Kampf um Platz 2 – Richtungsweisendes Auswärtsspiel in Frankfurt

26.01.2019

2. Basketball Bundesliga ProB Süd, 18. Spieltag: Frankfurt Skyliners Juniors – wiha Panthers Schwenningen (Samstag, 18 Uhr, Frankfurter Nordwestzentrum). Im Topspiel Dritter gegen Zweiter geht es am heutigen Abend um die Chance auf das bessere Play Off-Heimrecht im Achtel- und Viertelfinale. Der Ausgang der Partie ist völlig offen.

 

Ausgangslage: Beide Mannschaften haben 11:6-Siege und 22 Punkte auf dem Konto. Tabellenführer Bayer 04 Leverkusen (16:1/32) ist vor den letzten fünf Begegnungen der Hauptrunde nur noch theoretisch von den Panthers einholbar. Damit konzentriert sich alles auf die Plätze dahinter. Für die erste KO-Runde sind die Ränge zwei bis vier wichtig, um gegen den Achten Fünften bis Siebten aus dem Norden das bessere Heimrecht zu haben. Zuletzt haben die Schwenninger zwei von drei Spielen verloren. Frankfurt gewann dagegen zwei Partien und hatte zweimal bereits ein Topspiel gegen Elchingen (81:75) sowie Leverkusen (64:86). „Unser Ziel ist es, nachdem wir die Coburg-Partie abgehakt haben, dass wir schnell wieder in die Spur kommen und das Spitzenspiel gewinnen wollen. Ich bin mir sicher, dass wir dazu in der Lage sind“, so Velcic.

 

Personalsituation: Bei den Panthers ändert sich zum vergangenen Wochenende nichts. Center Seid Hajric wird das dritte Spiel hintereinander wegen seiner Oberschenkelverletzung (Zerrung) ausfallen. Bei ihm geht Alen Velcic kein Risiko ein und möchte ihn Richtung Play Offs in Topform bringen. Da Liga-Topscorer Rasheed Moore ohnehin in der Regel 36 bis 40 Minuten fast immer durchspielt, teilen sich die anderen vier Ausländer die Restspielzeit von im Schnitt 40 bis 44 Minuten auf. Da auch Boyko Pangarov (Grippe) weiterhin fehlt, hat der Schwenninger Coach auf den beiden Positionen mit Sergey Tsvetkov und Darius Pakamanis zwei zuverlässige Akteure, die sich je nach Spielvarianten einsetzen lassen. Auf den Lokal Player-Positionen stehen außer Kosta Karamatskos (befindet sich wieder im Training) alle fünf deutschen Spieler, wobei Velcic mit vier Akteuren um Bill Borekambi, Leon Friederici, Hannes Osterwalder und Anell Alexis und Abu Abaker rotiert und Dion Braimoh als Ergänzungsspieler zur Verfügung steht.

 

Hinspiel: In Schwenningen gewannen die Panthers im November mit 68:48 deutlich mit +20 Punkten Vorsprung. Bei einem Sieg in Frankfurt sind sie mit einem Erfolg mehr und dem besseren direkten Vergleich fast sicher Zweiter, da die Verfolger immer wieder Federn lassen. Verlieren die Velcic-Schützlinge, dann werden sie überholt, können aber bei einer Niederlage mit maximal -19 Punkten den direkten Vergleich für sich verbuchen und bei einem Sieg weniger immer noch Zweiter werden. Spannung bis zum Ende ist daher vorprogrammiert. Schlechter Erinnerungen an den höchsten Saisonsieg im Vorrundenspiel, als die Panthers nach ein paar Minuten bereits mit 11:0 führten hat Kapitän Karamatskos – er riss sich bei einem Zweikampf die Bizepssehne und fällt seither aus.

 

Gästetam: Das Frankfurter BBL-Farmteam um Trainer Sebastian Gleim (34) muss am Samstag auf vier Nachwuchsspieler verzichten. „Wir hatten schon im Dezember eine Anfrage wegen einer möglichen Spielverlegung unter die Woche. Doch da bei uns etliche Akteure berufstätig sind, wäre dieser Aufwand einfach nicht möglich gewesen“, so Geschäftsstellenleiter Holger Rohde zu den Gesprächen mit Fraport-Manager Dennis Sidjabat. „Dies war für die Skyliners jedoch kein Problem, sie haben ja einen breiten Kader mit Nachwuchskräften.“ Grund des Verlegungswunsches und Fehlens des Quartetts war: An diesem Wochenende findet in München das ADIDAS NEXT GENERATION TOURNAMENT Turnier der Euroleague statt. Die Juniors Len Schoormann, Jordan Samare, Max Begue und Calvin Schaum stehen daher nicht zur Verfügung. Dennoch ist das Ziel von Coach Gleim klar: „Wir wollen an die starke Leistung gegen Elchingen anknüpfen, uns zudem für die Hinspielniederlage revanchieren und daheim gegen Schwenningen gewinnen, um auf den zweiten Tabellenplatz vorzurücken.“

 

Quervergleich: Interessante Duelle mit Schlüsselcharakter dürfte es geben zwischen Rasheed Moore (22,4 Punkte) und Cosmo Grühn, Leon Friederici (11,1) und Dennis Mavon (18,5) sowie Bill Borekambi (16,1) und Armin Trtovac (12,2) die beide starke Rebounder sind (7,2:7,1). Grühn machte gegen Elchingen (18-9) fast ein Double-Double und hat mit Mavin die meiste Spielzeit verbucht (über 30 Minuten). Zudem machte Mavin in den letzten drei Partien 63 Punkte (18-23-21), was dem Schnitt von Panthers-Korbjäger Moore nahe kommt, der in 16 der 17 Saisonspiele immer zweistellig traf und in den letzten vier Partien nie weniger als 19 Zähler erzielte (29-19-36-37).

 

Neujahrsempfang: Bei der gut dreistündigen Veranstaltung am Montag Abend im Genussatleier von Sponsor Meik Gildner und dessen Werbeagentur waren nicht nur die Panthers begeistert. Oberbürgermeister Jürgen Roth freut sich, „dass wir mit den Panthers und Basketball in der Doppelstart eine weitere Profisportart etablieren können, was ein unermesslicher Werbeeffekt für unsere Region darstellt.“ FDP-Bundestagsabgeordneter Marcel Klinge, ebenfalls ein Basketball-Fan pflichtete ihm bei. „Was die Panthers in den letzten Monaten auf die Beine gestellt haben ist aller Ehren wert und natürlich wollen wir alle sie unterstützen und mithelfen, dass es sportlich noch weiter nach oben geht.“ Über 60 Sponsoren waren in dem von Geschäftsstellenleiter Holger Rohde moderierten Abend anwesend. „Ich kann mich erinnern, dass wir im Jahr davor sechs Besucher hatten, was mich nun unheimlich stolz macht und uns zeigt, welche Wertschätzung uns die Unterstützer für unsere Arbeit entgegenbringen“, freute sich Frank Singer, der sich nach einer kleinen Pause in vorderster Front zukünftig wieder verstärkt mit seiner Erfahrung einbringen wird. Trainer Alen Velcic, der Kapitän Kosta Karamatskos mit zu dem Abend brachte ist überzeugt, „dass wir mit unserer Seriosität, der Zuverlässigkeit und dem Verantwortungsbewusstsein der Liga gegenüber, unseren Sponsoren und den Fans auf dem richtigen Weg sind. Natürlich wollen und müssen wir bei den zukünftigen Anforderungen unseren Etat deutlich anheben, die Rahmenbedingungen verbessern, mehr Personal einstellen und insgesamt neben den sportlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen strukturell wachsen.“

 

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