Panthers geben Siegchance aus der Hand

28.02.2021

Der Auswärtssieg bei den Eisbären Bremerhaven war für die wiha Panthers zum Greifen nah. Dennoch verlieren die Doppelstädter im Schlussspurt eine intensiv geführte Partie knapp mit 90:85.

 

Eisbären Bremerhaven – wiha Panthers Schwenningen 90:85 (25:22, 19:22, 18:24, 28:17)

 

Auch wenn die wiha Panthers beim Top-Team Bremerhaven über weite Strecken des Spielverlaufs in Führung lagen, standen die Schwarzwälder am Ende der Partie mit leeren Händen da. In den Schlussminuten setzte sich die beste Offensivmannschaft der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA gegen die Top-Defense der Schwenninger durch.

 

Ohne den aufgrund einer Fußverletzung in Villingen-Schwenningen gebliebenen Center Robin Jorch, aber mit dem wiedergenesenen Jonas Niedermanner fanden die Panthers zunächst nur schwer ins Spiel im Bremerhavener Trainingszentrum. Nachdem die Gastgeber durch einen 7:0-Lauf mit 11:4 in Führung gegangen waren, nahm Panthers-Trainer Alen Velcic eine frühe Auszeit und veränderte seine Aufstellung. In den Folgeminuten kämpften sich die Schwenninger durch Treffer aus der Distanz von Ivan Mikulic und Jonas Niedermanner zurück in die Partie. Die Eisbären konnten sich in der Anfangsphase auf ihren Spielmacher Trey Davis verlassen, der überragende 14 Punkte in den ersten zehn Spielminuten erzielte und die Führung zum Viertelende sicherstellte (25:22).

 

Auch ins zweite Viertel erwischten die Eisbären den besseren Start und bauten ihren Vorsprung auf neun Zähler aus (32:23). Mit der Einwechslung von Kevin Bryant stabilisierte sich die Defensive der Schwenninger. Der 26-jährige Verteidigungsexperte der Panthers kümmerte sich fortwährend um die Bewachung von Bremerhavens Davis und fügte sich mit einem Offensivrebound und zwei Punkten auch blendend ins Angriffsspiel ein. Die aggressive Verteidigung der Neckarstädter sorgte anschließend dafür, dass Bremerhaven vier Minuten keine Punkte erzielte. Gleichzeitig kam auch das Offensivspiel der Gäste ins Rollen. Nach einem 10:0-Lauf schlossen die Panthers mit drei verwandelten Distanzwürfen durch Felix Edwardsson, Grant Teichmann und Courtney Stockard das Viertel ab. Ex-Panther Leon Friederici hielt auf Seite der Eisbären dagegen und erzielte seinerseits acht Punkte, die für ein Unentschieden zur Halbzeit sorgten (44:44).

 

Nach dem Seitenwechsel konnten die Schwenninger die Intensität weiter hochhalten und erzielten rasch sechs Zähler in Serie. Eisbären-Coach Michael Mai sah sich zu einer frühen Auszeit im dritten Viertel gezwungen. Bremerhaven verkürzte zunächst den Rückstand (53:54), doch die Panthers zeigten sich weiter stabil. Dank eines zwischenzeitlichen 12:0-Laufs erspielten sich die Gäste ihre höchste Führung (53:65). Mit einem 6-Punkte-Vorsprung ging es in den Schlussabschnitt (62:68).

 

Angeführt von Trey Davis und Leon Friederici leiteten die Eisbären ihre Aufholjagd ein. Die Panthers fanden zunächst aber immer wieder gute Antworten auf die Attacken der Hausherren und lagen nach einem Korbleger von Nate Britt genau fünf Minuten vor Ende weiter mit sechs Zählern in Front (72:78). Die Unterlegenheit der Panthers unter den Körben wurde besonders in der Schlussphase des Spiels immer offenkundiger. Zu oft kamen die Bremerhavener zu einfachen zweiten Wurfchancen, die sie eiskalt nutzten. Am Ende der Partie sollten die Eisbären satte 17 Zähler aus sogenannten Second Chance Points erzielen. Mit einem Dreipunktewurf aus vollem Lauf brachte Trey Davis Bremerhaven in der 38. Spielminute erstmals in der zweiten Halbzeit in Führung (79:78). Friederici erhöhte den Druck durch einen weiteren Treffer aus der Distanz, ehe Davis in der Schlussminute einen weiteren Dreier durch die Reusen schnalzen ließ und für die Entscheidung sorgte. Während die Schwenninger in den letzten fünf Minuten nur sieben Punkte erzielten, lief die Offensivmaschinerie der Gastgeber im Endspurt mit 18 Zählern bestens.

 

Für die wiha Panthers spielten: Courtney Stockard (18 Punkte), Jonas Niedermanner (15), Ivan Mikulic (12), Nate Britt (10), Rytis Pipiras (10), Grant Teichmann (8), Kevin Bryant (7), Felix Edwardsson (5), Chris Frazier und Kosta Karamatskos.

 

In der Tabelle fallen die wiha Panthers durch die Niederlage vorerst auf Rang 7 zurück. Am kommenden Sonntag (7.2., 16:00 Uhr) steht für die Neckarstädter eine wichtige Heimpartie an. Mit den Kirchheim Knights empfangen die Panthers dann einen unmittelbaren Konkurrenten im Kampf um die Playoff-Ränge in der Deutenberghalle.

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: wiha Panthers

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