Keine Bescherung beim Weihnachtsspiel

22.12.2019

Die wiha Panthers Schwenningen müssen sich im Weihnachtsspiel gegen die RÖMERSTROM Gladiators Trier in einer lange Zeit offenen Partie mit 68:81 geschlagen geben. Dabei hadern die Schwenninger im 3. Viertel mit einigen Schiedsrichterentscheidungen, durch die Trier zu vielen einfachen Punkten an der Freiwurflinie und einem entscheidenden Vorsprung  kommt.

 

Einmal mehr zeigen, die wiha Panthers eine gute Leistung in der 2. Basketball Bundesliga ProA. Doch erneut gibt es kein Happy End für die Schwarzwälder. Vor 830 Zuschauern in der Schwenninger Deutenberghalle legen die Hausherren zunächst munter los. Borekambi, Bacak und Kolo bringen die Panthers durch geschickt herausgespielte Würfe in Korbnähe zu einer schnellen 10:0-Führung. Da auch die Verteidigung geschlossen steht, beißen sich die Trierer Gäste zunächst die Zähne an der Zonenverteidigung der Schwenninger aus. Geschlagene fünfeinhalb Minuten vergehen, bis die Moselstädter ihre ersten Zähler erzielen. Doch die Gladiators finden offensiv ihren Rhythmus und antworten ihrerseits mit einem 13:4-Lauf. Beim Stand von 14:13 geht es in die Viertelpause.

 

Im zweiten Viertel spielen die Gäste eine aggressive Pressverteidigung, bei der der ballführende Spieler der Panthers hart attackiert und gedoppelt wird. Triers Stefan Ilzhöfer bringt die Gäste durch seine verwandelten Distanzwürfe in Führung (18:22). Aber die wiha Panthers stecken nicht zurück und gehen dank zwei verwandelten Freiwürfen von Neuzugang Drew Brandon mit einer 32:31-Führung in die Pause.

 

Nach der Halbzeit sehen die Zuschauer ein offenes, hart umkämpftes Spiel mit vielen Führungswechseln. In der 28. Spielminute nimmt das Spiel beim Stand von 50:50 eine entscheidende Wendung. Nachdem Kosta Karamatskos zunächst ein persönliches und anschließend ein technisches Foul bekommt, wird die Stimmung in der Deutenberghalle immer aufgeheizter. Der sich über die Foulverteilung wundernde Panthers-Trainer Alen Velcic erhält kurz vor Ende des Durchgangs sein zweites technisches Foul und wird des Spielfeldes verwiesen. Durch die resultierenden Freiwürfe geraten die Schwenninger in den ersten größeren Rückstand des Abends. Aus dem 50:50 wird binnen nur zwei Minuten ein 50:63. Die abgezockte Mannschaft er Gäste versteht es gut, den Vorsprung clever zu verteidigen. Und die ohne ihren Head Coach agierenden wiha Panthers tun sich schwer damit, in der Offensive geeignete Mittel zu finden, um den Rückstand reduzieren zu können. Ein Dreier von Trier Topscorer Jordan Geist sorgt dann fünf Minuten vor Ende für die Vorentscheidung (55:70). Die letzten Punkte von Rasheed Moore und Leon Friederici dienen nur noch der Ergebniskosmetik.

 

„Schwenningen hat uns heute das Leben wirklich sehr schwer gemacht“, schilderte Triers Trainer Christian Held nach dem Spiel. „Ich war nicht zufrieden, wie wir in der ersten Halbzeit offensiv gespielt haben. In der zweiten Halbzeit haben wir das etwas cleverer gelöst und deutlich besser attackiert. Ausschlaggebend für den Sieg war sicher, dass wir Schwenningen nicht erlaubt haben, in einem Viertel mehr als 18 Punkte zu erzielen.“

 

„Gratulation an Trier, die am Ende verdient gewonnen haben. Wir hatten einen ordentlichen Gameplan, der auch recht gut aufgegangen ist. Auch wenn wir offensiv einige Probleme hatten, sind wir defensiv sehr gut gestanden. Bis zum 50:50 lief alles gut. Kosta hat dann ein technisches Foul erhalten, weil er eigentlich in Richtung seiner Mutter abgewunken hat. Die Schiedsrichterin hat das auf sich bezogen. Als ich versucht habe, auf die einseitige Foulverteilung hinzuweisen, habe ich das zweite technische Foul erhalten. Das ist für mich völlig unverständlich. In der Phase waren die Schiedsrichter leider überfordert und haben die Linie verloren. Schiedsrichter haben halt auch mal einen schlechten Tag. Damit müssen wir leider leben! Meine Mannschaft hat komplett die Konzentration verloren. Wir hätten in der Phase eine Trotzreaktion zeigen müssen, aber Trier hat am Ende einfach clever und abgezockt gespielt.“

 

Für die wiha Panthers spielten: Yasin Kolo (15 Punkte/8 Rebounds), Bill Borekambi (14), Jaren Lewin (10), Ivan Mikulic (8), Rasheed Moore (7), Leon Friederici (7), Sergey Tsvetkov (3), Drew Brandon (2), Marko Bacak (2), Kosta Karamatskos und Filip Kukic.

 

Bereits am nächsten Samstag steht für die wiha Panthers das nächste Heimspiel an. Dann tragen die Schwenninger Basketballer erstmals in ihrer Vereinsgeschichte ein Spiel in der 6200 Zuschauer fassenden Helios Arena aus. Tickets für den “Basketball Super Slam” können in unserem Online-Ticketshop erworben werden.

 

TEXT / FOTO: Manuel Schust

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