Der große Wurf beim Super Slam

27.12.2019

Endlich ist es soweit! Mit dem Basketball Super Slam findet am Samstag (28.12., 20 Uhr) das größte Spiel in der Schwenninger Basketballgeschichte statt. Gegen die Tigers Tübingen soll in der 6200 Zuschauer fassenden Helios Arena nicht nur ein großes Basketballfest gefeiert werden, sondern auch mit einem Sieg im Neckarderby der große Wurf gelingen.

 

Mittlerweile kribbelt es doch gewaltig bei den Verantwortlichen und Spielern der wiha Panthers. Die Idee für ein Spiel im „Wohnzimmer“ der Schwenningen Wild Wings existierte schon seit einigen Jahren. Nach den rasanten Erfolgen der letzten Jahre in Form von zwei Aufstiegen in Folge ist die Zeit nun reif für den Schwenninger Basketball, die große Bühne aufzusuchen. Seit der Ankündigung Ende August ist viel Zeit in Vorbereitung und Organisation des großen Event-Spiels gesteckt worden. Alleine logistisch galt es viele Einzelheiten abzuklären, um all das, was gewöhnlich in der Deutenberghalle funktioniert, auch in der großen Helios Arena möglich zu machen. Neben dem Parkettboden und den Standkörben standen vor allem technische Fragen im Vordergrund. „Es waren etliche Treffen mit den Technikern mit den der Wild Wings und viele Stunden Kleinarbeit nötig, bis wir unsere Technik von der Videowand im Deutenberg auf den Würfel in der Helios Arena umswitchen konnten. Am Ende hat das alles geklappt“, zeigt sich Panthers-Technik-Chef Kjell Deking zufrieden.

 

Auch für die Spieler ist der Super Slam kein gewöhnlicher Spieltag. Kapitän Kosta Karamatskos freut sich auf ein weiteres Highlight mit den wiha Panthers Schwenningen: „Es ist wirklich eine ganz besondere Sache, bei solch einem Riesenevent mit dabei sein zu dürfen. Die sportliche Entwicklung in Schwenningen ist echt der Wahnsinn! Dass ich innerhalb meiner zweieinhalb Jahre bei den Panthers zwei Aufstiege feiern und jetzt mit Super Slam ein großes Event-Spiel erleben kann, erfüllt mich mit Stolz!“

 

Sportlich würde den wiha Panthers ein Sieg gut zu Gesicht stehen. Nach der unglücklichen Niederlage gegen Trier am vergangenen Wochenende, bei der die Schwenninger mit der Schiedsrichterleistung haderten, stehen die Panthers in der Tabelle bis auf Platz 13 – punktgleich mit vier anderen Mannschaften im Tabellenkeller. Um den Anschluss ans Mittelfeld wahren zu können, wäre ein Sieg beim Super Slam enorm wichtig. „Wir haben das knappe Verlieren satt und wollen unbedingt vor großer Kulisse in der großen Halle gewinnen“, erklärt Panthers-Trainer Alen Velcic sehr zuversichtlich. „Wir haben über die Weihnachtstage ganz normal weitertrainiert und sind gut vorbereitet. Drew Brandon findet immer bessere Bindung zur Mannschaft.“

 

Die Tigers Tübingen stehen aktuell auf Rang 9 im Tableau und haben sich nach zwei Niederlagen gegen Kirchheim und Trier zuletzt durch einen Sieg über Ehingen etwas stabilisiert. Bereits in der Vorbereitung trafen beide Mannschaften aufeinander. Ende August feierten die wiha Panthers einen 83:76-Sieg in der Deutenberghalle. Topscorer war damals Marko Bacak mit 16 Punkten und 7 Rebounds. „Wir haben Tübingen in der Preseason zwar schlagen können, aber aus meiner Sicht haben sich die Tigers als Mannschaft mittlerweile viel besser gefunden“, warnt Kosta Karamatskos vor dem Neckarderby. „Sie haben sich seitdem verstärkt und sind ein deutlich besseres Team als in der Vorbereitung.“ Die Tigers bestechen in der Offensive durch ihre Vielseitigkeit: Gleich vier Spieler in Reihen der Gäste punkten zweistellig (Baldwin, Fulwood-Davis, Smith jr und Wolf). Auch auf den Ball passen die Tigers gut auf und leisten sich mit durchschnittlich 12,1 Turnover die wenigsten Ballverluste ligaweit. Trotzdem mangelt es den Tübingern an Konstanz. Siege gegen Topteams wie Bremerhaven wechseln sich mit Niederlagen gegen Paderborn oder Kirchheim ab. „Bei Tübingen weiß man nie so genau, was man bekommt“, erklärt Alen Velcic. „Sie haben eine kleine Rotation, die aber aus sehr guten, teuren Spielern besteht, die immer überraschen kann. Wir sind aber gut gerüstet, wollen ein Zeichen setzen und freuen uns tierisch auf das Spiel!“

 

„Die ProA ist in diesem Jahr so ausgeglichen, dass an einem guten Tag wirklich jede Mannschaft die andere schlagen kann“, zeigt sich Kosta Karamatskos selbstbewusst. „Wenn wir unseren Gameplan umsetzen, können wir Tübingen natürlich schlagen!“

 

Das größte Spiel in der Schwenninger Basketball-Geschichte sollte sich niemand, der sich für Sport interessiert, entgehen lassen! Noch gibt es im Online-Ticketshop Stehplatz-Karten für den Basketball Super Slam zu ergattern. Wer – warum auch immer – verhindert sein sollte, kann sich auf die übliche Live-Übertragung bei Airtango freuen.

 

TEXT: Manuel Schust

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