Derby gegen weit gereiste Tübinger

18.03.2021

Die Auswärtstour der wiha Panthers findet am Samstag (20.3., 19:00 Uhr) ihre Fortsetzung in Tübingen. Bei den Tigers wollen die Schwenninger im Raubkatzenduell wichtige Punkte im Kampf um die Playoff-Ränge holen.

 

Nach einem deutlichen Sieg in Nürnberg (88:70) und einer enttäuschenden Niederlage in Paderborn (74:81) in der vergangenen Woche steht für die wiha Panthers am Samstag das dritte Auswärtsspiel in Folge auf dem Programm. Bei den Tigers Tübingen wollen die Schwarzwälder sich wieder von einer besseren Seite präsentieren als zuletzt in Paderborn.

 

Bei den Ostwestfalen verschliefen die Schwenninger den Start in die Partie und brauchten viel zu lange, um die Vorgaben des Trainerteams umsetzen zu können. „Das Spiel in Paderborn hat einmal mehr bewiesen, dass man in einer so starken Liga wie der ProA immer 100% geben muss und sich keine Aussetzer erlauben darf“, betont Panthers-Trainer Alen Velcic.

 

Im Endspurt der Hauptrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA fehlen den Neckarstädtern nur noch wenige Punkte, um das Saisonziel Playoff-Teilnahme erreichen zu können. Was in Paderborn nur teilweise funktioniert hat, soll nun in Tübingen besser gelingen.

 

Bis vor drei Jahren fanden Duelle zwischen Schwenningen und Tübingen nur in der Regionalliga gegen die zweite Mannschaft der Tigers statt. Noch vor drei Jahren waren die Panthers ein ambitionierter Regionalligist und die Tigers ein etablierter Bundesligist. Seit letzter Saison treffen beide Teams regelmäßig in der ProA aufeinander. Bislang immer mit dem besseren Ende für die Panthers, die auf drei Siege in den vergangenen Spielen blicken können.

 

Nachdem in Tübingen im Sommer die Mannschaft deutlich verjüngt worden ist, konnten in dieser Saison noch nicht die Früchte der Neuausrichtung geerntet werden. Neben dem Gerüst deutscher Leistungsträger um Enosch Wolf, Besnik Bekteshi und Roland Nyama verpflichteten die Tigers ausschließlich junge Spieler, von denen keiner älter als 25 Jahre alt ist. Mit nur sieben Siegen aus 23 Partien steht das Team von Danny Jansson derzeit auf dem drittletzten Tabellenplatz. Damit wird der langjährige Bundesligist auch im dritten Jahr der Zweitligazugehörigkeit die Playoffs verpassen.

 

Dass das junge Tübinger Team dennoch großes Potenzial besitzt, wurde nicht nur im Hinspiel in Schwenningen deutlich, das die Panthers erst in der Verlängerung mit 99:90 gewinnen konnten. Auch der Blick auf die Teamstatistiken der ProA verrät schnell: Die Tigers sind eine sehr wurfstarke Mannschaft. Mit durchschnittlich 49,5% Trefferquote und 19,3 Assists pro Spiel weisen die Tübinger die ligaweit zweitbesten Offensivwerte vor. Gleichzeitig verliert aber kein Team der Liga so häufig den Ball wie die junge Mannschaft von Trainer Jansen (16,2 Turnover). Auch unter den Körben belegen die Tigers mit nur 29,7 Rebounds pro Spiel deutlich den letzten Platz. Weiterhin lassen die Tübinger mit durchschnittlich 90,8 Zählern viele gegnerische Punkte zu. Die Panthers gestatten im Vergleich dazu ihrem Gegenüber lediglich 77,4 Punkte.

 

Zum Ende der Saison ist die Mannschaft zudem von einige Verletzungen betroffen: Mit Isaiah Crawley (16,9 Punkte) und Josh Sharkey (15,2) erlitten in den letzten Wochen die Topscorer Blessuren, die das Saisonaus für beide bedeuteten. Auch der nachverpflichtete Amerikaner Ryan Mikesell und Kapitän Enosch Wolf mussten zuletzt aufgrund von Verletzungen aussetzen.

 

Während die Panthers sich in der laufenden Woche voll auf die Partie in Tübingen konzentrieren konnten, sind die Tigers in den letzten Tagen quer durch die Republik gereist, um zwei Nachholspieltermine wahrzunehmen. In Bremerhaven (79:87) und in Nürnberg (82:97) setzte es für die Universitätsstädter dabei allerdings zwei Niederlagen.

 

„Wir dürfen Tübingen auf keinen Fall unterschätzen“, warnt Panthers-Trainer Alen Velcic. „Die Mannschaft ist –  wenn sie ins richtig Laufen kommt – brandgefährlich und befindet sich in einer Lage, in der sie eigentlich befreit und ohne Druck aufspielen kann. Wir sind das erste Mal bei einem Spiel in Tübingen Favorit und müssen dieser Rolle auch gerecht werden.“

 

Da die Paul-Horn-Arena seit Dezember als Impfzentrum genutzt wird, tragen die Tübinger ihre Heimspiele seither in Rottenburg aus.

Der Sprungball in der Rottenburger Volksbank Arena erfolgt am Samstag, den 20. März um 19:00 Uhr. Wie üblich wird das Spiel LIVE und kostenlos beim SportDeutschland.tv übertragen.

 

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TEXT: Manuel Schust / FOTO: Michael Kienzler

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