Panthers begeistern sich und die Fans

23.04.2019

2. Basketball Bundesliga ProB, Play-offs-Halbfinale Spiel 2: wiha Panthers Schwenningen – WWU Baskets Münster 100:82

 

Nach rauschender 100:82-Vorstellungen gegen Münster erneut drittes Entscheidungsspiel

 

Die Halle stand Kopf und applaudierte den Helden des Abends: 1404 begeisterte Zuschauer auf dem Deutenberg erlebten am Ostersamstag wieder einmal Panthers-Play-off-Feeling 2019. Das Team von Trainer Alen Velcic zeigte eine bärenstarke Leistung, ein herausragendes drittes Viertel und glich in der Serie „Best of 3“gegen Münster zum 1:1 aus. Münsters über Monate beeindruckende Serie von 14 Siegen in Serie ging somit jäh zu Ende. Damit gibt es am kommenden Samstag, 27. April um 19.30 Uhr ein entscheidendes drittes Spiel in Westfalen vor wieder 3000 Zuschauern. Der Gegner stünde übrigens bereits fest: Der TSV Bayer 04 Giants Leverkusen setzte sich bei Lokomotive Bernau mit 101:97 durch und steht nach zwei Partien vorzeitig in den Finalspielen am 1. und 4. Mai.

 

„Ich habe vor einer Woche versprochen wir fahren noch einmal nach Münster, jetzt fahren wir nach Münster“, freute sich Velcic mit einer gewissen Portion Gelassenheit. Er hatte ein inneres Vertrauen in seine Jungs, die dies von Beginn an auf dem Parkett demonstrierten. Mit einer veränderten Starting Five, in der Topscorer Rasheed Moore zunächst auf der Bank blieb, weil er sich beim Abschlusstraining am Freitag zwei Finger verstaucht hatte, ragten diesmal andere heraus. Moore spielte nur 19 Minuten, schaffte dort aber immerhin noch gute 15 Punkte.

 

Dafür gaben die „Arbeitsbienen“ Vollgas: Hannes Osterwalder, Darius Pakamanis und Sergey Tsvetkov. Dazu Bill Borekambi und Kapitän Kosta Karamatskos – letztere Vier punkteten am Ende zweistellig. Pakamanis und Tsvetkov je 15, Karamatskos 14 Punkte. Mit 20 Zählern war Borekambi bester Mann des Abends. „Da wollte ich direkt ein Zeichen setzen, dass wir heute nur als Team bestehen können, wenn alle Spieler mit Verantwortung übernehmen.“ Mit einer breiten und klugen Rotation fand Velcic auf jede Reaktion der Gäste eine passende Antwort.

 

Doch ein Spaziergang war es keinesfalls. Das erste Viertel ging mit 26:28 an Münster. Beide Teams spielten auf der Platte rauf und runter. Mit einem 22:20 gewonnenen zweiten Abschnitt ging es mit 48:48 in die Halbzeit. Ärgerlich nur, dass die Gäste mit der Sirene einen Dreier versenkten. Ihre Top-Leute JoJo Cooper (16 Punkte) und Malcom Delpeche (22), der mit seiner körperlichen Robustheit auftrat, punkteten wieder fleißig. Die Baskets trafen überdies in den ersten 20 Minuten satte sieben Dreier und die Panthers-Fans befürchtete wieder das übliche Dilemma.

 

Doch weit gefehlt. Diesmal klappte es bei den Schwenningern selber von Außen wie am Schnürchen. Und direkt aus der Kabine kommend brannte der Gastgeber ein Feuerwerk ab – das dritte Viertel ging mit 35:17 an Schwenningen. Nach 30 Minuten zogen die Hausherren auf 83:65 mit bereits +18 Zähler weg. Phasenweise spielte sich das Heimnteam in einen Rausch. Und wie: Die Halle stand Kopf als zwischen der 31. und 36. Minute durch Karamatskos (2), Moore und Pakamanis vier Dreier von „Down Under“ krachten. Nahezu jeder Versuch in der Zone landete im Münsteraner Korb und die Miene bei Gästecoach Philipp Kappenstein verfinsterte sich von Minute zu Minute. „Schwenningen hat verdient gewonnen, sie waren das klar bessere Team. Es war hier eine tolle Atmosphäre. Jetzt sind wir natürlich noch motivierter auf das dritte Spiel, um es daheim wieder besser zu machen. Wir haben es nicht geschafft zu verhindern, dass sie sich vor ihrem fantastischen Publikum in einen Rausch spielen und alles treffen.“

 

Besser machten es die Panthers. Im letzten Durchgang, gaben sie über ein 96:72 mit ihrer höchsten Führung (+22) weiter den Ton an. Anell Alexis leutete mit dem 100. Punkt in der 38. Minute die Glocke, ehe Velcic durchwechselte und Münster noch den ein oder anderen Punkt erzielen konnte.

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