Klare Niederlage gegen treffsichere Heidelberger

10.11.2019

Nach zwei Siegen in Folge kassieren die wiha Panthers in der heimischen Deutenberghalle eine deutliche 61:85-Niederlage gegen die MLP Academics Heidelberg. Vor 650 Zuschauern finden die Doppelstädter zunächst kein Mittel gegen die starken Distanzwürfe der Gäste und bleiben offensiv glück- und ideenlos.

 

Wer gehofft hatte, dass die Schwenninger Basketballer nach zwei Erfolgen in der Vorwoche schon reif für einen Überraschungssieg gegen das Spitzenteam aus Heidelberg wären, sollte am Samstagabend enttäuscht werden. Gegen die sehr mannschaftsdienlich und diszipliniert spielenden MLP Academics tat sich die Mannschaft von Alen Velcic von Anfang an schwer. Die Gäste aus der Universitätsstadt erwischten einen guten Start in die Partie und bewiesen sich beindruckend treffsicher aus der Distanz. Immer wieder erarbeiteten sich die Heidelberger angeführt vom Amerikaner Zamal Nixon gute Wurfmöglichkeiten und trafen im 1. Viertel bereits sechs Dreier. Dazu hatten die Schwenninger Probleme gegen die kompakte Verteidigung des Gegners und erzielten in den ersten fünf Minuten nur einen Feldkorb. Als Shy Ely zum zwischenzeitlichen 5:14 erhöhte, nahm Alen Velcic eine Auszeit und stimmte seine Mannschaft neu ein. Kurzzeitig gelang es den wiha Panthers, durch aggressive Verteidigungsarbeit und erfolgreich abgeschlossene Fastbreaks den Rückstand zu verkürzen (14:17). Doch durch einen 8:0-Lauf der Gäste betrug der Rückstand am Ende des Viertels wieder elf Punkte (14:25).

 

Im zweiten Viertel setzte sich der Trend fort und Heidelberg zeigte sich noch immer äußerst treffsicher aus der Distanz. Trotz zwischenzeitlich schneller Punkte durch Leon Friederici und David Dennis wuchs die Führung der Heidelberger weiter an. Als Zamal Nixon nach einem erfolgreichen Korbleger plus Foul den Bonusfreiwurf einnetzte, lagen die Panthers zur Halbzeit bereits mit 16 Punkten hinten (31:47).

 

Im 3. Viertel kam Heidelberg dank der verbesserten Verteidigungsarbeit der Panthers nicht mehr zu so vielen offenen Würfen am Perimeter, konnte aber auf andere Weise scoren. Besonders am offensiven Brett zeigten sich die Academics bissig und erarbeiteten sich viele zweite Wurfchancen nach Offensivrebounds. Immer wenn die wiha Panthers sich wieder halbwegs rangekämpft hatten, fand Heidelberg die richtigen Antworten, um den Vorsprung im Bereich von 15 Punkten und mehr aufrechtzuerhalten.

 

Im Schlussviertel konnten die Panthers keine späte Aufholjagd mehr einleiten. Leichtfertige Ballverluste und kleine Fehler schlichen sich zu einem Zeitpunkt ein, als die Partie längst entschieden war. Beim offensiv schwächsten Auftritt der Saison erzielten die Schwenninger magere 61 Punkte und verwandelten nur einen einzigen Dreipunktewurf in der gesamten Partie. Insgesamt war das zu wenig, um einem Spitzenteam wie Heidelberg Paroli bieten zu können.

 

Alen Velcic (Trainer wiha Panthers Schwenningen): „Gratulation an Heidelberg zu einem Sieg, der auch in dieser Höhe in Ordnung war. Wir haben heute ein ganz anderes Gesicht unserer jungen Mannschaft gesehen, die sich von einem Gegner beeindrucken hat lassen, der mit viel Disziplin und als Team gespielt hat. Es war uns heute nicht möglich, wie gegen Ehingen als Team zu spielen. Angefangen von der Verteidigung des Wurfs und auch dem Rebound-Duell haben wir nichts umsetzen können. Wir hatten heute leider keine ordnende Hand im Aufbauspiel. In der Offensive hatten wir einen anderen Plan, konnten aber nicht umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Heidelberg hat uns von außen totgeschossen in der 1. Halbzeit. Im zweiten Durchgang haben wir die Würfe besser verteidigt, aber Heidelberg hat das Spiel zu jedem Zeitpunkt kontrolliert und immer die richtigen Antworten gefunden. Aber so eine Niederlage gehört zum Wachstumsprozess dazu, den wir als Klub und auch unsere jungen Spieler gerade durchlaufen.“

 

Branislav Ignjatovic (Trainer MLP Academics Heidelberg): „Es war für uns nicht leicht, hier heute zu spielen. Der Schwenninger Sieg in Karlsruhe war für uns ein Warnschuss. Als Trainer musste ich die Mannschaft nicht viel motivieren, denn meine Spieler haben bei Airtango sehen können, wie stark Schwenningen spielen kann. Aber wir haben heute eine sehr konzentrierte Teamleistung gezeigt, bei der keiner unserer Spieler unter 15 Minuten und keiner über 30 Minuten gespielt hat. Als Trainer wünscht man sich solche Spiele. Unser Grundplan ist aufgegangen, den Gegner unter 70 Punkte zu halten. Der Großteil des Siegs ist auf unsere starke Verteidigungsleistung zurückzuführen.“

 

Für die wiha Panthers Schwenningen spielten: Marko Bacak (12 Punkte/5 Rebounds), David Dennis (11), Leon Friederici (9), Yasin Kolo (7), Rasheed Moore (5), Filip Kukic (5), Sean Lloyd (4), Bill Borekambi (4), Jaren Lewis (4), Junior Searcy.

 

Kosta Karamtskos setzte verletzungsbedingt aus. Der 33-jährige Kapitän der Panthers war in der vergangenen Trainingswoche umgeknickt und wurde sicherheitshalber geschont. Im kommenden Spiel gegen die Artland Dragons (Samstag, 16.11., 19:30 Uhr) ist Kosta wahrscheinlich wieder einsatzbereit.

 

Das nächste Heimspiel bestreiten die Schweninnger am Samstag, den 23.11. (20 Uhr), gegen die Rostock Seawolves.

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: Michael Kienzler

 

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