Derbysieg beim Super Slam

29.12.2019

Vor einer Rekordkulisse von 4060 Zuschauern feiern die wiha Panthers Schwenningen zum Jahresabschluss einen 72:65-Heimsieg gegen die Tigers Tübingen. Der Super Slam wird zum rundum gelungenen Mega-Event, bei dem in der Helios Arena Werbung für den Basketball gemacht wird und die Zuschauer ein bis in die Schlussphase spannendes Spiel erleben.

 

Basketball in der Helios Arena! Was lange Zeit nur ein Traum in den Köpfen der Verantwortlichen bei den wiha Panthers gewesen ist, wurde beim Basketball Super Slam Wirklichkeit. Wo sonst die Eishockey-Cracks der Schwenningen Wild Wings auf Kufen über das Eis schlittern, lag nun tatsächlich Parkettboden! Alleine der Anblick des in mühsamer Kleinstarbeit verlegten Spielfeldes samt der beiden Korbanlagen ließ das Herz der Panthers-Fans schneller schlagen.

 

Wer am Samstagabend zum größten Spiel in der Schwenninger Basketballgeschichte in die Helios Arena gekommen war, sollte den Besuch der denkwürdigen Partie nicht bereuen! Denn den Zuschauern wurde neben dem Event-Charakter in der großen Halle auch ein spannendes Spiel geboten, bei dem die wiha Panthers nach toller Aufholjagd am Ende siegen konnten.

 

Die Schwenninger begannen die Partie recht nervös und ließen durch Stellungsfehler in der Verteidigung leichte Tübinger Punkte unter den Körben zu. Nach einem „And-1-Spiel“ von Rasheed Moore antworteten die Tigers eiskalt durch einen Dreier von Davis zum 3:9. Im weiteren Verlauf des Viertels robbten sich die Panthers durch verbesserte Verteidigung wieder heran und glichen nach einem Dreier von Sergey Tsvetkov die Partie wieder aus (15:15).

 

Doch die Gäste erspielten sich mit einem Viertel-übergreifenden 14:0-Lauf eine komfortable Führung (15:29). Erst als Panthers-Trainer Alen Velcic seine Starting Five wieder aufs Parkett brachte, gelang den Panthers wieder mehr in der Offensive. Beim Stand von 29:37 ging es in die Halbzeitpause.

 

Im zweiten Durchgang vertraute Alen Velcic weiter auf die Zonenverteidigung seiner Mannschaft, die Tübingen nun immer größere Probleme bereitete. Mit Marko Bacak, Bill Borekambi, Jaren Lewis, Rasheed Moore und Ivan Mikulic hatte Velcic nun seine fünf Spieler gefunden, die die gesamte 2. Halbzeit für die Panthers spielen sollten. Angeführt von Ivan Mikulic gelang es den Gastgebern nun auch immer besser, im Setplay Punkte zu erzielen. Bill Borekambi sorgte in der 29. Spielminute für die erste Schwenninger Führung und ließ die Euphorie auf die Ränge der Helios Arena überschwappen. Kurz vor Ende des 3. Viertels gelang Tübingens Kris Davis nach vier Minuten ohne Korberfolg ein erfolgreicher Dreipunktewurf zum 49:48.

 

Im Schlussviertel nahm die Partie an Fahrt auf. Zunächst gelangen Mikulic, Lewis und Borekambi wichtige Punkte. Doch die Tigers ließen sich nicht so leicht abschütteln und antworteten ihrerseits mit zwei weiteren Dreiern von Roland Nyama und Kris Davis (55:53). Schwenningen legte seinerseits wieder vor und vergrößerte den Vorsprung auf fünf Zähler (62:57). Aber erneut antwortete Roland Nyama mit einem starken Distanzwurf, den er trotz Foul erfolgreich versenkte. Den anschließenden Bonusfreiwurf konnte Tübingen zwar nicht verwandeln, aber Enosch Wolf griff sich den Offensivrebound und glich die Partie nach einem erfolgreichen Korbleger wieder aus (62:62). Nach der Schwenninger Auszeit gelangen Rasheed Moore per Dreier und Jaren Lewis per Korbleger die entscheidenden Punkte in der Crunchtime. Diesmal ließen sich die wiha Panthers den Vorsprung nicht mehr nehmen und sicherten sich vor ausgelassen jubelnden Fans den 72:65-Erfolg.

 

Wiha Panthers-Trainer Alen Velcic: „Über 4000 Zuschauer in der Helios Arena haben bewiesen, dass Basketball salonfähig geworden ist in Villingen-Schwenningen! Wir haben das Spiel sehr nervös angefangen und Tübingen hat uns sehr gut verteidigt am Anfang. Wir haben während des Spiel entgegen unseres eigentlichen Plans auf Zonenverteidigung umgestellt und gemerkt, dass Tübingen heute dazu keine richtigen Antworten findet. Deshalb haben wir das dann konsequent so weitergespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir offensiv besser gespielt und 43 Punkte erzielt. Wir haben Tübingen zu Würfen gezwungen und als Team heute einen guten Job gemacht. Es war sehr wichtig für uns und die Psyche der Jungs, vor so einer Kulisse – und überhaupt mal wieder – zu gewinnen! Wir wollen nun den Schwung mitnehmen und auch nächste Woche in Rostock an diese Leistung anknüpfen.“

 

Tübingen Tigers-Trainer Doug Spradley: „Ich bin sehr enttäuscht über die Leistung meiner Mannschaft. Wir haben 15 Würfe mehr genommen als unser Gegner, aber nur 39% Trefferquote gehabt. Wir hatten genug offene Würfe, konnten die aber heute nicht verwandeln. Wir waren zu passiv unter den Körben und sind durch die Zone nur spazieren gegangen anstatt zu attackieren. Aufgrund der Art und Weise wie wir gespielt haben, war das eine enttäuschende Niederlage. Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit kontrolliert und nur 72 Punkte zugelassen, aber Schwenningen hat das am Ende gut ausgespielt.“

 

Für die wiha Panthers spielten: Rasheed Moore (21 Punkte/7 Rebounds), Jaren Lewis (14/8), Bill Borekambi (14/6), Marko Bacak (13/8), Ivan Mikulic (4/4), Drew Brandon (3), Sergey Tsvetkov (3), Kosta Karamatskos, Leon Friederici, Filip Kukic, Daniel Loh.

 

Zum Jahresanfang stehen für die wiha Panthers zwei Auswärtsspiele auf dem Programm. Zuerst steht die längste Auswärtsfahrt des Jahres nach Rostock an (5.1., 16 Uhr). Anschließend geht es zum nächsten Neckar-Derby nach Heidelberg (10.1., 19:30 Uhr). Das nächste Heimspiel der Panthers findet am 12.1. um 17:30 Uhr in der Deutenberghalle gegen die Bayer Giants Leverkusen statt.

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: Michael Kienzler

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