Michael Kienzler – Der Mann hinter der Kamera

27.04.2021

Mit seiner Kamera sorgt Michael Kienzler dafür, dass die Highlights und Emotionen unserer Spiele auf Fotos festgehalten werden. Als Sportfotograf ist Kienzler durch die ganze Welt gereist, in seiner Heimat ist er hautnah Zeuge der Erfolgsstory der wiha Panthers geworden.

 

Egal ob in der Zeitung, auf den Social-Media-Kanälen oder der Homepage der wiha Panthers: Wann immer in den letzten Jahren Fotos von den Schwenninger Basketballern veröffentlicht wurden, zeichnete häufig Michael Kienzler verantwortlich. Seit vielen Jahren begleitet der 53-Jährige den Basketball in der Doppelstadt: „Den ersten Kontakt zu den Panthers, die damals ja noch unter dem Namen KGJ antraten, hatte ich in Anfang der 2000er Jahren durch meine Zeitungstätigkeit für den Schwarzwälder Boten“, berichtet der im Brigachtal lebende Fotograf. „Wenn ich manchmal in alten Fotogalerien stöbere, bin ich immer wieder verblüfft darüber, in welch kleinem Rahmen die Spiele damals stattfanden und wie enorm sich das alles entwickelt und professionalisiert hat.“

 

Mit Basketball hatte Kienzler anfangs noch wenig am Hut: „Für mich war Basketball lange Zeit nur ein Sport, der in erster Linie die Möglichkeit für schöne Aufnahmen liefert. Die Herausforderung beim Basketball liegt für den Fotografen vor allem darin, dass sich alles unter dem Korb abspielt und man aus vielen unübersichtlichen Situationen den perfekten Augenblick erwischen muss. Dabei muss man die richtige Perspektive einnehmen und hoffen, dass der Spieler von der ‚richtigen‘ Seite den Korb attackiert. Wenn dann alles passt und man die Dynamik und Ästhetik in einer Bilderserie einfangen kann, ist meistens auch nur eins von sieben Bildern brauchbar.“

 

Ursprünglich absolvierte Michael Kienzler eine Ausbildung als Industriekaufmann, wechselte dann aber als Freier Mitarbeiter zum Schwarzwälder Boten in Triberg. Bei Bongarts, der früher in Hamburg ansässigen größten Sportfotoagentur Deutschlands lernte Kienzler die Feinheiten der Action-Fotografie. Mittlerweile blickt er auf eine langjährige Karriere als Sportfotograf zurück. Der Beruf hat es ihm ermöglicht, die ganze Welt zu bereisen und regelmäßig bei Olympischen Spielen und Fußball Welt- und Europameisterschaften dabei zu sein. „Ich hatte das Glück, die richtigen Leute kennenzulernen und bei großen Sportveranstaltung als Fotograf arbeiten zu können. Da waren viele unvergessliche Momente dabei, auf die ich unglaublich stolz bin.“

 

In Kienzlers Vita stehen beispielsweise die Olympischen Winterspiele in Salt Lake City 2002, die Tour de France oder auch die Fußball-WM 2010 in Südafrika und 2014 in Brasilien. „Die Leute denken dann immer, solche Auslandsreisen wären mit einem Urlaub zu vergleichen“, schildert Kienzler schmunzelnd. „Dabei ist das oft ein knallharter Kampf um die beste Position und somit das beste Foto.“ Jeder kennt die Bilder von Fotografenscharen, die bei Ehrenrunden mit dem Pokal den siegreichen Sportlern hinterherlaufen. „Das kann ganz schön böse enden, wenn man aus vollem Lauf versucht, in Sekundenschnelle das perfekte Foto zu schießen. Dafür muss man aber noch nicht mal bei der Fußball-WM sein. Sowas kann auch bei einer Meisterfeier der Panthers schmerzhafte Folgen haben“, deutet Kienzler aus eigener Erfahrung an.

 

Nach Gewinn der Regionalligameisterschaft 2018 war Michael Kienzler auf eben jener Jagd nach dem perfekten Jubelbild auf einer Sektpfütze ausgerutscht und hatte sich dabei eine starke Rippenprellung zugezogen. „Ich bin rückwärts direkt auf meine Kamera gefallen, aber ich hatte das Foto, so wie ich es haben wollte! Im Nachhinein klingt das lustig, war aber tatsächlich sehr schmerzhaft. Da habe ich wirklich für die Panthers gelitten!“

 

Trotz all der Erfahrungen im Scheinwerferlicht großer Sportveranstaltungen bleiben die wiha Panthers für Michael Kienzler eine Herzensangelegenheit: „Die Panthers sind für mich ein unglaublich spannender Verein! Was Alen Velcic hier zusammen mit anderen aufgebaut hat, ist einfach phänomenal! Ich glaube, viele Leute in der Region können das noch immer nicht richtig einschätzen, was hier innerhalb weniger Jahre für eine grandiose Entwicklung hingelegt wurde. Wie der Verein sich mittlerweile sportlich und von der Infrastruktur her weiterentwickelt hat, ist beeindruckend. Im Lauf der Jahre habe ich im Umfeld der Panthers viele tolle Menschen kennenlernen können und weiß, mit welcher Leidenschaft dort gearbeitet wird. Ich bin wirklich sehr dankbar dafür, dass ich hier in der Region so großartige Basketballspieler vor die Linse bekommen kann!“

 

Und die wiha Panthers schätzen sich glücklich, mit Michael Kienzler einen so erfahrenen und versierten Sportfotografen in ihren Reihen zu haben, der all die Emotionen und Gefühle rundum das orangene Leder mit seinen Bildern spürbar macht.

 

Neben Sportfotos macht Michael Kienzler auch Portrait- und Bewerbungsfotos und ist mit seiner Kamera auf vielen Events in der Region unterwegs. Auf seinem Instagram-Kanal findet man eine schöne Auswahl seiner Fotos.

 

TEXT: Manuel Schust / FOTO: ktu-media/Volker Kübler

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