Ein traumhaftes Basketball-Jahr 2018 der wiha Panthers Schwenningen endet mit einem 80:67-Coup gegen Vorjahresmeister Elchingen

27.12.2018

 

Zwischenstopp: Bayer 04 Leverkusen (13:1/26) marschiert vorne weg, dahinter rangiert der Aufsteiger aus dem Schwarzwald sensationell als Zweiter. „Unser Ziel war es auf diesem Platz ins neue Jahr zu gehen. Dies ist uns gelungen. Wir haben gegen Elchingen noch einmal einen rausgehauen. Ein sensationelles drittes Viertel gespielt, wie ich es noch nie erlebt habe. Als wir mit 34 Punkten weg waren, war mir klar, dass wir dieses Spiel nicht mehr verlieren werden“, resümierte Trainer Alen Velcic.

 

Ein Herz für Kinder und Fans: Unter der Woche waren die Panthers bereits sozial engagiert an zwei Schulen in Villingen unterwegs. „Es hat riesig Spaß gemacht mit den Kindern den ganzen Tag zu verbringen und etwas zurückzugehen. Nämlich selber zu spüren, wie gut es einem geht und über was für unwichtige Dinge wir uns oftmals zu unrecht aufregen“, geht Bill Borekambi nach diesen sechs intensiven Stunden ganz geerdet in die kurze Pause bis zum 29. Dezember, wenn das Training wieder aufgenommen wird. Für die Fans in der Halle gab es nach dem Spiel von unserem Sponsor Aldi Süd 500 gespendete Schokoladenikoläuse, die die Spieler und der Coach auf der Tribüne verteilten und die bei Jung und Alt viel Anklang fanden. Das Rahmenprogramm sah mit der Twirling-Tanz-Sport-Gruppe Niedereschach um ihre international tätige Trainerin Daniela Neu (Villingen) eine Neuerung vor. „Sie werden bei uns zukünftig das Cheerleading übernehmen. Ein sehr aktives Team mit Ideen, wir werden sie nach und nach immer mehr mit einbauen, damit sie unsere Fans unterhalten und gemeinsam mit den Trommlern anfeuern“, freut sich Geschäftsstellenleiter Holger Rohde über die Sport-Akrobatinnen aus dem Umland. „Sie haben deutsche und europäische Titel geholt, genau das richtige, um unsere aufstrebende Sportart in VS mit diesen außergewöhnlichen Elementen wie in den USA zu kombinieren.“

 

Zuschauerrekord: Knapp 1200 Besucher zählten die Panthers bei ihrem siebten Heimspiel – Bestwert in dieser Saison. „Wir wollten die 1000 knacken, dies ist uns gelungen. Zudem haben wir alle sieben Heimspiele gewonnen, mehr geht nicht und ich bin überzeugt von Januar bis März werden wir weiterhin eine volle Bude haben in der Hauptrunde und den Play-Offs auch einmal komplett bis auf den letzten Platz mit 1400 ausverkauft sein“, so Rohde. „Ich habe niemanden getroffen nach dem Spiel am Samstag, den diese Atmosphäre nicht mitgerissen und begeistert hat, weil es hin und her geht und ständig was passiert.“ Viele Fußballclubs wie die SG Grafenhausen, SG Schönwald oder SpVgg. 06 Trossingen waren mit rund 150 Personen ihrer Jugendabteilungen gekommen. Ebenso Spieler des FC 08 Villingen und Frauenfußballerinnen des FV Marbach und Regionalligist Hegauer FV. Bill Borekambi in jedem Fall ist ehrgeizig: „Diese Heimserie soll für das tolle Publikum weiter halten. Damit die Leute immer und immer wieder kommen. Unser Ziel war Elchingen zu besiegen. Ich war besonders heiß, weil ich mit Rostock letzte Saison gegen sie in den Play Offs verloren habe. Ich freue mich schon jetzt auf die Spiele in 2019 gegen Bayer Leverkusen und Bayern München II, weil dort mein kleiner Cousin Nelson Weidemann mitspielt.“

 

Sportlicher Wert: Sieben Heimsiege, ungeschlagen. Die +13 gegen den schwäbischen Rivalen waren zudem wichtig. „Nach dem 74:85 haben wir den direkten Vergleich gewonnen, der kann wertvoll werden“, so Trainer Velcic. Im Basketball zählt bei Punktgleichheit immer das direkte Duell. Nicht ganz unerheblich eventuell, sollte es um die Vergabe der Play-Off-Heimrechte gehen. „Jetzt versuchen wir in jedem Fall den zweiten Rang nicht mehr abzugeben und zu festigen.“

 

Glanzlichter: Das 80:67 hatte so viele Glanzlichter, dass man damit einen ganzen Weihnachtsbaum hätte beleuchten können. Allen voran Rasheed Lee Moore. Der Ausnahme-US-Amerikaner ist ohne Umschweife der beste Spieler der ProB. 37 Punkte gelangen ihm gegen Elchingen. 22,6 sind es im Schnitt in den 14 bisherigen Partien. Seine spielerisch beste Saisonleistung, seine besten zehn Minuten im Panthers-Trikot in 18 Monaten im dritten Viertel. Acht Würfe setzte er an, alle acht zischten durch den Korb zu alleine 16 Punkten in dieser Phase. Fünf Dreier und drei Dunkings versenkte er in seinen knapp 38 Minuten Einsatzzeit, wobei sein Alley-Oop-Dunk nach Zuspiel von Friederici die Zuschauer auf dem Deutenberg von den Sitzen riss.

 

100 Prozent-Quote: Das 35:5 zwischen der 21. und 30. Minute war atemberaubend auf höchstem Niveau. Nicht nur von Moore. Erst überrollten die Schwenninger die „Elche“ mit einem 13:0-Run. Maßgeblich dazu beigetragen hat Center Seid Hajric. Er legte 8:0-Punkte in Serie in der 22./23. Minute, um von 32:30 auf 40:30 wegzuziehen. Der Serbo-Pole wird immer besser. „Er trifft im Training Woche für Woche und steigert sich, ist besser anspielbar und beweglicher geworden“, lobt Borekambi. Hajric machte alle seine Punkte in der zweiten Halbzeit. Mit 100 Prozent-Quote: Sieben Versuche in der Zone, zum Dreier und Freiwürfe – keiner ging daneben.

 

Positive Entwicklung: Die Point Guard-Position des verletzten Kosta Karamatkos braucht einen Ersatz. Abu Abaker wächst zusehens in diese Rolle hinein. „Abu hat für mich schon in Rhöndorf ein überragendes Spiel abgeliefert. Er wird immer besser, immer sicherer, er wächst an seinen Aufgaben“, verteilt Karamatskos Komplimente. Der Kapitän coachte überdies 90 Minuten lang vor der Spielerbank, gab Tipps und entlastete Trainer Velcic, der sich auf das laufende Spiel konzentrieren konnte. Abaker und Hajric sind zwei Beispiele für die positive Entwicklung der Spieler aus der zweiten Reihe hinter den Leistungsträgern. Neuzugang Anell Alexis ist dies im weiteren Saisonverlauf ebenso zuzutrauen, was in Richtung Play Offs im März noch ein entscheidender Faktor werden könnte, um die bisherige Klasse-Saison weiter erfolgreich fortzuführen. Findet auch Borekambi, der mit 16 Punkten im Schnitt noch in den Top10 der besten Werfer steht. „Dies ist wichtig für uns, wenn wir als Team Erfolg haben wollen, dass wir nicht nur zwei, drei, sondern sechs, sieben Spieler haben, die einem Spiel den Stempel mit aufdrücken können.“

 

Comeback: Der Jubel war groß, als Boyko Pangarov junior nach seiner Rückkehr in der zweiten Halbzeit erstmals in dieser Saison das Parkett betrat. Der beliebte kleine Bulgare legte sofort zwei Punkte und griff sich zwei Rebounds in knapp sechs Minuten, die ihm Velcic Einsatzzeit schenkte. Pangarov ist somit in der laufenden Runde der 13. Spieler, den die Panthers einsetzen.

 

Erholung: Für ein paar Tage darf sich der Raubkatzen-Tross abseits der Manege jetzt erst einmal entspannen. Rasheed Moore flog nach der Team-Weihnachtsfeier in Schwenningen in der Nacht via Frankfurt nach New York. Er ist aber ebenso rechtzeitig wieder daheim wie die anderen. Abu Abaker fuhr nach Hamburg zu seiner Familie, Dion Braimoh nach Bremen, Bill Borekambi und Leon Friederici, dessen Verletzung am Knöchel sich nicht als so schwer herausstellte, reisten zu ihren Lieben nach Berlin. Hallensprecher Holger Rohde verbringt ein paar Tage in Köln.

 

Kapitän schwitzt wieder: Kosta Karamatskos muss nach seiner Bizepssehnen-Operation die Schiene am Arm nicht mehr tragen und ackert derweil bereits wieder im Fitnessstudio für sein Comeback.

 

FOTO (Michael Kienzler):

Für eine schöne Bescherung bei den vielen Fans sorgten die Wiha Panthers mit einem Sieg im Weihnachtsspiel gegen Elchingen.

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