tickets für das Spiel am Sonntag sind im Online-Ticketshop und an der Abendkasse erhältlich. Das Spiel wird – wie üblich – live auf der Streaming-Plattform Airtango übertragen.

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: Thomas Disqué

 

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