Die gute Seele bei den Panthers

01.08.2019

Im Alltag einer Sportmannschaft fallen viele kleine, oft lästige Aufgaben an, die schnell erledigt werden müssen. Um das Trainerteam nicht zusätzlich belasten zu müssen, haben viele professionelle Sportmannschaften daher einen Teambetreuer, der den Spielern als erster Ansprechpartner zur Verfügung steht und für kleine Probleme schnelle Lösungen bieten kann. Bei den wiha Panthers Schwenningen erfüllt Nenad Bogdanovic diese wichtige Aufgabe.

 

Ohne den Teambetreuer würde bei den wiha Panthers einiges nicht so rund laufen. „Das fängt schon damit an, dass ich die Trikots zu den Spielen mitbringe“, witzelt Bogdanovic. Sein Aufgabenfeld ist dabei recht schnell umrissen: „Alles was nichts mit dem sportlichen Bereich zu tun hat und das Trainerteam von ihrer eigentlichen Aufgabe ablenken würde, erledige ich“, erklärt der in Schwenningen lebende Bogdanovic. An Spieltagen kümmert er sich daher um die Verköstigung des Teams, stellt Wasserflaschen für die Spieler bereit und hat auch für kleinere Blessuren stets die passende Antwort in seinem Erste-Hilfe-Koffer parat.

 

Selbst hat Nenad Bogdanovic zwar nur auf dem Streetball Court gespielt, doch die Liebe zum Basketball war bei ihm stets präsent. Zu seiner Aufgabe als Teambetreuer ist er aber eher zufällig gekommen: „Angefangen hat alles damit, dass ich im Jugendbereich regelmäßig als Helfer aktiv gewesen bin“, berichtet der Schwenninger mit Wurzeln aus dem ehemaligen Jugoslawien. „Als dann für die erste Mannschaft ein Teambetreuer gesucht wurde, hat der damalige Geschäftsführer der Panthers, Dr. Georg Zacek, mich vorgeschlagen. Und mir hat die vielfältige Aufgabe von Anfang an großen Spaß gemacht!“

 

Seit der Saison 2017/2018 ist Bogdanovic bei jedem Spiel ganz nah an der Mannschaft dran. Doch nicht nur während der Saison hält den 46-Jährigen seine Aufgabe gut auf Trapp. Auch in der Offseason gibt es für den Teambetreuer jede Menge zu tun. „Viele Leute glauben, dass man in er spielfreien Zeit nicht viel zu tun hätte. Aber manchmal gibt es da sogar mehr zu tun, als wenn die Saison läuft“, erzählt Bogdanovic aus seinem Arbeitsalltag. „In meinen Tätigkeitsbereich fällt zum Beispiel auch die Betreuung der Spielerwohnungen. Einen Großteil des Monats Juni habe ich damit verbracht, eine komplette Wohnung aufzulösen. Gerade steht die Möblierung der neuen Apartments an.“

 

Wenn die Spieler Mitte August in Schwenningen ankommen, ist Bogdanovic stark gefordert. Denn gerade den Neuzugängen muss er viel erklären und helfen, sich in ihrem neuen Umfeld zurechtzufinden: „Vor allem die Amerikaner haben natürlich viele Fragen. Sie stammen aus einem ganz anderen Kulturkreis und wissen viele kleine Dinge aus unserem Alltagsleben gar nicht“, berichtet der Teambetreuer. „Ich zeige ihnen dann, wie gewisse Abläufe in Deutschland funktionieren. Das sind oft so banale Sachen wie etwa die Mülltrennung, die man als Zugezogener erstmal durchblicken muss. Zu Behördengängen komme ich auch oft mit.“

 

Trotz der Nähe zu den Basketballern ist es Bogdanovic wichtig, auch eine gewisse Distanz zu den Spielern zu wahren. „Es entsteht schon ein enger Kontakt zu einigen Jungs. Mit manchen ehemaligen Spielern tausche ich mich noch immer gelegentlich aus. Aber ich versuche professionell zu bleiben und will nicht als Freund der Spieler auftreten. Denn als Kumpel könnte ich nicht so effektiv arbeiten wie als Betreuer.“ Seine Aufgabe sieht er lediglich darin, die Trainer vor zusätzlicher Arbeit zu bewahren und den Spielern das Leben leichter zu machen: Die gute Seele im Team der Panthers eben!

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: Michael Kienzler

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