Englische Woche startet in Chemnitz

08.10.2019

Viel Zeit zum Hadern über die knappe 74:80-Niederlage im letzten Heimspiel gegen Science City Jena bleibt den wiha Panthers nicht. Denn in der Barmer 2. Basketball Bundesliga ProA erwarten die Schwenninger nun drei Auswärtsspiele binnen zehn Tagen. Schon am morgigen Mittwoch (19:30 Uhr) steht die schwierige Partie bei den NINERS Chemnitz an, die als Topfavoriten auf die Meisterschaft gelten.

 

Schon in der letzten Spielzeit waren die NINERS das Maß aller Dinge in der ProA und schlossen die Hauptrunde als dominierendes Team mit einer Bilanz von 24 Siegen und nur 6 Niederlagen auf Platz 1 ab. In den Playoffs scheiterte die Mannschaft von Trainer Rodrigo Pastore unglücklich im entscheidenden fünften Halbfinalspiel gegen die Hamburg Towers. Während die Towers in die Basketball Bundesliga aufstiegen, musste man sich in Chemnitz auf die 18. Zweitligasaison in Folge vorbereiten, in der das große Ziel Aufstieg nun geschafft werden soll.

 

Dafür verpflichteten die NINERS mit Jan Niklas Wimberg, Luis Figge und Rückkehrer Chris Carter drei hochkarätige Neuzugänge aus der 1. Liga. Dazu gelang es den Sachsen, mit den starken ProA-Spielern Dominique Johnson (aus Karlsruhe) und Terrell Harris (aus Rostock) den Kader noch breiter aufzustellen und punktuell zu verstärken. Aus dem Vorjahr kehren mit Kapitän Malte Ziegenhagen, US-Forward Ivan Elliott und Veteran Virgil Matthews bekannte Leistungsträger zurück.

 

Dass der Titelfavorit nicht unschlagbar ist, haben jüngst die RÖMERSTROM Gladiators Trier bewiesen, die dank eines 97:92-Heimsiegs Chemnitz überraschend die erste Saisonniederlage zugefügt haben. Die NINERS werden im Spiel gegen Schwenningen darauf brennen, vor eigenem Publikum die Niederlage in Trier vergessen zu machen. „Für uns ist das vermutlich das einfachste Spiel der Saison“, ließ Panthers-Trainer Alen Velcic im Vorfeld der Partie verlauten. „Wir haben nichts zu verlieren und können in Chemnitz eigentlich nur gewinnen.“

 

Es ist kein Geheimnis, dass die wiha Panthers, die als Aufsteiger mit etwa eines Fünftels des Etats der NINERS auskommen müssen, auf dem Papier der klare Außenseiter sind. „Chemnitz hat eine starke Mannschaft mit außerordentlich guten Amerikanern, die alle sehr erfahren in Deutschland sind und das europäische Spiel verinnerlicht haben. Die Niners spielen einen sehr intensiven Basketball und es muss bei uns wirklich alles gut laufen, damit wir eine reelle Chance in Chemnitz haben.“

 

Nichtsdestotrotz sieht man in Schwenningen die Fahrt ins 550 Kilometer entfernte Chemnitz nicht als bloßen Mannschaftsausflug unter der Woche an. Die starke zweite Halbzeit gegen Jena, die mit 49:33 gewonnen wurde, die gute Offensivleistung mit 90 Punkten in Bremerhaven und die Rückkehr der zuletzt verletzungsbedingt nicht eingesetzten Flügelspieler Bill Borekambi und Sean Lloyd macht den Panthers Hoffnung auf ein gutes Spiel: „Wir fahren in Vollbesetzung nach Chemnitz und wir wollen sehen, ob es für uns dort etwas zu holen gibt“, erklärt Velcic weiter. „Wenn wir die Intensität aus der zweiten Halbzeit des Jena-Spiels aufs Parkett bringen können, wird es ein interessantes Spiel werden.“

 

Übertragen wird die Begegnung der NINERS Chemnitz und den wiha Panthers Schwenningen am Mittwochabend (19:30 Uhr) im Livestream von Airtango (www.airtango.live).

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: Michael Kienzler

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