Knappe Niederlage beendet Finaltraum und Saison

29.04.2019

2. Basketball Bundesliga ProB, Play-Off-Halbfinale Spiel 3: WWU Baskets Münster – wiha Panthers Schwenningen 86:83 (23:1920:1820:1623:30).

 

Schluss, Aus und vorbei: Für die wiha Panthers ist am Samstag Abend eine grandiose Saison in der ProB zu Ende gegangen. Vor 3000 Zuschauern in Münster verloren sie das entscheidende Play-off-Halbfinalduell knapp mit 83:86 und damit die Serie mit 1:2.

 

Konfettiregen auf der einen Seite und Jubel über den Finaleinzug. Enttäuschte Gesichter und die ein oder andere Träne auf der anderen Seite kullerte über die abgekämpften Gesichter – bei Spielern, dem Staff und den Fans. Rund 60 waren mit ins Münsterland mitgereist – lautstark mit Trommeln und Anfeuerungsrufen. Gereicht hat es am Ende trotz großartigem Kampf nicht. Gescheitert an Kleinigkeiten. An der zu hohen Eigenfehlerquote.

 

Mitentscheidend dafür war, dass die Schwenninger in dem tosenden Hexenkessel in Münster von 50 zuerkannten Freiwürfen nur 34 verwandelten und zu viele Turnovers (16) kassierten. Dennoch war am Ende für die Neckarstädter noch die Chance da, trotz zeitweise immer acht bis zehn bis Punkten Rückstand kurz vor Schluss noch auszugleichen und in die Verlängerung zu gehen.
Die Münsteraner zeigten über die 40 Minuten eine konstantere Leistung, hatten aus ihren Fehlern aus der hohen Niederlage vor einer Woche  in Schwenningen offenbar ihre Lehren gezogen. Ärgerlich für die Schwenninger: Am Anfang waren sie zu beeindruckt von der Kulisse und lagen schnell im ersten Viertel 9:1 sowie 19:9 hinten. Über ein 23:19 und 20:18 ging es mit 43:37 in die Pause nachdem die Panthers mit einem 8:0-Lauf zum 23:23 ausglichen und kurzzeitig sogar mit 25:27 nach einer Aufholjagd vorne lagen. Im dritten Viertel war es ein Katz- und Maus-Spiel. Schwenningen, verkürzte immer wieder bis auf vier oder fünf Punkte. Durch einen 11:0-Lauf mit 56:42 lag Münster wiederum sogar einmal mit 15 Zählern. Nach 30 Minuten stand eine 63:53-Führung.

Am Ende starteten die Panthers eine fulminante Aufholjagd: Punkt um Punkt würde es enger. Die Gäste erzielten im letzten Viertel 30 Punkte, setzten überraschend mehr Dreier (7:3). Doch 16 Turnover und die verheerende Freiwurfquote mit 16 Fehlwürfen waren der Genickbruch. Denn bei 81:80 nach einem Dreier von Rasheed Moore waren die Gäste nah dran die Partie zu drehen. Zudem wurde Münsters US-Amerikaner JoJo Cooper in der 33. Minute mit fünf Fouls frühzeitig ausgefoult – ebenso Nicolas Funk. Allerdings ragte indes der Brite Malcom Delpeche mit einem Double-Double (21 Punkte/13 Rebounds) heraus. Ebenso Andrej König (19).
Bester Scorer bei den Schwenningern war Rasheed Moore mit 28 Punkten. Auf ihm lastete aber zu viel Verantwortung im Panthers-Spiel.
Münster spielt nun am Mittwoch und Freitag die Finalspiele gegen Leverkusen

 

 

 

Stimmen:

 

 

Alen Velcic (Panthers-Trainer): „Diese Niederlage sitzt schon tief, weil am Ende unsere Chancen da waren, zu gewinnen. Wir hätten zum Beispiel nur unsere Freiwürfe besser verwerten müssen. Über allem steht aber eine hervorragende Saison von uns, auf die wir stolz sein können.“

Philipp Kappenstein (Trainer Münster): „Wir sind froh und glücklich. Es war ein unglaublich intensives Spiel mit dem glücklicheren Ende für uns. Schwenningen war ein großartiger Gegner.“
Hendrik Fronda (Spielleiter 2. Bundesliga): „Es waren tolle Spieler der beiden Teams. Werbung für das Basketball und die ProB. Das enge Ergebnis sagt alles wie knapp es letztlich war.“
Holger Rohde (Geschäftsstellenleiter Panthers): „Ich bin einfach enttäuscht weil wir es selber in der Hand hatten, weil es so emotionale Play-Offs waren. Eine tolle Saison und viele super Momente.“
Rasheed Moore: „Es ist wirklich bitter und ich bin traurig, aber so sind die KO-Spiele, plötzlich ist alles vorbei.“
Bill Borekambi: „Ich bin enttäuscht. Wir waren so nahe dran. Aber es war eine tolle  Saison mit diesem Team.“
In der kommenden Woche wird die 2. Basketball Bundesliga über die dementsprechenden Lizenzanträge von Leverkusen und den Panthers in wirtschaftlich-struktureller Hinsicht entscheiden. Finalist Münster will ebenso nicht aufsteigen, wie der zweite Halbfinalist LOK Bernau.
Um die Leistungsträger in dieser Saison wollen die Panthers ein für die ProA schlagkräftiges Team aufbauen.
Top-Scorer Rasheed Moore tendiert zum Bleiben wie Bill Borekambi. Auch ein Leon Friederici würde gerne für die Panhters weiterspielen, ebenso Kapitän Kosta Karamatskos. Bis in zehn Tagen werden die Schwenninger von der 2. Basketball Bundesliga wohl das endgültige Zeichen erhalten, ob mit ihrem Konzept der Aufstieg in die ProA tatsächlich realisiert werden kann. Bekanntlich werden die Panthers bei einigen strukturellen Anforderungen von der Stadt Villingen-Schwenningen dabei umfangreich auch unterstützt.

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