Kjell Deking – Der Mann für die Technik

26.07.2019

Nicht wenige Zuschauer in der Deutenberghalle werden sich schon mal die Frage gestellt haben, welche Aufgaben eigentlich am Anschreibetisch erfüllt werden müssen. Während die Spiele der wiha Panthers laufen, sitzt Kjell Deking zwischen DJ und Kampfgericht. Während rechts von ihm Musik aufgelegt wird, sitzen zu seiner Linken Anschreiber, Anschreiber-Assistent, Zeitnehmer und Wurfuhr-Zeitnehmer. Deking selbst ist als Scouter tätig und steuert obendrein die Videowall. Ohne die wichtige Arbeit am Anschreibetisch wäre die Durchführung eines Basketballspiels gar nicht denkbar. Der „Techniker der Panthers“ gibt uns einen kleinen Einblick in seine Arbeit.

 

Wenn an einem Spieltag die Halle öffnet, ist Kjell Deking regelmäßig einer der ersten ehrenamtlichen Helfer vor Ort. „Ich komme meistens gegen 10 Uhr in die Halle, baue die Technik auf und bin dann bei Jugendspielen als Schiedsrichter, Zeitnehmer oder auch Anschreiber tätig“, berichtet der 23-Jährige. Über seine Mutter, die seit vielen Jahren im Verein tätig ist, ist er schon früh beim Basketball gelandet.
Beim BV Villingen-Schwenningen hat er sämtliche Jugendmannschaften durchlaufen und ist nun in der zweiten Mannschaft der Panthers aktiv. Bei Bedarf hat Deking auch schon beim Training der ersten Mannschaft ausgeholfen und erhielt während der vergangenen Saison sogar eine Spielerlizenz für die ProB.

 

Das Trikot mit der Nummer 33 blieb aber im Kleiderschrank hängen und Deking ohne Einsatz für die wiha Panthers. „Nur wenn sich mehrere Spieler verletzt hätten, wäre ich tatsächlich in den Kader aufgerückt“, erklärt der 2,00 Meter große Forward. So beschränkte sich seine Hauptaufgabe während der Heimspiele auf das Scouting. Jeder, der ein Basketballspiel über den Live-Score verfolgt, ist auf die manuellen Eingaben eines Scouters angewiesen. „Das kann ganz schön stressig werden. Man muss echt aufpassen, dass man sich nicht zu sehr vom Geschehen mitreißen lässt, weil man ja jede einzelne Aktion nachtragen muss“, schildert er den Zwiespalt zwischen gewissenhaftem Dokumentieren und der Leidenschaft zum Basketball. Sinnvollerweise arbeiten Scouter in der Regel als Duo. Es gibt einen Ansager, der permanent das Spielgeschehen beobachtet und alle Aktionen laut ausspricht und einen sogenannten Eintrager, der jede einzelne Aktion ins System eingibt.

 

Wer glaubt, dass sich der im Schwenninger Umland lebende Deking während Auszeiten ausruhen kann, irrt sich gewaltig. Zeit zum Verschnaufen bleibt kaum, denn während Spielunterbrechungen gilt es für ihn, die Einspieler auf der Videowand zu koordinieren. Ab der neuen Saison erweitert sich sein Tätigkeitsgebiet mit der dann aufgebauten LED-Bande zusätzlich. Auch die gilt es zu steuern und die jeweiligen Einblendungen vorher dementsprechend zu programmieren.

 

Über zu wenig Arbeit kann sich der 23-Jährige nicht beschweren. Denn auch nach arbeitsintensiven Spieltagen kümmert sich der technikaffine Basketballer um die Panthers App. Für die kostenlose App trägt Deking Spielergebnisse, Berichte und alle Neuigkeiten rundum die Panthers ein, um die Fans stets auf den aktuellen Stand zu bringen.
Schon seit seiner Kindheit haben Kjell Deking technische Prozesse fasziniert. Auch bei seiner Berufswahl hat die Begeisterung für Technik eine entscheidende Rolle gespielt. Nach einer Ausbildung als Systemelektroniker studierte Deking Elektrotechnik in Furtwangen und arbeitet nun in einem Unternehmen in Tuttlingen in der Entwicklung.

 

Eine besondere Herausforderung wartet auf den Techniker der Panthers am 28. Dezember. Dann tragen die wiha Panthers Schwenningen erstmals ein Spiel in der Helios Arena aus. Gegen die Tigers Tübingen wird dann ein Zuschauerrekord angepeilt. Und für Kjell Deking heißt es, das sonst in der Deutenberghalle zum Einsatz kommende Equipment in der großen Helios Arena zu integrieren. Die Vorbereitungen für das Weihnachtsspiel haben für Deking bereits begonnen: „Es gab bereits erste Gespräche, bei denen wir uns über technische Besonderheiten ausgetauscht haben. Das wird ein super Event und für die Fans ein unvergesslicher Abend“, versichert der Mann für die Technik.

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: Michael Kienzler

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