Ein starkes 2. Viertel reicht nicht aus!

14.11.2021

Die wiha Panthers kassieren auch im zweiten Spiel der Woche eine Niederlage. Bei den Römerstrom Gladiators Trier verschlafen die Schwenninger den Start in die Partie und verlieren trotz zwischenzeitlicher Aufholjagd am Ende deutlich mit 77:91.

 

Römerstrom Gladiators Trier – wiha Panthers Schwenningen 91:77 (32:13, 16:29, 23:12, 20:23)

 

Nach zuvor drei Siegen in Folge beenden die wiha Panthers die Englische Woche in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mit zwei Niederlagen. Ähnlich wie beim Mittwochsspiel gegen die Artland Dragons (55:99) geraten die Doppelstädter früh in Rückstand und zeigen deutliche Defizite beim Rebounding. Vor 1398 Zuschauern in der Arena Trier müssen die Schwenninger ihre vierte Niederlage im neunten Ligaspiel hinnehmen.

 

Es sollte die große Wiedergutmachung nach der Heimpleite gegen Quakenbrück werden, doch beim Auswärtsspiel in Trier können die wiha Panthers nur im 2. Viertel eine gute Leistung zeigen. Dabei müssen sich die ersten zehn Minuten für die Schwenninger Mannschaft wie ein Déjà-vu-Erlebnis angefühlt haben. Ähnlich wie am Mittwoch gegen die Artland Dragons traf das Team von Alen Velcic auch am Samstag auf einen Gegner, der sich schon früh in einen Offensivrausch spielte. Die Römerstrom Gladiators Trier trafen acht ihrer ersten neun Würfe – davon vier von vier Dreipunktewürfe – und hatten nach noch nicht mal viereinhalb Minuten Spielzeit bereits 20 Zähler auf ihrem Konto. Bis zum Ende des 1. Viertels erzielten die Moselstädter 32 Punkte und konnten sich so bereits früh einen Vorsprung von 19 Zählern erspielen (32:13).

 

Nachdem Triers Spielmacher Garai Zeeb zum Auftakt des 2. Viertels einen Distanzwurf von Höhe der Mittellinie versenkt und für die höchste Führung im Spiel gesorgt hatte (35:13), änderte sich der Rhythmus des Spiels. In der Verteidigung agierten die Schwenninger plötzlich viel aggressiver und wachsamer. Dies resultierte in etlichen Ballverlusten der Gladiators und einer Phase von dreieinhalb Minuten, in der die Gastgeber punktlos blieben. Gleichzeitig lief es nun auch in der Offensive der Panthers besser. Angeführt von Raiquan Clark und Justin Pierce legten die Schwenninger einen beeindruckenden 15:0-Lauf hin. Nach einem Dreipunktewurf von Pierce betrug der Rückstand sogar nur noch zwei Zähler. Beim Stand von 48:42 ging es für beide Teams in die Halbzeit.

 

Nach dem Seitenwechsel hatten sich die Gladiators wieder gefangen und legten ähnlich treffsicher wie zu Beginn der Partie los. Begünstigt von vier Schwenninger Ballverlusten in den ersten zweieinhalb Minuten erzielten die Trierer die ersten neun Zähler der 2. Halbzeit und zogen wieder davon (57:42). Neben den vielen Ballverlusten taten sich die Schwarzwälder gegen die Rebound-stärkste Mannschaft der ProA unter den Körben sehr schwer. Immer wieder erarbeiteten sich die Gladiators durch gutes Stellungsspiel und Durchsetzungskraft zweite und dritte Wurfchancen. Die Schwenninger erzielten lediglich zwei Feldkörbe im gesamten 3. Viertel und gerieten weiter in Rückstand (71:54).

 

Auch im Schlussviertel beherrschten die Gladiators die Bretter und fanden auf jeden Versuch einer Schwenninger Aufholjagd die richtigen Antworten. Am Ende holten sich die Moselstädter den verdienten sechsten Saisonsieg, bei dem statistisch vor allem das Reboundverhältnis den Unterschied ausgemacht hat. Während die Trierer sich insgesamt 50 Abpraller sichern konnten (davon 25 unter dem Korb der Panthers), griffen sich die Doppelstädter lediglich 21 Rebounds.

 

Für die wiha Panthers spielten: Raiquan Clark (23 Punkte), Justin Pierce (19), Till Isemann (11), Malik Kudic (8), David Cohn (6), Grant Sitton (6), Chris Frazier (2), Lennard Larysz (2), Adrian Bergmann, Leon Hoppe und Kelvin Okundaye.

 

Am kommenden Samstag haben die wiha Panthers wieder ein Heimspiel. Mit Medipolis SC Jena gastiert dann der aktuelle Tabellenführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA in der Doppelstadt. Tip-Off in der Schwenninger Deutenberghalle ist um 19:00 Uhr.

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: Michael Kienzler

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