Einbruch im letzten Viertel

25.11.2018

Schwenningen verliert Topspiel in Leverkusen mit 75:95

Kapitän Karamatskos fällt lange aus

 

BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd

10. Spieltag: Bayer 04 Giants Leverkusen – wiha Panthers Schwenningen 95:75 (24:26, 20:16, 19:17,32:16).

 

Der Siegeszug von Tabellenführer Bayer Giants geht unvermindert weiter. Die Rheinländer brachten dem Aufsteiger im Topspiel die dritte Saisonniederlage bei und behalten mit dem zehnten Sieg hintereinander ihre weiße Weste.

 

Entscheidend war der leistungsmäßige Einbruch zu Beginn des letzten Viertels und bärenstarke zwölf Dreier der Hausherren vor gut 1000 Zuschauern in der Ostermann-Arena. Viel schlimmer allerdings als die am Ende deutliche Niederlage war im Vorfeld die Verletzungs-Hiobsbotschaft für die Panthers: Für Kapitän Kosta Karamatskos ist die Saison wahrscheinlich komplett gelaufen. Er zog sich am vergangenen Sonntag gegen Frankfurt eine Armverletzung zu, die sich während der Woche nach einem MRT nun als Bizepssehnenriss darstellte. Dafür werden die Schwenninger in der kommenden Woche auf dem Transfermarkt aktiv und einen neuen deutschen Lokal Player in der Qualität des Deutsch-Griechen verpflichten. Personell standen Coach Alen Velcic allerdings wieder Bill Borekambi und Hannes Osterwalder zur Verfügung. Osterwalder gehörte sogleich neben Rasheed Moore, Leon Friederici, Abu Abaker und Seid Hajric zur Panthers-Starting-Five.

 

Beide Teams sorgten in der ersten Halbzeit dafür, dass das Spiel seinen Namen als Spitzenspiel verdiente und sorgten für ein gutes Scoring. Bei den Gästen war einzig über weite Strecken die Dreierquote zu bemängeln.

 

1. Viertel: Über ein 2:4, 7:4, 9:9, 12:19 in den ersten fünf Minuten sorgten die Panthers mit einem 6:0-Lauf für eine 12:15-Führung. Bauten diese bis auf sechs Punkte zum 14:20 und 16:22 aus, ehe Alexander Blessing für die Leverkusener kurz vor dem Ende des ersten Durchgangs mit einem Dreier auf 24:26 verkürzte. Schwenningen übte sechs Minuten lang sehr guten Druck aus. Velcic wählte das taktische Mittel und wechselte Moore immer wieder aus der Offense aus um Fouls in der Defense zu vermeiden. Dieser Schachzug gelang fast 19 Minuten lang. Leverkusen hatte in der Defense mit der Panthers-Spielweise seine liebe Müh und Not.

 

2. Viertel: Zunächst legte Blessing wieder einen Dreier und drehte das Spiel zum 28:26. Dann kam die Zeit von Bill Borekambi. Von der Bank gekommen war er in den ersten 20 Minuten zusammen mit Moore (12) der einzige Akteur auf dem Feld, der zweistellig punkten konnte. Nachdem die Giants sogar auf 34:30 wegzogen, gelangen ihm in dieser Phase wichtige Treffer und 13 Körbe bis zur Pause. Seid Hajric brachte Schwenningen in der 17. Minute mit 36:37 sogar wieder in Front, ehe Bayer in einem Hin und Her mit 44:39 auf fünf Punkte Abstand stellte. Mit der Sirene jedoch versenkte Moore einen Dreier zum 44:42-Pausenstand und einen mit 20:16 verlorenen Abschnitt. Alles offen für eine spannende und packende zweite Hälfte.

 

3. Viertel: Leverkusen legte massiv los und traf zum 50:42 auf acht Punkte Abstand. Friederici konterte dies mit einem Dreier zum 50:45, sein Team sorgte mit einem 8:0-Lauf für das 50:50 (24.). Nachdem in der ersten Hälfte bei den Gästen neun von elf Dreier-Versuchen daneben gingen fielen jetzt die Würfe. Dafür stimmte die Freiwurfquote bis dato mit 92 Prozent und nur einem Fehlwurf. Leverkusen aber kam auch immer besser in Fahrt. Der starke Julian Hornsby mit zwei Dreiern in Folge sorgte für das 58:52 (25.) und kam in dieser Phase schon auf 16 Punkte und acht Rebounds. In der 27. Minute führte Bayer erneut mit acht Punkten (60:52). Die Panthers berappeln sich, kassieren über zwei Minuten keinen Treffer mehr und kommen bis zur 30. Minute auf 62:59, allerdings vergeben Moore, der inzwischen auf 19 Punkte kletterte, Osterwalder und Borekambi je einen Freiwurf aus acht Versuchen für einen noch knapperen Zwischenstand oder sogar eine eigene Führung und mit der Sirene droht sogar ein höherer Rückstand. Jedoch vergab bei den Hausherren Benjamin Nick beide Versuche. Bitter: Alen Velcic bekommt ein technisches Foul zugesprochen und Bayer´s Ron Mvouika nutzt dies zum 63:59 und Schwenningen verliert dieses Viertel mit 19:17.

 

4. Viertel: Für die Gäste musste eine Wende her. Doch wieder hatte Leverkusen den besseren Beginn und Tim Schönborn sorgte für den Sechs-Punkte-Vorsprung (65:59). Und wieder leisteten sich die Panthers einen Bärendienst – diesmal durch ein Team-Bank-Foul. Diese Unruhe nutzten die Hausherren mit einem Blessing-Dreier und seinen zwei Freiwürfen plus weiteren Körben bis zum 73:59 zur bislang höchsten Führung von +14 mit einem 10:0-Run gnadenlos aus. Die entscheidende Phase im Spiel, in dem den Schwenningern jetzt die Siegchance zu entgleiten drohte. Bill Borekambi sorgte nach 2:52 Minuten dafür, dass die Panthers die ersten eigenen Punkte im letzten Durchgang fabrizierten.

 

Doch die Partie war entschieden: Die Giants bauten nun ihren Abstand konsequent von +15 (78:63) und sogar +18 Körbe (86:67) in der 37. Minute auf letztlich +20 Körbe aus. Hornsby sicherte sich ein Double-Double mit 21 Punkten und 12 Rebounds und weitere drei Akteure scorten zweistellig (Blessing: 13 , Schick: 14, Schönborn: 15)

 

Punkte für Schwenningen:

Rasheed Moore (22 Punkte/3 Assist/4 Rebounds), Bill Borekambi (19/3/9), Seid Hajric (10/1/6), Hannes Osterwalder (7/0/4), Abu Abaker (6/0/2), Leon Friederici (5/0/4), Darius Pakamanis (2/4/1), Sergey Tsvetkov (2/0/0), Dion Braimoh (2/0/0).

 

Statistik:

Dreier: 12:3, Fouls: 21:19, Freiwürfe: 62:80-Prozent, Rebounds: 40:37, Turnovers: 6:9, Steals: 7:5.

 

FOTO (Michael Kienzler):

Bill Borekambi zeigte sich nach überstandener Verletzung schon wieder in Bestform, erzielte 19 Punkte, 9 Rebounds und 3 Assists.

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