Die Früchte der Arbeit ernten

09.02.2021

Die wiha Panthers haben beim 82:67-Heimsieg gegen Heidelberg eindrucksvoll bewiesen, dass sie aktuell zu den besten Mannschaften in der BARMER 2. Basketball Bundesliga gehören und ähnlich wie in der Vorsaison das Feld von hinten aufrollen können.

 

Die Formkurve bei den Schwenninger Basketballern zeigt weiter steil nach oben. Pünktlich zum Start in die heiße Phase der Saison zeigen sich die wiha Panthers in bestechender Form und feierten beim 82:67-Heimerfolg gegen Heidelberg den dritten Sieg in Serie. „Ich habe der Mannschaft immer prophezeit, dass wenn wir hart weiterarbeiten, wir im Februar unseren besten Basketball spielen und die Früchte unserer Arbeit in Form von Siegen ernten werden“, betont Panthers-Trainer Alen Velcic. „Genau das passiert jetzt!“

 

Im Januar zeigten sich die Doppelstädter bereits stark verbessert, mussten aber gegen die Top-Teams Rostock (78:85) und Jena (93:95) knappe Niederlagen hinnehmen. Kurze Phasen fehlender Konstanz und einzelne Schwächeperioden verhinderten damals schon mögliche Siege über die Spitzenteams der Liga. Gegen Heidelberg gelang es dem Team nach einer schwächeren Anfangsphase über 35 Minuten eine konstante Leistung zu zeigen und den langersehnten Sieg über ein Top-Team sicherzustellen.

 

„Nach dem 10:23-Start waren es unsere Bankspieler, die uns zurück ins Spiel gebracht haben“, unterstreicht Velcic die großartige Teamleistung seiner Mannschaft. Nach der Einwechslung von Rollenspielern wie Ivan Mikulic und Kevin Bryant legten die Schwenninger einen 13:0-Lauf hin und machten so den schlechten Start wett. Anschließend bestimmten die Panthers die Partie und zeigten in den Vierteln zwei und drei eine ihrer besten Saisonleistungen. Vor allem in der Defensive stellten die Schwarzwälder die Gäste aus Heidelberg vor große Probleme. Die Academics, die mit durchschnittlich 91 Punkten die stärkste Offensivmannschaft der Liga stellen, bissen sich an der Schwenninger Verteidigung die Zähne aus und erzielten mit mageren 67 Zählern ihre mit Abstand schlechteste Offensivleistung in dieser Saison.

 

Auch Ex-Panther Shaun Willett blieb trotz 11 Punkten und 9 Rebounds bei seiner Rückkehr in die Deutenberghalle eher blass. Ganz anders der Anfang des Jahres als Ersatz für Willett verpflichtete Courtney Stockard. Mit 25 Punkten und 7 Rebounds entschied der 25-jährige Amerikaner das Duell gegen seinen Vorgänger klar für sich. Stockard hat nicht viel Anlaufzeit benötigt, um bei den Panthers mit seinen Allround-Fähigkeiten schnell zum Leistungsträger zu reifen. „Courtney ist ein absoluter Glücksfall für uns“, lobt Alen Velcic seinen neuen Schützling. „Uns ist mit dem Wechsel von Shaun zu Courtney gelungen, einen wilden Mustang gegen ein Rennpferd einzutauschen.“

 

Die einzige Schrecksekunde des Spiels durchlebten die Schwenninger kurz vor Ende der 1. Halbzeit. Panthers-Forward Jonas Niedermanner knickte nach einem spektakulären Block unglücklich um und musste die Partie vorzeitig verlassen. Glücklicherweise wurden bei der Nachuntersuchung keine Knochenbrüche oder Bänderrisse diagnostiziert. Durch die erlittene Bänderdehnung muss der 24-Jährige erstmal im Training kürzertreten, fällt aber nicht wie zunächst befürchtet länger aus.

 

Der Blick auf die Tabelle dürfte den Panthers-Fans gefallen: Mit dem zehnten Saisonsieg sind die Schwenninger in der Tabelle bis auf Platz 3 vorgerückt. Den große Sprung nach vorne macht neben den Niederlagen einiger Konkurrenten auch die ungleiche Anzahl an Spielen. Doch auch nach Bereinigung des Tableaus durch Nachholspiele sollten sich die Neckarstädter in einer guten Position befinden, ihr Saisonziel Playoff-Teilnahme erreichen zu können. Durch die gewonnen direkten Vergleiche (gegen Heidelberg, Quakenbrück und Trier) und bereits erfolgten Siege gegen die unmittelbare Konkurrenz (Kirchheim und Leverkusen) haben die Schwenninger ein weiteres gutes Argument neben dem Punktestand auf ihrer Seite. Das nächste Spiel gegen einen Mitkonkurrenten im Kampf um die Play-Off Plätze steht für die Panthers bereits am kommenden Samstag (19:30 Uhr) an. Beim deutschen Basketball-Rekordmeister Bayer Giants Leverkusen wollen die Doppelstädter ihren Erfolg aus dem Hinspiel (85:80) wiederholen.

 

Das nächste Heimspiel der wiha Panthers wurde um einen Tag verschoben und findet nun am Samstag, den 20. Februar um 18:00 Uhr statt. Dann gastiert mit PS Karlsruhe Lions ein alter Rivale aus Regionalligazeiten in der Deutenberghalle.

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: Miclas Haasis

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