Niederlage zum Rückrundenstart

05.01.2020

Trotz beherzter Aufholjagd kassieren die wiha Panthers Schwenningen zum Start in die Rückrunde eine 82:72-Niederlage bei den Rostock Seawolves. Dabei machen sich die Schwarzwälder vor allem durch Schwächen an der Freiwurflinie das Leben schwer und finden zu spät die nötige Stabilität in der Verteidigung.

 

Die längste Auswärtsfahrt in der Schwenninger Vereinsgeschichte endet mit einer enttäuschenden Niederlage an der Ostsee. Vor 2792 Zuschauern in der gut besuchten StadtHalle Rostock vertraut Panthers-Trainer Alen Velcic zunächst jenen fünf Spielern (Bacak, Borekambi, Lewis, Mikulic und Moore), die auch beim Basketball Super Slam gegen Tübingen die Leistungsträger waren. Das Spiel beginnt fahrig und es vergehen zwei Spielminuten, ehe Marko Bacak für die ersten Punkte im Spiel sorgt. Anschließend finden auch die Gastgeber besser ins Spiel und zwingen Alen Velcic nach einem 9:0-Lauf zur ersten Auszeit. Schwenningen kassiert zwar einen Dreier durch Michael Jost (11:4), findet anschließend aber wieder besser ins Spiel. In der Offensive tänzelt sich der ehemalige Rostocker Bill Borekambi mehrmals durch die Zone der Seawolves und punktet in seiner unnachahmlichen Art am Brett. Mit der Schlusssekunde des 1. Viertels gelingt Marko Bacak ein Tip-In zum 23:19.

 

Auch im zweiten Viertel begegnen sich beide Mannschaften zunächst auf Augenhöhe. Nachdem Rostock zweimal vorlegt, gelingt es den Panthers jeweils, die Partie wieder auszugleichen (28:28, 31:31). Doch während die Hansestädter durch Haris Hujic in den Schlussminuten mehrfach souverän punkten können, gelingt Schwenningen offensiv nur noch wenig. Zudem lassen die Panthers viele Punkte unnötig an der Freiwurflinie liegen und gehen mit einem 43:36-Rückstand in die Pause.

 

Nach dem Seitenwechsel haben die Gastgeber ihr Visier besser eingestellt und finden nun durch starke Treffer aus der Distanz ein Mittel gegen die Schwenninger Zonenverteidigung. Zwei Dreier von Hujic, je einer von Martin Bogdanov und Grant Sitton sorgen für die erste hohe Führung der Seawolves (57:49). Auch durch eine kurze Spielunterbrechung, in der eines der Korbnetze neu befestigt werden muss, lassen sich die Rostocker nicht aus dem Rhythmus bringen. Sowohl aus der Distanz als auch an der Freiwurflinie zeigen sich die Wölfe treffsicher und gehen nach zwei verwandelten Freiwürfen des überragenden Donte Nicholas mit 70:55 in Führung.

 

Zu Beginn des Schlussabschnitts scheint das Spiel nach einem weiteren Dreier von Grant Sitton und dem daraus resultierenden 17-Punkte-Vorsprung (77:60) entschieden zu sein. Doch fortan fahren die Panthers in der Verteidigung die Krallen aus und stehen nun so kompakt in der Verteidigung wie beim starken Heimerfolg gegen Tübingen. Rostocks Kalidou Diouf erhöht per Korbleger Mitte des 4. Viertels noch zum 79:63 – anschließend soll den Gastgebern aber knapp fünf Minuten kein Feldkorb mehr gestattet werden. Die Schwarzwälder robben sich Punkt um Punkt heran und lassen die fast schon siegesgewissen Seawolves nochmal nervös werden. Doch am Ende fehlt es an Wurfgenauigkeit und Spielzeit, um den Rostocker Heimsieg noch gefährden zu können. Schließlich gewinnen die Gastgeber verdient mit 82:72.

 

Für die wiha Panthers spielten: Rasheed Moore (18 Punkte), Bill Borekambi (14), Drew Brandon (10), Jaren Lewis (10), Marko Bacak (8), Filip Kukic (7), Leon Friederici (3), Ivan Mikulic (2), Sergey Tsvetkov und Daniel Loh.

 

Trainer Alen Velcic äußerte sich nach dem Spiel sehr enttäuscht von der Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben mal wieder ein Spiel hergeschenkt. Wenn man nur 12 von 23 Freiwürfen trifft, obendrein nur im letzten Viertel so verteidigt, wie man es sich vorgenommen hat und außerdem noch Probleme hat, in der Offensive zu exekutieren, hat man es nicht verdient, ein Spiel zu gewinnen. Rostock hat sich nicht viel anstrengen müssen, um das Spiel zu gewinnen. Wir haben viel zu viele Fehler gemacht. Ich bin ziemlich enttäuscht und sauer auf meine Mannschaft, die letzte Woche noch ein tolles Spiel gegen Tübingen abgeliefert hat. Aber wir müssen nach vorne schauen und für die kommenden Aufgaben die Ärmel hochkrempeln.“

 

In der kommenden Woche warten gleich zwei Aufgaben für die wiha Panthers Schwenningen. Bereits am Freitag (10.1., 19:30 Uhr) steht das nächste Neckarderby bei den MLP Academics Heidelberg an. Nur zwei Tage später findet das nächste Heimspiel statt. In der Deutenberghalle gastiert dann am 12. Januar (17:30 Uhr) mit den Bayer Giants Leverkusen der deutsche Rekordmeister im Basketball.

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: Michael Kienzler

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