Harte Gangart verunsicherte die Baskets

02.12.2019

Oberliga Württemberg Frauen:
BV Villingen-Schwenningen – TG Nürtingen 65 : 78

Von Beginn an zeigten die Gäste aus Nürtingen, wo ihre Stärken lagen: im intensiven verteidigen, keine Züge zum Korb zulassen, im Zweifelsfall ein Foul nehmen. Damit erzeugten sie den nötigen Druck, um die Gastgeber aus VS zu verunsichern. So kam es zu mehreren Ballverlusten und technischen Fehlern, die geschickt ausgenutzt wurden. Auch das Ganzfeldpressing, das eigentlich auf dem Plan der Gastgeberinnen stand, erzeugte mehr Druck durch die Nürtingerinnen, als durch die Spielerinnen aus Villingen-Schwenningen. Doch mit 10:14 zog man sich im ersten Viertel noch gut aus der Affäre. Tatsächlich gab es nicht den großen Bruch im Spiel, aber Nürtingen konnte in jedem Viertel zwischen vier und sieben Punkte mehr erzielen und so das Spiel dominieren und am Ende gewinnen. Dabei kamen mit Selina Dertinger (19 Punkte), Anja Elbel (14), Rebecca Vetter (12) und Michelle Werner (12) dieses Mal vier Spielerinnen in den zweistelligen Bereich, aber es fehlte die Unterstützung durch einfache Punkte unter dem Korb. Einen kleinen Bruch im Spiel gab es, als Imke Weißer, einer der Motoren des Spiels, verletzt unter dem Korb liegen blieb und nicht mehr ins Spiel zurückkehren konnte. Zur 28:37 Halbzeit bemängelte Trainer Sergey Tsvetkov, dass zu viel gedribbelt und zu wenig nach sinnvollen Pässen geschaut wurde und verordnete für das nächste Viertel eine Passpflicht als erste Option. So kam man zwar leichter über die Mittellinie, aber da die Nürtingerinnen konsequent an der Linie zwischen körperlichem Spiel und Foul agierten, fand man sich oft an der Freiwurflinie wieder (insgesamt gab man 38 Würfe von der Freiwurflinie ab, traf davon aber nur 21 Punkte), anstatt zwei Punkte auf das Scoreboard zu bringen. Dabei wechselte der Gästetrainer konsequent so aus, dass am Ende zwar drei Spieleinnen mit vier Fouls belastet waren, aber im Gegensatz zu den Baskets, die Michelle Werner in der 37. Minute mit ihrem fünften persönlichen Foul verloren, musste keine Spielerin der Gäste vorzeitig auf die Bank. Am Ende kann man sagen, dass man sich mit 65:78 nicht schlecht verkauft hat, aber man die Vorgaben und Vorsätze nicht alle umgesetzt hat. Damit bleibt Nürtingen weiter im Rennen um die Tabellenspitze, während sich die Spielerinnen aus VS weiter im letzten Tabellendrittel platzieren.

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