Neunter Neuer auf dem Deutenberg – Muskelberg aus Polen kommt

01.08.2018

Nächster Coup – Seid Hajric verstärkt die wiha Panthers Schwenningen

Das Team von Aufsteiger wiha Panthers Schwenningen nimmt für die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB langsam Konturen an. Trainer Alen Velic ist ein weiterer Coup gelungen – mit Seid Hajric verpflichteten die Schwarzwälder einen bärenstarken polnischen Center auf einer der EU-Positionen.

Auf die Fans der Panthers kommt einiges zu: Der 35-jährige Hajric ist ein international erfahrener Mann. Der gebürtige Bosnier mit polnischem Pass hat Körpermaße zu bieten, die an einen Schwergewichtsboxer a la Klitschko erinnern: 2,02 Meter Größe, Muskeln verteilt auf 117 Kilogramm Gewicht. „Der ist ein absolutes Biest, eine Maschine“, zeigte sich Trainer Alen Velic begeistert von seinem neunten Zugang für die Saison 2018/19.

„Seid ist sehr erfahren. Ein echter kraftvoller Felsblock in der Zone unter dem Korb mit seiner Muskelmasse. Den räumt so schnell keiner aus dem Weg“, kam der Wechsel aus der 1. Liga in Polen in den Schwarzwald über einen Freund von Velic zustande. „Mit Hajric, Borekambi und Moore haben wir sicherlich jetzt eines der besten Frontcourt-Trios der Liga. Da müssen wir uns als Neuling vor keinem Gegner verstecken“, planen die Schwarzwälder akriebisch ihr Unternehmen Klassenerhalt für die Premiere-Saison. Die Verpflichtung ist umso erfreulicher, „da er auch aus der 1. polnischen Liga neuerlich Angebote hatte. Doch Seid wollte unbedingt noch einmal in einem anderen Land spielen.“

Hajric, der am 5. Juni 1983 in Tesanj in Bosnien-Herzegowina geboren wurde, besitzt neben dem bosnischen ebenso einen polnischen Pass. Hier verbrachte er auch zuletzt sehr erfolgreiche Jahre. Insgesamt viermal wurde er polnischer Vizemeister, einmal Pokalsieger. Noch internationaler sind seine insgesamt 63 Europapokalspiele im FIBA-Cup oder ULEB-Cup.

1999 begann seine Karriere in Bosnien bei Celik Zenica. Nach der Station KK Zadar (2002/2003) ging es Richtung Tschechien zu Slavia Kormeriz (2003). 2003-2004 folgte in Slowenien Kempoplast Alpos Sentjur. Ab 2004 spielte er dann mit 21 Jahren erstmals in Polen: Anwil Wloclawek (bis 2007), Polpak Swiecie (2008). Von 2008 bis 2011 ging es wieder zurück nach Bosnien zu Telecom Sarajewo (bis 2010) und zu BC Zrinjski Mostar.

Von 2011 bis 2015 spielte er erneut vier Jahre beim polnischen Top-Club Anwil Wloclawek, ehe er jeweils eine Saison bei Rosa Radom (2015/2016) und Miasto Krosno (2016/17) und zuletzt bei R8 Basket Politechnika Krakau unter Vertrag stand.

„Mit ihm und den anderen neuen Spielern haben wir jetzt einen hervorragenden Mix im Team. Die zehnte Position wird noch ein großer Flügelspieler werden“, hat Velic in den vergangenen acht Wochen mit Ruhe und Bedacht seinen Wunschkader zusammengebastelt. „Keine leichte Aufgabe, ein ganzes Meisterteam zu sprengen und neu aufzubauen.“

Hajric ist nach dem Litauer Darius Pakamanis der der zweite EU-Spieler. Zusammen mit dem US-Amerikaner Rasheed Moore auf der Ausländerposition stehen bislang sechs deutsche Spieler als „local player“ unter Vertrag.

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