Die Sensation knapp verpasst

10.10.2019

NINERS Chemnitz – wiha Panthers Schwenningen 86:81 (19:24, 23:17, 20:23, 24:17). Erneut zeigen die wiha Panthers Schwenningen gegen einen favorisierten Gegner eine starke Leistung – und müssen trotzdem wieder eine knappe Niederlage hinnehmen.

 

55% Trefferquote aus dem Feld, 67% getroffen Dreier und das Reboundduell mit 34:26 klar gewonnen. Alle Werte, die auf dem Statistikbogen sonst gerne als Indikatoren für Siege herhalten müssen, lesen sich bei den wiha Panthers ausgezeichnet. Am Ende waren es Kleinigkeiten, die eine für die 2400 Zuschauer in der Arena Messe Chemnitz hochspannende Partie zugunsten der Gastgeber entschieden.

 

Anders als noch beim Heimspiel gegen Jena vor fünf Tagen erwischte die Mannschaft von Trainer Alen Velcic gleich einen guten Start ins Spiel. Egal ob aus der Mitteldistanz, per Dunk, von der Freiwurflinie oder aus der Distanz: Die Panthers punkteten im ersten Viertel aus verschiedenen Positionen und traten hochkonzentriert beim letztjährigen Hauptrundenersten auf. Nach dem zweiten erfolgreichen Dreipunktewurf von Leon Friederici bauten die Schwarzwälder ihre Führung auf zwischenzeitlich neun Zähler aus (15:24). Dank zwei verwandelter Freiwürfe und schnellen Fastbreak-Punkten verkürzte Chemnitz den Rückstand noch bis zur Viertelpause (19:24).

 

Zu Beginn des zweiten Viertels erhöhten die Sachsen den Druck in der Verteidigung deutlich und zwangen die wiha Panthers zu einigen Ballverlusten. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich (28:28) war es das 19-jährige Chemnitzer Eigengewächs Leon Hoppe, der die NINERS mit einem erfolgreichen Dreier in Führung brachte (34:33). Point Guard Chris Carter erhöhte nach einem weiteren Treffer aus der Distanz zum 39:35. Doch die Panthers antworteten durch Jaren Lewis und einem Dreier von Sean Lloyd, ehe Malte Ziegenhagen mit der Pausensirene zum 42:41 einnetzte.

 

Anfang des dritten Viertels zeigte Marko Bacak seine Vielseitigkeit. Der 2,10 Meter große Center setzte sich gut unter den Körben durch, zeigte sich treffsicher aus der Distanz und war auch trotz Foul nicht am Punkten zu hindern (47:51). Auch im Zusammenspiel mit Teamkollege Yasin Kolo harmonierte der aus Oldenburg nach Schwenningen gewechselte Bacak hervorragend. Nach einem weiteren Dreier von Sean Lloyd nach Zuspiel von David Dennis und einer erneuten 9-Punkte Führung (51:60) setzte NINERS Head Coach Rodrigo Pastore ein Zeichen und rief seine Mannschaft zur Auszeit. Chemnitz kam mit neuen Ideen ins Spiel und startete einen 8:0-Lauf, der die Gastgeber wieder ins Spiel zurückbrachte.

 

Den Schlussabschnitt eröffneten beide Mannschaften mit starken Dreipunktewürfen. Nachdem Niklas Wimberg aus der Distanz erfolgreich war, packte Rasheed Moore nach einer tollen Täuschung einen Stepback Dreier aus. Chris Carter antwortete seinerseits aus der Distanz und brachte Chemnitz wieder in Front (68:67). Anschließend wechselte die Führung bei nahezu jedem Angriff. Es kam zum offenen Schlagabtausch beider Teams und Aufsteiger Schwenningen verlangte den NINERS alles ab. Erst in der Schlussminute brachte Carter mit seinem insgesamt fünften Dreier des Abends Chemnitz auf die Siegerstraße (84:81). Nach einem verworfenen Dreipunktewurf von Rasheed Moore schnappte sich Marko Bacak den Offensivrebound, konnte aber 30 Sekunden vor dem Spielende einen schönen Hookshot nicht verwerten. Im Gegenzug zeigte sich Chemnitz von der Pressverteidigung der Panthers unbeeindruckt und kam durch Niklas Wimberg zu einfachen Punkten, die die Partie entscheiden sollten (86:81).

 

„Am Ende haben wir das Spiel – wie schon gegen Bremerhaven und Jena – durch Unerfahrenheit verloren”, schildert Panthers Head Coach Alen Velcic. “Da wir gegen Chemnitz von Anfang an aggressiv in die Partie gegangen sind, lagen wir sogar lange in Führung. Am Ende hat Carter einen ganz schweren Dreier trotz Verteidigung getroffen. Da hat auch sicher die individuelle Klasse den Unterschied gemacht. Wir waren dann anschließend einfach zu unerfahren. Doch mit etwas Abstand betrachtet bin ich schon stolz auf Leistung der Mannschaft. Wir müssen jetzt anfangen, uns zu belohnen. Der Spielplan hat es uns mit dem schweren Auftaktsprogramm sicher nicht einfach gemacht. Aber jetzt kommen langsam die Gegner, die wir schlagen müssen. Wenn wir mit der Intensität der letzten Spiele in die kommenden Begegnungen gehen, bin ich sehr zuversichtlich für die nächsten Aufgaben.“

 

Für die wiha Panthers bleibt auch nach dem Auswärtsspiel bei Meisterschaftsfavorit Chemnitz die Gewissheit zurück, dass man konkurrenzfähig und auf dem richtigen Weg in der Barmer 2. Basketball Bundesliga ist. Durch die Niederlage fallen die Schwarzwälder auf den vierzehnten Tabellenplatz zurück. Schon am Samstag (12.10., 19:30 Uhr) steht das nächste Auswärtsspiel für die wiha Panthers an. Dann erwarten die bislang sieglosen Uni Baskets Paderborn die Mannschaft von Alen Velcic.

 

TEXT: Manuel Schust / Foto: Michael Kienzler

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