Eisbären eine Nummer zu groß für Panthers

07.11.2020

Die wiha Panthers Schwenningen kassieren gegen spielstarke Bremerhavener ihre zweite Saisonniederlage. Bei der 70:86-Heimniederlage halten die Schwarzwälder beim ersten Geisterspiel in der Deutenberghalle lange gut mit. Doch die Gäste aus dem Norden zeigen sich qualitativ stark und finden immer wieder passende Antworten.

 

Außer einem großen „We Are With You Panthers!-Plakat“ blieben die Tribünen in der Schwenninger Deutenberghalle das erste Mal in dieser Saison leer. Nachdem die ersten beiden Spiele noch vor 100 erlaubten Zuschauern stattfinden konnten, finden gemäß der neuen Corona-Verordnung alle Partien im November ohne Zuschauer statt.

 

Doch die Spieler zeigten sich von der eigentümlichen Stille in der Halle relativ unbeeindruckt und legten munter los. In den ersten Minuten zeigte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Panthers angeführt vom überragenden Spielmacher Nate Britt den Ton angaben. Doch nach der 9:7-Führung erfolgte ein Bruch im Spiel. Panthers-Forward Shaun WIllett musste mit zwei frühen Fouls auf der Bank Platz nehmen. Bremerhaven legte in der Offensive einen Zahn zu und setzte sich mit einem 14:0-Lauf erstmals deutlich ab. Am Ende des ersten Viertels sollte der Vorsprung genau jene 14 Zähler betragen (13:27).

 

Doch die Mannschaft von Alen Velcic blieb dran und verkürzte zu Beginn des nächsten Spielabschnitts den Rückstand Stück für Stück. Der Rhythmus des Spiels änderte sich nun und die Panthers bestimmten das Spieltempo. Erst kurz vor der Halbzeit fanden die Seestädter langsam wieder zurück in die Partie (32:37).

 

Die zweite Halbzeit eröffnete Panthers-Spielmacher Britt noch mit zwei Punkten, anschließend stellten sich die Bremerhavener besser auf den Point Guard ein. Nachdem Pipiras und Willett schwer ins Spiel fanden, übernahmen mit Teichmann, Niedermanner und Edwardsson Bankspieler der Panthers Verantwortung in der Offensive. Doch die Eisbären konterten im Stile einer Spitzenmannschaft jeden Ansturm der Panthers ihrerseits mit Punkten. Die individuelle Klasse der Seestädter gepaart mit einigen Abstimmungsfehlern der Panthers sollte den Ausschlag dafür geben, dass die Schwarzwälder trotz spielerisch guter Leistung den Rückstand nie entscheidend verkürzen konnten. Am Ende fiel das Ergebnis mit 70:86 jedoch zu deutlich aus und spiegelt den Spielverlauf nicht wirklich. Die Panthers haben ihre wohl beste Saisonleistung gegen den bis dato besten Gegner abgeliefert. Darauf gilt es aufzubauen.

 

Für die wiha Panthers spielten: Nate Britt (24), Grant Teichmann (11), Robin Jorch (10), Shaun Willett (9), Chris Frazier (6), Rytis Pipiras (5), Felix Edwardsson (3), Jonas Niedermanner (2), Ivan Mikulic, Kosta Karamatskos, Kevin Bryant.

 

Am Sonntag reisen die wiha Panthers für den zweiten Teil des Doppelspieltags nach Karlsruhe. Um 17:30 Uhr trifft die Mannschaft dann auf ein rundum erneuertes Lions-Team, das am Freitag ihren ersten Saisonsieg feiern konnte. Nach vielen Abgängen ist der Mannschaft von Trainer Drazan Salavarda nur Center Maurice Pluskota als Leistungsträger verblieben. Ein gutes Omen aus dem Vorjahr: In Karlsruhe gelang den Panthers in der letzten Saison der erste Auswärtssieg. Mit einer ähnlich guten Leistung wie gegen Top-Team Bremerhaven sollten die Panthers gut gerüstet sein für das Spiel im Löwenkäfig.

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: Michael Kienzler

Unsere Platinsponsoren

Laden Sie sich die Panthers App herunter! Ein muss für jeden Fan.