Heimnimbus gewahrt – Die Wiha Panthers gewinnen gegen die RheinStars Köln mit 82:65

13.01.2019

BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd

16. Spieltag: wiha Panthers Schwenningen – RheinStars Köln 82:65 (24:15, 18:17, 16:15, 24:18)

 

Die Festung Deutenberg steht: Vor rund 600 Zuschauern gestern Abend haben die Panthers ihren Heimnimbus gewahrt und gegen den Tabellenletzten aus dem Rheinland im achten Heimspiel den achten Sieg unter Dach und Fach gebracht. Die Play Offs sind nach diesem Wochenende mit 11:5-Siegen greifbar nahe – noch dazu als Tabellenzweiter, weil die Verfolger Erfurt und Coburg ihre Spiele verloren haben.

 

„An diesem Wochenende haben alle für uns gespielt und wir auch für uns selber“, freute sich Trainer Alen Velcic. Die Analyse zu der Partie gegen die RheinStars war einfach und klar: „Wichtig war heute, dass wir die erneuten Ausfälle haben kompensieren können und einige Jungs haben ein sehr starkes Spiel gemacht“, lobte er zusammen mit Hallensprecher Holger Rohde den besten Schützen Bill Borekambi (26 Punkte) der zudem 40 Minuten durchspielte sowie Kapitän Sergej Tsvetkov, der es in 20 Minuten Spielzeit auf sagenhafte 19 Punkte brachte. Da durfte sich Korbjäger Rasheed Moore mit seinen 19 Punkten an diesem Tag etwas zurücklehen – der ein oder andere Wurf ging ihm daneben.

 

Aber die Gäste aus Köln verkauften sich teuer: Sie hatten einen guten Start und lagen in der 4. Minute mit 5:11 vorne. Dann riss ihr Faden und die Panthers legten los. Ein starker 15:0-Lauf über vier Minuten ohne Korb der Domstädter, bei denen Topmann Yasin Kolo verletzt schmerzlich vermisst wurde, nutzten die Hausherren und drehten das Spiel in eine 20:11-Führung. Bis zum Ende der ersten zehn Minuten hielt dieser Vorsprung (24:15). Diesen bauten die Panthers zu Beginn des zweiten Abschnitts bis auf 31:15 aus (22.). Lange Zeit die höchste Führung im Spiel.

 

Alen Velcic setzte derweil über weite Strecken bis vier Minuten vor dem Ende auf eine kleine Rotation mit nur sieben Akteuren. Center Seid Hajric fehlte mit einer Oberschenkelzerrung, Hannes Osterwalder hat der hartnäckige Virus nun schon 14 Tage lahm gelegt. Ob beide gegen Coburg spielen können am kommenden Samstag um 20 Uhr (wieder daheim) ist noch fraglich. Zurück zum Spiel gegen Köln: Die Gäste hatten einen US-Amerikaner Tucker Haymond, der mit 24 Punkten bester Werfer war, die meisten jedoch von der Freiwurflinie versenkte. So verkürzte er mit einem 6:0-Freiwurflauf auf 31:21. Bei diesen zehn Punkten Abstanfd pendelte sich das Geschehen fortan ein. Über ein 33:25 (17.) und einen 2:12-Run der Kölner wurde Velcic an der Linie bei einer Auszeit lauter – es passte ihm gar nicht, dass der Schlendrian einzog. Gesagt getan: Bis zur Halbzeit legten die Schwenninger kurz wieder einen Zahn zu und mit einem 18:17 wurde von 36:30 und dem engsten Abstand wieder auf einen 42:32-Pausenstand gestellt.

 

Aufgeben kam für Gästetrainer Matt Dodson jedoch nicht in Frage. „Wir wollten hier alles versuchen. Aber bei den Panthers haben Borekambi und Tsvetkov sehr gut getroffen, letzterer in wenigen Minuten gleich zehn Punkte. Richtig und wegweisend. Im dritten Viertel legte die starke Defense der Hausherren die Kelle auf – Pakamanis traf auch vorne per Dreier. Abu Abaker machte ein starkes Spiel, mit viel Tempo was mit acht Assists und fünf Rebounds belohnt wurde. Getoppt wurde er nur von Borekambi, der mit seinen zwölf Rebounds ein Double-Double erreichte und nach dem Spiel glücklich meinte: „Es ist Wahnsinn. Als ich aus Rostock kam hätte ich nie gedacht, dass wir hier ein so tolles Publikum haben und die ersten acht Spiele alle gewinnen würden.“ Er trug gegen Köln seinen Teil dazu bei. Das dritte Viertel gewannen die Schwenninger bis zur 30. Minute wieder knapp mit 16:15 zum 58:47-Zwischenstand. Dodson gab zwischenzeitlich seinem Topmann Haymond in er 27. Minute mit bereits 20 Punkten eine kleine Verschnaufpause.

 

Zwar war noch nichts entschieden, aber die Gastgeber waren Herr der Lage. Immer wenn die Gäste wie durch zwei Dreier Vladimir Nemcok etwas verkürzten, konterten die Panthers. Bei einer Serie von zehn Freiwürfen, ging immerhin immer einer rein, so dass die RheinStars nicht mehr näher rankommen können und der Sieg nie gefährdet war. Über ein 61:47, 70:57 und 75:69 wurden es letztlich am Ende +17 Punkte Vorsprung des Favoriten. Alen Velcic ließ in der Schlussphase mit Boyko Pangarov und Dion Braimoh die Spieler Nummer acht und neun auf‘s Feld, und auch den letzten Abschnitt entschieden die Panthers mit 24:18 für sich.

 

Statistik (Panthers zuerst genannt):

Dreier: 5:5, Freiwürfe: 76:86 Prozent (Panthers: 19 von 25 getroffen/Köln: 18 von 21 getroffen), Rebounds: 45:35, Steals: 11:3, Turnovers: 8:11, Fouls: 18:19.

 

Schwenningen (Punkte/Rebounds/Assists/Minuten): Bill Borekambi (26-12-1-40), Rasheed Moore (19-8-4-38), Sergej Tsvetkov (19-5-0-20), Leon Friederici (8-6-1-31), Darius Pakamanis (6-2-0-20), Abu Abaker (2-5-8-38), Dion Braimoh (2-1-0-4), Anell Alexis (0-2-0-7), Boyko Pangarov (0-0-0-2).

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