Endspurt sichert Auftaktsieg

18.10.2020

In einem spannenden Endspurt sichern sich die wiha Panthers beim Saisonauftakt in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA einen 79:78-Heimsieg gegen Paderborn. 100 erlaubte Zuschauer erleben in der Deutenberghalle eine dramatische Schlussphase, in der Chris Frazier am Ende Nervenstärke beweist.

 

Nach über sieben Monaten Spielpause dürfen die wiha Panthers Schwenningen wieder einen Pflichtspielsieg bejubeln. Den Auftaktsieg zur neuen Spielzeit 2020/2021 können nach steigenden Infektionszahlen und der Allgemeinverfügung des Landratsamts Schwarzwald-Baar-Kreis zwar nur 100 Zuschauer verfolgen, die per Losverfahren bestimmt wurden. Doch die erleben ein spannendes Spiel, das erst mit dem letzten Wurf entschieden wird.

 

In einem offensiv geprägten 1. Viertel zeigen sich gleich die unterschiedlichen Spielanlagen beider Mannschaften. Während die Panthers durch ihr schnelles Umschaltspiel den Weg zum Korb suchen und zu vielen leichten Punkten kommen, bestechen die Gäste aus Paderborn durch ihre Distanzwürfe. Mit fünf verwandelten Dreiern in der Anfangsphase haben die Ostwestfalen immer wieder die passende Antwort. Bei den Panthers trumpfen vor allem die beiden Amerikaner Nate Britt und Shaun Willett groß auf und generieren aus Ballgewinnen und Rebounds immer wieder schöne Fastbreak-Punkte. Mit einem knappen 23:21 für die Gastgeber geht es in die erste Viertelpause.

 

Im 2. Viertel bleiben die Panthers weiter überwiegend in Front, können sich aber nicht wirklich absetzen und die Partie bleibt weiter offen. Robin Jorch verwandelt unmittelbar vor Ende der 1. Halbzeit den ersten erfolgreichen Dreipunktewurf und sorgt für die 46:43-Führung zur Halbzeit.

 

Die Panthers erwischen zunächst einen guten Start in den zweiten Abschnitt durch Punkte des überragenden Nate Britt. Doch dann gerät der Offensiv-Motor der Schwarzwälder zunehmend ins Stocken. Über acht Minuten bleiben die Schwenninger ohne erfolgreichen Feldkorb und müssen sich ihre Punkte mühsam an der Freiwurflinie erarbeiten. Mitte des 3. Viertels übernehmen die Gäste nach einem erfolgreichen Dreier von Daniel Mixich die Führung und setzen sich bis zum Ende des Durchgangs erstmals etwas ab (58:62).

 

Gleich zu Beginn des Schlussviertels erlöst Nate Britt die Panthers mit einem Dreier. Endlich kommt die Offensive wieder ins Rollen und die Gastgeber legen durch Korbleger von Britt und Dunk von Pipiras gut nach. Doch Paderborn weiß mit Veteran Demetrius Ward und Center Tom Alte zu kontern und geht erneut in Führung. Nach erfolgreichem Dreier von Daniel Mixich beträgt der Paderborner Vorsprung erstmals sechs Punkte (68:74). Doch bei den Panthers übernimmt nun Chris Frazier Verantwortung und antwortet prompt mit einem Dreier. Auch Jonas Niedermanner versenkt einen wichtigen Distanzwurf aus der Ecke. Doch wieder ist es Demetrius Ward, der den Ostwestfalen 1:13 Minuten vor dem Ende durch einen Dreier die Führung gibt (76:78).

 

Es zeichnet sich eine nervenaufreibende Schlussphase ab, in der Chris Frazier zum entscheidenden Faktor werden soll. Der 30-jährige Shooting Guard wird Sekunden vor dem Ende beim Dreipunktewurf gefoult und darf folglich drei Freiwürfe werfen. Von der Drucksituation unbeeindruckt versenkt Frazier nervenstark alle drei Würfe und gibt den Panthers die entscheidende 79:78-Führung. Ein letzter Wurfversuch der Gäste wird von den Panthers erfolgreich unterbunden und so der Sieg im Auftaktspiel sichergestellt.

 

„Es war ein typisches erstes Punktspiel”, kommentiert Alen Velcic nach dem Spiel. “Wir hatten gehofft, in unserer Entwicklung schon etwas weiter zu sein, waren aber stellenweise überfordert mit Paderborns guten Schützen und nicht stabil in der Verteidigung. Paderborn hat das clever ausgenutzt und ist selbstbewusst aufgetreten. Wir hatten phasenweise Angst das Spiel zu verlieren und sind verunsichert aufgetreten. Am Ende hat Chris seine Qualitäten gezeigt und war der Matchwinner. Obwohl wir mehr schlecht als recht gespielt haben, ist es uns gelungen über Kampf und Willen das Spiel zu gewinnen. Auch das zeichnet eine große Mannschaft aus! Das ist wie ein 1:0 in der 90. Minute im Fußball – und was zählt ist der Sieg.“

 

Für die wiha Panthers spielten: Nate Britt (25 Punkte), Shaun Willett (17), Robin Jorch (11), Rytis Pipiras (11), Chris Frazier (8), Jonas Niedermanner (5), Ivan Mikulic (2), Kosta Karamatskos, Felix Edwardsson, Grant Teichmann und Kevin Bryant.

 

Das nächste Spiel der wiha Panthers findet erst in zwei Wochen statt. Am Sonntag, den 1. November (17 Uhr) kommen die Artland Dragons in die Schwenninger Deutenberghalle.

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: Michael Kienzler

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