Gute Vorbereitung wird belohnt – neues Team mit klarer Rollenverteilung

25.09.2018

Starting Five: Um Punkt 20 Uhr ging es wie immer unter den musikalischen Klängen von DJ Stephan von Voigt mit „It´s Panthers Time“ am Samstag Abend los in der Deutenberghalle. Die 900 Zuschauer bekamen beim 87:71-Traumstart gegen die Gießen 46ers Rackelors alle zehn Panthers-Spieler im Einsatz zu sehen. Die erste Start-Formation der Saison bildeten Rasheed Moore, Bill Borekambi, Seid Hajric, Leon Friederici und Kosta Karamatskos. „Eine ideale Zusammenstellung, was unser Trainer da losschickte“, freute sich Geschäftsstellenleiter Holger Rohde, der gleichzeitig wieder als Hallensprecher fungierte.

 

Perfekter Einstand: Und begeistert stellte er in den ersten Minuten fest, „dass es für Leon Friederici nicht hätte besser beginnen können: 20 Punkte insgesamt in knapp 26 Minuten Einsatzzeit – dazu gingen die ersten acht Panthers-Körbe auf sein Konto. „Keine Ahnung, was da passiert ist, es lief einfach von Beginn an für mich“, so der Neue von Schalke 04. Rohde hatte eine Erklärung: „Ich kam um 17.30h in die Halle, wer war da schon da und machte sich kurze Zeit später mit Kopfhörer, Musik und zwei Bällen bereits warm: Leon. Da wußte ich, der brennt heute, der will hier was besonderes reißen.“

 

Dauerbrenner: Fast 37 der 40 Minuten stand der US-Amerikaner Rasheed „Rashko“ Moore auf dem Feld. 24 Punkte gelangen ihm, damit war er bester Werfer der Schwenninger. „Rasheed ist zur Zeit in bestechender Form“, zeigte Coach Velcic auf.

 

Kleiderschrank: Wer am Samstag Abend den neuen Center Seid Hajric mit seinen 2,04 Metern Größe und 117 Kilogramm Kampfgewicht unter dem Gießerner Korb beim Punktesammeln erwartet hatte, der täuschte sich. Doch gespielt hat der Serbo-Pole trotzdem – rund 25 Minuten. Und dies ganz stark: „Er hat zwar keine Punkte gemacht, aber eine tolle Leistung abgeliefert. Seine Arbeit in der Defensive war sehr wichtig“, lobte Trainer Alen Velcic. In der Tat: Der 35-jährige Kleiderschrank stellte sich meistens zwei Gießenern in den Weg. Die konnten ihn einfach nicht wegschieben, direkt am Mann presste er die unerfahrenen 46er-Nachwuchsleute ein ums andere Mal fest. „Natürlich bin ich etwas traurig, weil ich keine Körbe erzielt habe, aber wichtig war unser erster Sieg. Und wenn alle anderen mit mir zufrieden waren, dann beruhigt mich dies“, so der Hüne ganz bescheiden. Er leistete wichtige Zu-Arbeit für Kosta Karamatskos (32) und bekleidete den Part, den ansonsten immer Darius Pakamanis (37) inne hat, der nur zehn Minuten spielte – insgesamt eine ältere Defense mit zusammen 102 Jahren, die den jungen Hessen den Zahn zog.

 

In der Ruhe liegt die Kraft: Ein ruhiger Zeitgenosse ist Bill Borekambi. Die frische Seeluft Rostocks hat er gegen Tannennadelgeruch im Schwarzwald getauscht. Am Freitag noch mit „chilligem“ Auftritt beim Radiosender antenne1/neckarburg in Rottweil, tags darauf mit 18 Punkten ein starker Einstand im Panthers-Orange. Leider verletzte er sich kurz vor dem Ende. „Ja das Knie hat was abbekommen. Ich muss es kühlen, dann wird es schon wieder.“

 

Effektiv: Nur neun Minuten spielte Sergej Tsvetkov – die wiederum gestaltete er brutal effizient. Mehrmals nutzte er seine Reaktions- und Handlungsschnelligkeit und „veredelte“ Fehlversuche seiner Nebenleute erfolgreich in den Korb. So sammelte er elf Punkte, versenkte sogar einen Dreier. „Bulgarian Stallion“ nennt ihn Holger Rohde, weil er ein strammes Fitness-Programm absolviert. Zudem ist der 30-Jährige vor seiner eigenen Partie wieder als Trainer der Oberliga-Damen-Mannschaft an der Coaching-Linie im Einsatz gewesen.

 

Rahmenbedingungen: Die Panthers-Verantwortlichen indes hatten sich im Vorfeld bemüht die Zuschauer mit Änderungen zu empfangen. „Uns ging es darum, trotz des Stress der letzten Wochen gute Laune und Freude zu verbreiten. Die Bewirtung zu verbessern, den Ticketeinlass geschickter abzuwickeln. Der neue Fanshop von Markus Vett wurde super angenommen, die Videowand ist gut angekommen. Da haben wir zukünftig natürlich ein wahnsinniges Steigerungspotential in Sachen Vermarktung, Unterhaltung und Animation von Videos und Audiobeiträgen. Unser Team um diese Dinge ist schon mit zwei weiteren Helfern angewachsen“, zeigt Holger Rohde zufrieden auf.