Den Wiha Panthers Schwenningen brachte der 13. Spieltag Glück

17.12.2018

Das 73:65 bei den Dragons Rhöndorf war der neunte Saisonsieg. Platz zwei gefestigt und Blickrichtung Play Offs. Der Aufsteiger geht unbeirrt seinen Weg und möchte bereits im Januar den Klassenerhalt feiern.

 

Guter Lauf: 9:4-Siege, weiter Verfolger Nummer eins der Übermannschaft Bayer 04 Giants Leverkusen (12:1) – die Panthers positionieren sich langsam für die Play Offs. „Es läuft gut, wir dürfen zufrieden sein. Aber es ist noch mehr möglich. Wir haben jetzt noch Elchingen an Weihnachten und dann im Januar/Februar weitere acht Spiele bis zum Ende der Hauptrunde“, gibt Trainer Alen Velcic einen Ausblick. „Sportlich ist es natürlich phantastisch, wenn wir schon im Januar mit den Planungen für die kommende Saison hinsichtlich Lizenz, Sponsoring und Rahmenbedingungen starten können, was 2018 ja erst ab Ende Mai möglich war. Dies bedeutet drei bis vier Monate mehr Aktionsspielraum auf allen Ebenen“, zeigt er unisono mit Geschäftsstellenleiter Holger Rohde auf.

 

Starkes Duo: Rasheed Moore (26-9) und Bill Borekambi (25-9) waren das überragende Panthers-Duo in Bad Honnef – und wieder die Alten. Zusammen 51 Punkte, in Erfurt waren es nur magere 16. Moore mit 21,5 und Borekambi mit 16,9 im Schnitt pro Partie als Erster und Sechster sind zwei der besten Spieler der Liga. Der Berliner Borekambi wird von vielen Gegenspielern der Liga, wie dem Kölner Nick Hornsby als „harte Nuss“ bezeichnet. Ein „Walking Bucket“, der immer anspielbar ist, mit einem Hakenwurf, der nahezu jeden Weg in den Korb findet. Und dies, obwohl die Rhöndorfer phasenweise in den ersten 30 Minuten eine starke Defense spielten und überall verteidigten wie ein Bienenschwarm, was in der NBA-Basketballsprache gerne als “swarming like bees” bezeichnet wird.

Moore indes hat in dieser Saison zwölf von dreizehn Spielen zweistellig gepunktet. Schon jetzt scheint die Zukunft des 23-jährigen US-Amerikaners in Deutschland klar: ProA mindestens, BBL durchaus möglich. So sieht es Trainer Alen Velcic, der aber wie Geschäftsstellenleiter Holger Rohde betont: „Rasheed ist unser Gesicht. Mit ihm wollen wir eine erfolgreiche Mannschaft aufbauen und möglichst lange einen gemeinsamen Weg gehen“, werden die Verantwortlichen der Panthers alles daran setzen, dass der Allrounder weiterhin im Schwarzwald auf Korbjagd geht. Entwickelt sich Qualität, entstehen natürlich von allen Seiten Begehrlichkeiten.

 

Dreierfluch: Viermal Moore, dazu einmal Anell Alexis, Abu Abaker und Haudegen Darius Pakamanis – vier Spieler trafen wieder von „Downtown“ aus der Distanz. Der wochenlange Fluch scheint endlich beseitigt. „Ich bin froh, dass ich endlich wieder aus der Distanz getroffen habe“, so der Linkshänder aus East Statsbourg.

 

Besuch vom alten Teamkollegen: Leon Friederici spielte letzte Saison noch beim jetzigen ProA-Ligisten FC Schalke 04. Da der Weg von Gelsenkirchen in Richtung Bonn nicht so weit ist, besuchte ihn in Rhöndorf sein alter Teamkollege und S04-Point Guard Courtney Allen Belger. Der 29 Jahre alte US-Amerikaner drückte die Daumen, damit die Punkteflaute bei Friederici abebbt. Leider nicht ganz mit Erfolg: „Zwischen uns ist auf Schalke letztes Jahr eine echte Freundschaft gewachsen. Ich hoffe Leon trifft bald wieder häufiger. Solche Phasen gibt es, da hilft dann nur eines: Immer und immer wieder werfen, werfen, werfen.“

 

Kleiner Kader: Dion Mo Braimoh fiel in Rhöndorf mit einer Bronchitis aus. Seid Hajric war von dieser wieder genesen, spielte allerdings nur neun Minuten, erzielte dabei zwei Punkte und stand zu Beginn der zweiten Halbzeit in der Starting Five.

 

Neuer Spieler – altbekanntes Gesicht: Da der Kader klein ist und Ausfälle durch Krankheiten und Verletzungen wie in fast jedem Spiel bei den Schwenningern arg zu Buche schlagen, ist Handeln angesagt. „Wir brauchen mehr Wechselmöglichkeiten. Wenn bei uns ein Spieler ausfällt und einer noch angeschlagen ist, wird es schnell eng“, erklärt Trainer Alen Velcic die überraschende Rückholaktion von Boyko Pangarov junior. Der Shooting Guard war sechs Jahre bei den Panthers, erlebte die ganzen Höhen und Tiefen mit und ist somit am kommenden Samstag gegen Elchingen der fünfte Ausländer im Kader. Der Bulgare gehört zum Meisterteam 2018. „Er wohnt, arbeitet und lebt mit seiner Familie in Villingen. Da wird er keine Anlaufzeit benötigen, er kennt die Begebenheiten und einen Teil des Teams“, weiß Velcic, dass die Nummer 13 der Panthers bei den Zuschauern immer beliebt war und „uns wird er jetzt punktuell weiterhelfen“, soll er ein wenig die Point Guard Problematik entzerren. „Einen deutschen externen Spielmacher werden wir nicht verpflichten“, erklärt der Panthers-Trainer indes die Situation mit Blick auf den Transfermarkt. Pangarov wird die 13. Lizenz erhalten, die die Panthers für die ProB beantragen müssen. 14 sind auf eine Saison Pflicht, bis zu 18 für einen Spielerkader erlaubt. Die Wechselphase dauert noch bis zum 10. Januar an. Ein bis zwei andere Spieler könnten dennoch im Januar noch dazukommen, um sich in Richtung Play Offs zu rüsten.

 

Heilung geht voran: Kapitän und Point Guard Kosta Karamatskos ist auf dem Weg der Besserung. Seine Operation am Bizeps ist gut verheilt. „Letzte Woche wurden die Fäden gezogen, jetzt schaue ich, wie es voran geht. Ich kann ja den Rest des Körpers dann auch bald wieder trainieren und werde dies tun. Ich sehe es positiv und freue mich auf die Herausforderung mich bald wieder fit zu machen.“

 

FOTO (Michael Kienzler):

Boyko Pangarov jun. soll ab dem 22.12.2018 den Kader der Wiha Panthers verstärken.

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