Erste Niederlage seit einem Jahr

25.10.2018

Nach der ersten Niederlage der wiha Panthers Schwenningen in der 2. Bundesliga ProB kam auf Trainer Alen Velcic unweigerlich die Frage zu, wie er denn damit umgehe, nachdem er nun über ein Jahr nicht mehr verloren hat? „Es war klar, dass es uns irgendwann auch einmal erwischt. Das war sicherlich vermeidbar, aber letztlich kein Beinbruch. Es passiert und wir wissen woran es gelegen hat“, so seine schnelle Analyse.

Woran lag es denn? Beim tiefer gehenden Aufarbeiten musste er nur die Wurfquote bemängeln. „Ja die Dreier, vor allem in den letzten Minuten, die sind nicht reingegangen. Wenn wir die treffen, bleibt es enger und wir sind vielleicht wieder bis auf zwei dran und nicht acht oder zehn Weg.“ Kapitän Kosta Karamatskos sah es ebenso: „Die offenen Würfe sind nicht gesessen, obwohl wir diese Chancen sehr gut herausgespielt haben. Es war schade, da war eindeutig mehr möglich“, war dies nun im schwäbischen Derby Lehrgeld für die Panthers. Sicher auch der Umstand, dass der lädierte Oberschenkel von Karamatskos nur 17 Minuten Einsatzzeit zugelassen hat. „Ich hätte gerne länger gespielt, aber das Risiko war zu hoch. Diese Woche habe ich jetzt wieder Physio, trainiere und dann bin ich mir sicher, dass ich gegen Würzburg am Samstag im kommenden Heimspiel wieder voll angreifen kann“, so der Point Guard. Alen Velcic hofft es ebenso, „denn Kosta ist unser Gehirn. Hat man deutlich gesehen, dass er fehlte.“ Doch gerade deshalb war der Coach mit dem Spieler seiner Mannschaft trotzdem zufrieden und lobte: „Ich habe viele positive Dinge gesehen. Wir haben mit dem Meister auf Augenhöhe gespielt. Sie mussten gegen uns ihr bisher bestes Saisonspiel abliefern um zu gewinnen. Unsere Defense hat ganz stark gespielt. Und wir konnten uns in der zweiten Halbzeit dabei sogar noch steigern.“

Was fehlte war die Punkteausbeute – im letzten Viertel nur noch zwölf Körbe. Auch beim Topwerfer-Trio Rasheed Moore (18), Bill Borekambi (18) und Leon Friederici (15). Borekambi spielte 35 Minuten und sammelte mit zehn Rebounds zudem sein erstes Double-Double im Panthers-Trikot. US-Boy Moore schaffte in 33 Minuten noch acht Rebounds. Komplett durchgespielt als Dauerbrenner hat Friederici, der volle 40 Minuten auf dem Parkett stand. Ebenfalls zweistellig punktete Sergej Tsvetkov (10), der die viert meiste Spielzeit der Schwenninger Akteure bekam.

Etwas länger hätte gerne Hannes Osterwalder mitgemischt. „Unglaublich, sowas habe ich noch nie erlebt“, ärgerte sich Alen Velcic über die beiden Schiedsrichter. Kaum stand Osterwalder auf dem Feld bekam er ein Foul. „Jede seiner fünf Aktionen in sechs Minuten wurde abgepfiffen und raus war er“, haderte der Panthers-Coach nicht mit seinen Jungs. Denn Karamatskos erging das gleiche Schicksal in der zweiten Hälfte.

„Damit hatten wir dann nur noch eine kleine Rotation weil zwei Lokal Playeraus dem Spiel genommen waren“, so Velcic. Umso wichtiger war der Umstand, dass Neuzugang Paul Owuso-Frimpong am Freitag Nachmittag verpflichtet wurde. Ob er weiterverpflichtet wird und welche Rolle er spielt, entscheidet sich diese Woche: „Wir können einen elften Spieler in jedem Fall brauchen, weil der Kader doch ziemlich eng wird, wenn einer ausfällt.“

Nun ging der Blick von Velcic zu Beginn der Woche schon wieder nach vorne: Im Training stand natürlich Dreier-Würfe auf dem Programm, damit diese Quote wieder deutlich besser wird. Der nächste Gegner wartet am kommenden Samstag um 20 Uhr auf dem Deutenberg, das BBL-Farmteam der TG s.Oliver Würzburg II, dem Heimatverein von NBA-Star Dirk Nowitzki. „Da werden wir versuchen unsere Chancen besser zu nutzen und wieder mehr Würfe zu treffen“, ist sich Leon Friederici sicher, dass das Abschlussglück zurückkehrt und auch Alen Velcic denkt immer nur in einer Kategorie: „Wir greifen wieder an und wollen den dritten Heimsieg für unser tolles Publikum einfahren.“

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